Windows: Die Arbeitsumgebung des Computers

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Arbeitsumgebung des Computers

Was ist ein Betriebssystem?

Spricht man von einem Betriebssystem, meint man genau genommen eine Betriebssystemsoftware. Diese Software hat die Aufgabe, die Hardware des Computers zu verwalten. Die Begriffe Hardware und Software begegnen uns beim Thema Computer immer wieder. Als Hardware bezeichnet man alle Dinge an einem Computer, die man anfassen kann, z.B. das Gehäuse, den Bildschirm, die Tastatur oder ein CD-Laufwerk. Software hingegen meint die Programme, welche die Hardware nutzt, um dem Benutzer verschiedene Funktionen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören zum Beispiel die Funktionen "einen Text schreiben", "Musik abspielen" oder "die Uhrzeit auf dem Bildschirm anzeigen". Übertragen wir diese Unterscheidung auf den Menschen, so wäre unser Körper (Arme, Beine, Herz, Nieren etc.) die Hardware. Die Software (Programme) eines Menschen sind seine Fähigkeiten, die ihn den Körper nutzen lassen. Dazu gehört zum Beispiel die Fähigkeit, das Gleichgewicht beim Laufen zu halten oder Gedanken in Worte zu fassen und dann den Mund und die Sprachorgane so zu bewegen, dass hörbare Sprache entsteht. Ein Betriebssystem ... ... ist die Zentraleinheit, welche die Zusammenarbeit der Hardware (Hauptprozessor, CD-Laufwerk, Soundkarte etc.) und ihrer Peripheriegeräte (Drucker, Webcam etc.) steuert. ... sorgt dafür, dass verschiedene Anwendungsprogramme (z.B. eine Textverarbeitung oder ein Audioschnittprogramm) ohne gegenseitige Störung ausgeführt werden können. ... bietet Funktionen für die sichere Verwaltung und Sicherung von Dateien. ... ermöglicht dem Benutzer eine einfache, funktionelle und effiziente Bedienung. Betriebssysteme werden ständig weiterentwickelt, um die Betriebssicherheit zu verbessern und, um neue technische Möglichkeiten (schnellere Prozessoren, bessere Grafikkarten etc.) unterstützen zu können. Es gibt verschiedene Betriebssysteme. Die wichtigsten Betriebssysteme sind DOS, Linux, Unix, Mac OS und Windows Jedes der oben genannten Betriebssysteme bezeichnet nicht ein einzelnes Betriebssystem, sondern fasst vielmehr eine Reihe von verschiedenen Betriebssystemversionen in Familien zusammen. Diese Familien unterscheiden sich in ihrer Bedienungsphilosophie oder in anderen technischen Merkmalen voneinander. Sie haben sich historisch gesehen immer weiterentwickelt. Mit Windows 3.11 erhielt die grafikorientierte Benutzeroberfläche Einzug in die PC-Welt. Damals war Windows lediglich eine Erweiterung des rein textorientierten Betriebssystems DOS, das bis dahin meist zum Einsatz gekommen war. Darauf folgten Windows 95, Windows 98 und Windows ME für Privatanwender. Parallel zu dieser Reihe wurde ebenfalls in verschiedenen Versionen Windows NT für Unternehmen entwickelt, welches als erstes eigenständiges Windows-Betriebssystem unabhängig von DOS war. Aus Windows NT entstanden schließlich Windows 2000, dann Windows XP und schließlich Windows 7. In der Windowsfamilie sind heute größtenteils Windows XP und Windows 7 in den Firmen im Einsatz. Unter Privatleuten hat Windows 7 derzeit (noch) die größte Verbreitung.

Merkmale von Windows 7

Am augenscheinlichsten ist das Betriebssystem beim Starten und Beenden des Computers. Die Zeit bis man mit dem Arbeiten anfangen kann, wird zum Laden von Treibern und Diensten genutzt. Ein Treiber ist ein Programm, welches die im Computer verbaute Hardware für das Betriebssystem nutzbar macht. Ein Dienst ist ein Programm, welches im Hintergrund wirkt und dort Funktionen zur Verfügung stellt, sozusagen der Hauself eines Computers. Ein Dienst ist ein wenig wie die Ozonschicht, man vermisst ihn erst, wenn er nicht mehr da ist. Nach dem Startvorgang stehen alle Peripheriegeräte (Tastatur, Bildschirm, CD Laufwerk, etc.) zur Verfügung. Bei der Arbeit ist das Betriebssystem eher im Hintergrund aktiv: Das Betriebssystem ... ... stellt Rechenleistung und Arbeitsspeicher zur Verfügung. ... regelt die Darstellung auf dem Monitor. ... steuert den Zugriff auf Datenträger, wie z.B. die Festplatte.

Grafische Benutzeroberfläche

Windows Betriebssysteme haben eine grafische Benutzeroberfläche. Auf dieser befinden sich leicht zu deutende Symbole, über die Funktionen mit Hilfe der Maus aufgerufen werden können. Der grafisch orientierte Aufbau hat den Vorteil, dass man keine Steuerbefehle in einer vorgeschriebenen Reihenfolge ausführen muss. Für den blinden Nutzer ist dies bisweilen ein Nachteil, denn die zur Steuerung und Bedienung notwendigen Strukturen sind nicht immer gleich ersichtlich. Ein Beispiel: Bei einem grafikorientierten Betriebssystem kann man zum Löschen einer Datei die Datei mit der Maus greifen und auf das Papierkorbsymbol ziehen. Dies entspricht der Erfahrung aus dem wirklichen Leben, in welchem man ein Papier mit der Hand greift und in den Mülleimer wirft. Ein blinder Benutzer braucht hier aber eine andere Strategie, da er die Maus nicht gezielt einsetzen kann. Bei einem textorientierten Betriebssystem wird eine Datei durch Eingabe des Befehls "DEL" für LÖSCHEN, gefolgt vom Namen der zu löschenden Datei gelöscht. Zum Beispiel DEL Textdatei.txt mit abschließendem Drücken der Taste EINGABE. Im echten Leben findet diese Vorgehensweise keine Entsprechung. Dinge verschwinden nicht einfach, weil man es ihnen sagt (es sei denn man lebt in Hogwarts). Die Wahrscheinlichkeit, bei der Eingabe einen Tippfehler zu machen, ist zudem groß. Auf der anderen Seite kann ein blinder Benutzer in diesem Fall die gleiche Strategie anwenden wie ein sehender.

Fenstertechnik

Der Fenstertechnik verdankt Windows seinen Namen (Window = engl. Fenster). Unter Fenstern kann man sich durch Rahmen begrenzte Flächen vorstellen, die auf dem Bildschirm platziert sind, ähnlich wie Blätter, die auf einem Schreibtisch liegen. Jedes Anwendungsprogramm läuft in mindestens einem eigenen Fenster. Innerhalb dieser können sich Texte, Bilder, Symbole oder andere Programmelemente befinden. Es können gleichzeitig auch mehrere Fenster sichtbar, der (Windows Kenner sagt auch geöffnet) sein. Je nach Anordnung liegen diese nebeneinander oder können sich auch gegenseitig verdecken. Ihre genaue Position und Größe kann der Benutzer in den meisten Fällen beliebig anpassen und verändern.

Betriebssicherheit und Multitasking

Windows verfügt über die Fähigkeit mehrere Programme scheinbar gleichzeitig ablaufen zu lassen. Man kann an einem Text schreiben, gleichzeitig E-Mails empfangen, drucken und Musik hören. Dies nennt man Multitasking (von multi = viel und task = engl. Aufgabe). Nicht alle Programme laufen fehlerfrei. Bisweilen beendet sich ein Programm unvorhergesehen oder weigert sich weiterzuarbeiten. Man sagt es "stürzt ab". In diesem Fall ist die Betriebssicherung eine Aufgabe des Betriebssystems. Das "abgestürzte" Programm muss so geschlossen werden können, dass es die anderen laufenden Programme nicht beeinträchtigt.

Hardwareanforderungen

Bei der Wahl eines Betriebssystems muss die Hardware berücksichtigt werden, auf welcher das Betriebssystem eingesetzt werden soll. Mit jeder neuen Version eines Betriebssystems steigen auch dessen Anforderungen bezüglich der notwendigen Hardware. Hardware funktioniert zudem nur dann, wenn der Hersteller Treiber zur Verfügung stellt, die der Betriebssystemversion angepasst sind. Da Windows 7 eine sehr große Verbreitung hat, ist auch die Auswahl der durch Treiber unterstützten Hardwareteile sehr groß, derzeit stellt es noch den Standard dar. Bei der Auswahl von Betriebssystemen oder Hardware muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass diese zusammenpassen. Ob eine Hardware mit einem Betriebssystem zusammenarbeitet, kann man meist auf der Verpackung nachlesen.

Sicherheit

Sicherheit ist eine wichtige Aufgabe eines Betriebssystems. Der Computer muss davor geschützt werden von Personen ohne Zugriffsberechtigung benutzt oder missbraucht zu werden, und darf auf ihm gespeicherte Daten nur autorisierten Personen zugänglich machen. Windows 7 bietet die folgenden Sicherheitsfunktionen: Beschränkter und kontrollierter Zugriff auf Dateien und Programme: Der Zugriff auf Dateien, Ordner oder Programme kann auf einzelne Benutzer oder Gruppen beschränkt werden. Nur berechtigte Benutzer können so bestimmte Programme ausführen, Dateien oder Ordner verändern oder lesen. Benutzerkonten können durch Kennwörter geschützt werden. Geschützte Bereiche können "verschlüsselt" werden. Ohne Kennwort sind sie somit nicht für Fremde einsehbar. Alle ablaufenden Prozesse und Zugriffe werden protokolliert. Dadurch können unerlaubte Zugriffe erkannt und unterbunden werden.