Windows: Bausteine von Windows

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Bausteine von Windows

Fenster

Windows zeichnet sich dadurch aus, dass alle Informationen in Fenstern dargestellt werden. Unter Fenstern kann man sich durch Rahmen begrenzte Flächen vorstellen, die auf dem Bildschirm platziert sind, ähnlich wie Blätter, die auf einem Schreibtisch liegen. Dabei können mehrere Fenster gleichzeitig und in verschiedenen Größen auf dem Monitor dargestellt werden. Die Fenster können sich nebeneinander, übereinander und versetzt zueinander auf dem Bildschirm befinden. Zur Verdeutlichung eignet sich der Vergleich mit einem Kartenspiel. Fenster liegen entweder wie auf einem Kartenstapel übereinander, oder, ähnlich den Karten, die man fächerartig in der Hand hält, versetzt zueinander, oder nebeneinander wie bei auf dem Tisch aufgedeckten Karten. Windows kennt unterschiedliche Arten von Fenstern. Anwendungsfenster, Ordnerfenster und Dialogfenster. Jede Fensterart hat individuelle Eigenschaften, die im Folgenden beschrieben werden.

Anwendungsfenster

Jede Anwendung wird in einem eigenen (Anwendungs)Fenster dargestellt. Beispiele für Anwendungen sind z.B. Word, Powerpoint oder der Windows-Explorer. Der Inhalt eines Fensters variiert je nach Anwendung. Jedes Anwendungsfenster setzt sich aus unterschiedlichen Fensterelementen zusammen. Zu den wichtigsten gehören die Titelleiste, die Menüleiste, die Symbolleiste, die Statusleiste und die Bildlaufleiste.

Titelleiste

Die Titelleiste ist das oberste Element in einem Windows-Fenster. In der Titelleiste wird in der Regel der Programmname angezeigt und der Name der jeweils geöffneten Datei in diesem Programm. Bei Word und einer geöffneten Datei namens Test.docx beispielsweise steht in der Titelleiste: Test.docx - Microsoft Word

Vorgehen:

Die Sprachausgabe liest den Inhalt der Titelleiste vor, wenn eine Datei geöffnet wird oder der Benutzer zwischen verschiedenen Fenstern wechselt. Über die Tastaturkombination JAWS+T kann man die Titelleiste nochmals ansagen und auf der Braillezeile anzeigen lassen.

Menüleiste

In der Menüleiste befinden sich Menüeinträge, über welche man die Funktionen eines Programmes aufrufen kann. Da der Platz in der Menüleiste endlich ist, werden Funktionen häufig in Gruppen mit einem übergeordneten Begriff zusammengefasst. Menüs lassen sich sehr gut mit der Tastatur bedienen.

Vorgehen:

Mit ALT gelangt man in die Menüleiste. Mit den PFEIL-Tasten navigiert man durch die Menüeinträge und EINGABE aktiviert einen Menübefehl. Zusätzlich kann man auch über einen Auswahlbuchstaben Menüeinträge aktivieren. Im Folgenden werden die Auswahlbuchstaben immer in Klammern nach einem Menüeintrag angegeben. Also z.B. das Menü von Word: DATEI (D), BEARBEITEN (B), ANSICHT (A)... (für nähere Informationen siehe Windows: Anwendungsfenster bedienen).

Häufig verwendete Symbole in Menüs: Manche Menüeinträge enthalten zusätzliche Informationen: ... : Drei Punkte bedeuten, dass sich beim Aufruf ein Dialogfenster öffnet. Also z.B. bei Drucken... Dreieck : Dreieck bedeutet, dass der Menüeintrag Untermenüs enthält. Das Untermenü öffnet sich mit EINGABE oder RECHTS. Haken : Der Haken symbolisiert einen Schalter. Bei gesetztem Haken ist der Schalter aktiv. Mit der LEERTASTE setzt man einen Haken bzw. entfernt ihn wieder. Kästchen : Ein Kästchen kennzeichnet einen Optionenschalter. Bei Optionen ist immer nur eine Schalterposition und damit eine Auswahl möglich. (Aktivierung eines Optionsschalter mit der LEERTASTE: Es wird ein Haken gesetzt.) ausgegraut : Ausgegraut bedeutet, dass ein Menüpunkt gerade nicht aktiviert werden kann. Wenn man z.B. in Word noch nichts in die Zwischenablage gelegt hat, dann ist der Eintrag EINFÜGEN im Menü BEARBEITEN ausgegraut, weil die Zwischenablage noch nichts zum Einfügen enthält. Kopiert man mit STRG+C etwas zuvor Markiertes in die Zwischenablage, dann ist der Menüeintrag EINFÜGEN im Menü BEARBEITEN nicht mehr ausgegraut und kann aktiviert werden.Windows: Symbolleiste

Statusleiste

Die STATUSLEISTE ist im Anwendungsfenster ganz unten angesiedelt. Sie enthält, wie der Name schon sagt, Statusinformationen über das Programm. So ist z.B. im Windows-Explorer folgende Information über ein Word-Dokument in der STATUSLEISTE angegeben: Typ: Microsoft Word-Dokument Autor: Medienberatungszentrum Titel: Gutachten für Hans Maier Geändert am:09.05.2007 17:30 Größe: 20,5 KB

Vorgehen:

<Einstellung> Falls keine STATUSLEISTE vorhanden ist, muss sie über den Schalter STATUSLEISTE im Menü ANSICHT angeschaltet werden. </Einstellung> Zum Auslesen der STATUSLEISTE verwendet man <Screenreader><Jaws> den Befehl JAWS+BILD-AB </Jaws></Screenreader>

Bildlaufleiste

Die BILDLAUFLEISTE ist in der Regel nur für sehende Benutzer interessant. Wenn ein Dokument größer bzw. länger als der Desktop ist, dann blendet Windows in sein Fenster automatisch die BILDLAUFLEISTE ein. Die BILDLAUFLEISTE enthält einen Balken, der durch seine Länge anzeigt, wieviel des gesamten Dokuments aktuell am Bildschirm sichtbar ist und durch seine Position innerhalb der BILDLAUFLEISTE, wo sich der aktuell am Bildschirm sichtbare Ausschnitt im Gesamtdokument befindet. Also: Ist der Balken ganz lang, dann heißt das, dass das Dokument fast ganz auf dem Bildschirm angezeigt wird. Steht der Balken dann innerhalb der BILDLAUFLEISTE ganz oben, dann heißt das, dass der Beginn des Dokuments auf dem Bildschirm sichtbar ist.

Ordnerfenster

Zur übersichtlichen Darstellung von Dateien bzw. Ordnern auf einem Laufwerk werden Ordnerfenster verwendet. In diesen werden Ordner und Dateien als Symbole dargestellt. Ordnerfenster bieten verschiedene Möglichkeiten, ihren Inhalt zu sortieren und darzustellen. Vor allem und der Windows-Explorer setzen Ordnerfenster ein, um die Dateien eines Computers zu verwalten. Mehr dazu im Kapitel Ansichten von Dateien und Ordnern verändern. Ein Ordnerfenster kann weitere, verschiedene Elemente enthalten: Symbolleisten mit durch iconische Darstellungen symbolisierten Schaltern. Über diese können vor allem Mausbenutzer Funktionen bequem und schnell aufrufen. Eine häufig verwendete Symbolleiste namens NAVIGATIONSLEISTE enthält zum Beispiel Funktionen zur Dateiverwaltung und Navigation auf einem Laufwerk.

Adressleiste:

In ihr wird der aktuelle Pfad angezeigt.

Vorgehen:

In die Adresszeile gelangt man mit ALT+S. Aufgabenbereich: Im Aufgabenbereich befinden sich kurze Informationen zu dem zur Zeit markierten Objekt. Für blinde Nutzer ist dieser weniger nützlich. Er ist daher in unserer Voreinstellung abgeschaltet. Zwischen dem Aufgabenbereich und den anderen Elementen eines Ordnerfensters wechselt man mit F6, bzw. mit TAB.

Dialogfenster

Dialogfenster sind Fenster mit deren Hilfe Einstellungen vorgenommen werden können. Die Einstellungen dienen zur Softwareeinstellung oder zur Auswahl verschiedener Wahlmöglichkeiten. Kurz der Computer tritt über das Dialogfenster mit dem Nutzer in Kontakt, um Entscheidungen zur Steuerung herbeizuführen. Dialogfelder bestehen aus verschiedenen Elementen mit deren Hilfe verschiedene Aufgaben oder Befehle ausgeführt werden. Dazu gehören Schaltflächen, Eingabefelder, Listenfelder, Optionsfelder und Optionsfelder mit Auswahlschaltern. Vorgehen: Jedes dieser Elemente kann durch mehrmaliges Drücken von TAB im Dialogfenster angesprungen und mit den PFEIL-Tasten oder mit der LEER-Taste ausgewählt werden. Betätigt man TAB, so wechselt man von Element zu Element. Will man rückwärts durch die Elemente wechseln, so drückt man UMSCHALT+TAB. Alternativ können die Elemente eines Dialogfensters auch mit Shortcuts angesprungen werden. Diese Shortcuts sind in der Regel aus ALT+Aktivierungsbuchstabe zusammengesetzt. Die Sprachausgabe sagt die jeweiligen Shortcuts an, wenn man mit TAB das Dialogfenster erkundet (sofern diese Option in JAWS nicht deaktiviert ist). Grundsätzlich gilt, dass die Sprachausgabe beim Auslesen eines Dialogfeldes sehr nützlich ist und wichtige Elemente ansagt, die nicht über die Braillezeile erfahrbar sind.

Einseitiges Dialogfenster

Ein einfaches Dialogfenster besteht nur aus einer Seite. Man kann es sich wie eine Karteikarte vorstellen, welche auf dem Bildschirm angezeigt wird. Ein Dialogfeld fordert den Benutzer dazu auf, eine Aufgabe auszuwählen (z.B.speichern) oder eine Eingabe zu tätigen (z.B. ein Kennwort einzugeben).

Mehrseitiges Dialogfenster

Das mehrseitige Dialogfenster kann man mit einem Karteikasten vergleichen. In diesem Kasten stecken mehrere Karteikarten, die mit Karteikartenregistern versehen sind.

Vorgehen:

Zwischen den einzelnen Registerkarten kann man mit STRG+TAB vorwärts wechseln, bzw. in umgekehrte Richtung mit UMSCHALT+STRG+TAB. Ansonsten ist die Bedienung wie in einem einseitigen Dialogfenster. Die Sprachausgabe sagt beim Wechseln zwischen den Registerkarten die jeweilige Bezeichnung an. In manchen Dialogfenstern kommt es vor, dass die Sprachausgabe beim Wechseln der Registerkarte den Namen der Registerkarte nicht nennt. In diesem Fall empfiehlt es sich, mit UMSCHALT+TAB ganz nach oben auf den Titel der Registerkarte zu springen. Die Sprachausgabe sagt dann "... Registerkarte". Dort werden die Namen der Registerkarten sowohl von der Sprachausgabe als auch von der Braillezeile angesagt bzw. angezeigt.

Schaltfläche

Mit dem Aktivieren einer Schaltfläche bzw. eines Schalters führt man einen Befehl direkt aus. Fast in jedem Dialogfenster findet man die Schalter OK und ABBRECHEN, häufig auch zusätzlich den Schalter ÜBERNEHMEN. Aktiviert man diese Schalter, wird der Befehl direkt ausgeführt. Bei OK werden die Eingaben im Dialogfenster übernommen und das Dialogfenster wird geschlossen. Bei ABBRECHEN wird das Dialogfenster ebenfalls geschlossen, nur werden die vorher gemachte Eingaben verworfen. ÜBERNEHMEN setzt alle gewählten Eingaben, lässt das Dialogfeld aber geöffnet.

Eingabefeld

In ein Eingabefeld kann Text eingegeben werden. In der Regel steht vor dem Eingabefeld ein Begriff (mit abschließendem Doppelpunkt), der das Eingabefeld näher bezeichnet. Klassische Eingabefelder sind z.B. Eingabefelder zu näheren Angaben zur eigenen Person, also Vorname: Nachname: Straße: Stadt: usw.. Steht der Cursor in einem Eingabefeld, kann Text direkt über die Tastatur eingegeben werden. Listenfeld bzw. Ausklappliste In Listenfelder kann im Unterschied zu Eingabefeldern kein freier Text eingegeben werden. Man erhält über eine Liste eine Auswahl an Einträgen, die man mit AUF bzw. AB auswählt.

Vorgehen:

Auf der Braillezeile wird eine Ausklappliste mit [blu] angezeigt. Bei einer längeren Liste empfiehlt es sich alternativ zur Navigation mit AUF/AB den Anfangsbuchstaben des Eintrags zu verwenden. Beispiel: Bei der Installation von Programmen wird man häufig dazu aufgefordert eine Sprache zu wählen, mit der das Programm installiert werden soll. Dazu zeigen die meisten Programme eine Ausklappliste an, in welcher alle zur Auswahl stehenden Sprachen angezeigt werden. Möchte man möglichst schnell zum Eintrag "Deutsch" navigieren, so gibt man den Buchstaben D auf der Tastatur ein. Daraufhin wird der erste Eintrag der Ausklappliste, welcher mit D anfängt, angesprungen.

Kombiniertes Eingabefeld bzw. Drehfeld

Ein kombiniertes Eingabefeld ist eine Mischung aus Eingabefeld und Ausklappliste. Man erhält zum einen über AUF bzw. AB bestimmte Einträge zur Auswahl, kann allerdings auch alternativ einen freien Text eingeben.

Optionsfeld

Ein Optionsfeld ermöglicht die Auswahl von genau einer Einstellung aus mehreren Alternativen. Seine Auswahl trifft man mit den Tasten AUF bzw. AB. Dabei wird der Auswahlschalter auf den jeweiligen Eintrag gesetzt und dieser damit aktiviert.

Kontrollfeld

Ein Kontrollfeld ermöglicht das Ein- bzw. Ausschalten des jeweiligen Eintrags mit der LEER-Taste. Auf der Braillezeile wird ein eingeschaltetes Kontrollfeld entweder mit einem vorangestellten [x] oder mit einem nachgestellten -On angezeigt. Ein ausgeschaltetes Kontrollfeld wird mit kf (Kontrollfeld) gekennzeichnet.

Schieberegler

Ein Schieberegler ermöglicht die Einstellung (meist eines Zahlenwertes) über LINKS/RECHTS, bzw AUF/AB. Die Sprachausgabe sagt an, um welche Sorte von Schieberegler es sich handelt, z.B. "Lautstärkereglung AUF/AB Schieber". Bei AUF/AB-Schiebern kann auch mit BILDAUF, bzw. BILDAB navigiert werden.

Mit Fenstern arbeiten

Fensterzustand (-größe) ändern

Fenster haben drei verschiedene Größen-Zustände: Maximiert, Verkleinert und Minimiert. Maximiert bedeutet, dass das Fenster die größtmögliche Ausdehnung hat und die gesamte Bildschirmfläche, bis auf die Taskleiste, bedeckt. Verkleinert bedeutet, dass das Fenster sichtbar ist, aber nicht die gesamte Bildschirmfläche bedeckt. Dieser Zustand wird vorallem von Sehenden dazu genutzt, um zwei oder mehrere Fenster nebeneinander auf dem Bildschirm darzustellen. So kann man z.B. in einem Fenster etwas lesen, während man im anderen Fenster schreibt. Man sagt zu dieser Fähigkeit von Windows, mehrere Programme gleichzeitig ausführen zu können, auch Multitasking. Minimiert ist schließlich ein Fenster, wenn das Programm zwar gestartet wurde, aber nicht sichtbar ist. Erkennbar ist dieser Zustand daran, dass das Fenster in der Taskleiste aufgeführt ist.

Vorgehen:

In das Fenstermenü zum Verändern des Fensteraussehens gelangt man mit ALT+LEER. Hier findet man: Wiederherstellen (W), Verschieben (V), Größe ändern (G), Minimieren (N), Maximieren (X) und Schließen (S). WIEDERHERSTELLEN (W): Stellt den Zustand Verkleinert ein. VERSCHIEBEN (V): Nach Aktivieren von VERSCHIEBEN kann mit den Pfeiltasten das Fenster im verkleinerten Zustand auf dem Bildschirm bewegt werden. GRÖßE ÄNDERN (G): Nach Aktivieren von "GRÖßE ÄNDERN" kann mit den Pfeiltasten die horizontale Ausdehnung (LINKS bzw. RECHTS) und vertikale Ausdehnung (AUF bzw. AB) verändert werden. Um beispielsweise ein Fenster in der horizontalen Ausdehnung von rechts nach links zu verkleinern, geht man folgendermaßen vor: ALT+LEER,G: damit ist GRÖßE ÄNDERN aktiv RECHTS: damit wählt man den rechten Rand als veränderbare Seite. LINKS (mehrmals): damit verkleinert man das Fenster von rechts nach links in kleinen Schritten. MINIMIEREN (N): Stellt den Zustand Minimiert ein. MAXIMIEREN (X): Stellt den Zustand Maximiert ein. SCHLIEßEN (S): Schließt das Fenster.

Fenster wechseln

Windows ist multitaskingfähig, es kann mehrere Programme gleichzeitig ausführen. So kann man z.B. einen Text mit der Textverarbeitung schreiben, während man mit einem Webbrowser im Internet nach Informationen für den zu schreibenden Text sucht. Sehr umständlich wäre es ja, wenn man jedes Mal die Textverarbeitung erst beenden, den Webbrowser starten, diesen wieder beenden und schließlich die Textverarbeitung wieder starten müsste. Vom Speichern und Öffnen der Dokumente gar nicht zu reden.

Vorgehen:

Zum Wechseln zwischen Fenstern bzw. Programmen verwendet man den Befehl ALT+TAB. Damit landet man im letzten, aktiven Fenster. Durch Festhalten von ALT und gleichzeitigem mehrmaligen Drücken von TAB (ALT+mehrmalsTAB) werden alle aktiven Anwendungen/Fenster der Reihe nach angewählt und mit Loslassen von ALT aktiviert. Den gleichen Effekt erzielt man auch mit ALT+UMSCHALT+TAB. Die Sprachausgabe sagt die Fenster an. Fenster innerhalb einer Anwendung wechseln Manchmal möchte man auch nur zwischen Dokumenten der gleichen Anwendung wechseln, ohne das gesuchte Fenster aus der Vielzahl von geöffneten Fenstern der anderen Anwendungen über ALT+TAB,TAB,TAB... herauszusuchen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Meist befindet sich in der jeweiligen Anwendung ein Menüeintrag FENSTER. Hier findet man die anderen geöffneten Fenster der aktuellen Anwendung und kann sie hier aktivieren. Eine zweite Möglichkeit ist die Tastenkombination STRG+F6 (bzw. STRG,F6,F6,F6...), die in den Microsoftprogrammen zwischen geöffneten Fenstern der gleichen Anwendung wechselt.

Fenster ausblenden

Mit ALT,LEER,M kann man ein Fenster verkleinert in die Taskleiste legen, was einem "Ausblenden" des Fensters entspricht.

Fenster schließen

Wird ein Fenster nicht mehr benötigt, kann man es mit ALT,LEER,S oder ALT+F4 schließen.

Desktop

Den Desktop muss man sich wie einen Schreibtisch vorstellen. Wie auf einem Schreibtisch kann man hier elektronische Dokumente ablegen, die man gerade bearbeitet, und auch die wichtigsten Werkzeuge, wie z.B. das Textverarbeitungsprogramm oder der Papierkorb, liegen in der Regel auf dem Desktop. Allerdings muss man aufpassen, denn, wie jeder Schreibtisch, kann der Desktop schnell zu voll und unübersichtlich werden, sodass man hier nichts mehr findet. Deswegen ist es eigentlich besser, wenn man seine elektronischen Dokumente schnellstmöglich in Ordner "abheftet". Prinzipiell ist der Desktop allerdings auch ein Ordner, der im Windows-Explorer ganz oben in der Hierarchie des Ordnerverzeichnisses steht.

Mit Symbolen arbeiten

Der Name des Betriebssystems Windows, also "Fenster" kommt nicht von ungefähr. Es ist, im Unterschied zu den frühen, zeichenorientierten Betriebssystemen, wie z.B. DOS, sehr grafisch ausgerichtet. Man kann sozusagen durch das Fenster in den Computer hineinschauen und mit dem Zeigegerät, der Maus, auf Symbole (Icons) klicken und damit Befehle ausführen. Das ermöglicht eine intuitive Bedienung des Computers, im Unterschied zu den zeichenorientierten Betriebssystemen, bei denen man genaue Befehle auswendig lernen musste. Man spricht auch von WYSIWYG (What You See Is What You Get). Ein Beispiel: Wenn man etwas ausdrucken möchte, dann betätigt man ein grafisches Symbol in seinem Windows-Programm, welches eine vereinfachte Abbildung eines Druckers zeigt. Durch aktivieren dieses Drucker-Symbols kann man drucken. Sehende Menschen können also den Computer bedienen, wenn sie die Bedeutung der Symbole verstehen und diese durch Klicken mit der Maus ausführen. Unter jedem Symbol (Icon) findet man zusätzlich die jeweilige Bezeichnung (also z.B. Drucker oder Papierkorb).

Desktop-Bereiche

Auf den Desktop gelangt man mit der Tastenkombination WINDOWS+M (M=minimieren) oder WINDOWS+D. Der Desktop besteht aus 5 Bereichen:

  • Desktop Listenansicht
  • Start Schalter
  • Taskleiste
  • Infobereich
  • Desktop anzeigen

Zwischen den 5 Bereichen wechselt man mit TAB kreisförmig durch (bzw. mit UMSCHALT+TAB in umgekehrter Reihenfolge). Innerhalb eines Bereiches verwendet man die PFEILTasten, um zu navigieren.

Desktop Listensansicht

Auf "Desktop Listenansicht" findet der Benutzer üblicherweise eine Reihe von Elementen, die immer aus einem Symbol und einem Namen bestehen. Diese sind u.a.:

  • COMPUTER
  • Eigene Dateien
  • Papierkorb
  • Netzwerkumgebung.

Die Elemente wählt man mit den PFEILtasten aus und aktiviert sie mit der EINGABETaste. ACHTUNG: Dabei ist zu beachten, dass man sich mit AUF/AB nach oben bzw. nach unten bewegt und mit LINKS/RECHTS nach links bzw. rechts. Da die Symbole häufig in mehreren Spalten angeordnet sind, findet man nicht alle Symbole, wenn man sich nur mit Hilfe von einer PFEIL-Taste in eine Richtung bewegt. Sicherer erkundet der blinde Benutzer die Inhalte des Desktops über den Ordner Desktop im Ordnerfenster von COMPUTER oder WINDOWS-EXPLORER in der ANSICHT/LISTE oder ANSICHT/DETAILS, denn hier gibt es nur eine Spalte, die man nur nach oben bzw. unten erkunden kann. Mit TAB kommt man zum nächsten Bereich des Desktops, dem

Start Schalter

Hier kann man mit EINGABE das Startmenü öffnen. Weiteres siehe dort. Mit ESCAPE schließt man das Startmenü und gelangt mit TAB zum nächsten Bereich des Desktops, der

Taskleiste

In der Taskleiste befinden sich alle derzeit aktiven Anwendungen (gestartete Programme). Mit den Pfeiltasten LINKS und RECHTS wählt man die Elemente der Taskleiste (aktive Anwendungen) aus und aktiviert sie durch EINGABE. Alternativ zur Taskleiste kann man mit dem Befehl ALT+TAB ein Dialogfeld öffnen, welches alle aktiven Anwendungen zeigt. Man navigiert durch das Dialogfeld bei gedrücktem ALT mit TAB. Mit TAB gelangt man weiter in den

Infobereich

Im Infobereich findet man in der Standardinstallation von Windows folgende Elemente:

  • Lautstärke
  • Windows-Sicherheitswarnungen
  • Netzwerkverbindungen

<screenreader><jaws>Alternativ gelangt man in den Inforbereich mit Jaws durch JAWS+F11. Mit JAWS TASTE+F12 wird die Uhrzeit angesagt, und JAWS TASTE+F12 zweimal schnell hintereinander sagt das Datum an.</jaws></screenreader>

Desktop anzeigen

Diesen Schalter bedient ein sehender Nutzer gerne, um ale Fenster aufeinmal zu schließen, um auf dem Desktop zu arbeiten.

Schreibtisch/Desktop-Symbole auswählen und verschieben

Desktop-Elemente Auswählen

Durch WINDOWS+M (WINDOWS/D) gelangt man auf Desktop-Listenansicht. Hier wählt man die Elemente entweder mit den PFEIL-TASTEN aus oder verwendet den Anfangsbuchstaben der Elemente. Wenn mehrere Elemente mit dem gleichen Buchstaben beginnen, dann wechselt man durch wiederholtes Drücken des Anfangsbuchstabens zwischen den Elementen durch.

Desktop-Elemente Verschieben

Elemente des Desktops können auch an andere Orte verschoben werden. Dazu öffnet man den Windows-Explorer, wählt Desktop aus (befindet sich in der Hierarchieebene ganz oben) und verwendet die üblichen Techniken für das Verschieben von Dateien (siehe Dateien Verwalten). Das räumliche Verschieben von Elementen auf dem Desktop kann für Sehende eine Möglichkeit der Strukturierung sein, ist aber für Blinde wenig sinnvoll und wird hier nicht weiter behandelt.

Assistenten

Assistenten dienen zur Unterstützung von Computer- und Softwareeinstellungen oder zur Installation von Programmen. Bei Assistenten handelt es sich um eine Reihe von Dialogfenstern. Diese führen Schritt für Schritt durch die notwendigen Einstellungen. Jeder Schritt enthält ausführliche Erklärungen. Manche Dialogfenster sind für Jaws-Nutzer nicht immer lesbar. Hier empfiehlt es sich den WEITER-Schalter zu drücken. Werden Auswahlfenster angeboten, können diese mit den PFEILTasten ausgewählt und bei Bedarf mit der LEER-Taste ausgewählt werden. Die Sprachausgabe von Jaws ist bei Assistenten mitzubenutzen, da die Braillezeile gewöhnlich nicht alle notwendigen Informationen bereitstellt. Ist man sich nicht sicher, welche Option auszuwählen ist, behält man am besten die Voreinstellung bei. Diese ist in der Regel die Standardeinstellung oder die am häufigsten benötigte Einstellung. Mit TAB kann man sich zur Kontrolle noch durch das ganze Dialogfenster navigieren. ZURÜCK bietet an, den letzten Schritt rückgängig zu machen. Mit WEITER kommt man zum nächsten Schritt. Das Ende des Assistenten wird durch den Schalter FERTIG STELLEN angezeigt. Erst jetzt übernimmt der Computer, bzw. die Software die zuvor getätigten Einstellungen. Mit ABRECHEN lassen sich alle Einstellungen des Assistenten verwerfen. Der Arbeitsvorgang wird abgebrochen.