Windows: Editor

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Editor

Einfache Dokumente mit dem Editor erstellen

Was ist der Editor?

Der Editor ist ein Programm zur Eingabe von reinem Text. Formatierungen wie Fett- und Kursivdruck oder das Einfügen von Tabellen und Bildern beherrscht der Editor nicht. Das Fehlen erweiterter Möglichkeiten zur Textgestaltung macht ihn aber zu einem schlanken und besonders leicht zu bedienenden Programm. Sein Aufgabenbereich ist eher das Erstellen kurzer Notizen, welche gemäß des ANSI-Standards in reinen Textdateien mit der Dateinamenerweiterung .txt gespeichert werden. Der Editor ist seit vielen Jahren weitgehend unverändert geblieben und gehört zum Lieferumfang jeder Windows Version für PCs. Gerade seine Einfachheit macht ihn zum idealen Programm, um die grundlegenden Techniken zum Bearbeiten von Texten am Computer zu erlernen.

Starten des Editors

Um den Editor zu starten, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Möglichkeit 1: Starten über das Startmenü. Der Editor befindet sich bei einer Standardinstallation von Windows unter STARTMENÜ - ALLE PROGRAMME - ZUBEHÖR - EDITOR.
  • Möglichkeit 2: Starten über das Anlegen eines neuen Dokumentes im Computer oder Windows-Explorer. Man startet den Computer oder den Windows-Explorer und navigiert zum Ordner, in dem man einen Text mit dem Editor erstellen möchte. Man öffnet das Menü DATEI und wählt dort NEU (ALT+D,N). Im sich öffnenden Untermenü navigiert man mit AB oder AUF bis zum Eintrag TEXTDOKUMENT. Der Cursor springt zur Listenansicht in ein Eingabefeld. Die Sprachausgabe sagt "Eingabefeld" an und der für ein neues Dokument voreingestellte Name "Neu Textdokument.txt" erscheint markiert auf der Braillezeile. Man kann einen beliebigen neuen Dateinamen direkt über den voreingestellten schreiben. Durch das Drücken einer PFEILTaste kann die Markierung auch aufgehoben und der voreingestellte Dateiname beliebig angepasst werden. Wichtig: Es darf nicht vergessen werden, die Dateinamenerweiterung .txt für Dateien des Editors am Ende des Dateinamens ebenfalls einzugeben, ansonsten weiß der Computer später nicht, mit welchem Programm er die Datei bearbeiten kann. Das Drücken von EINGABE schließt den Vorgang ab; die neue Datei, welche den neuen Text enthalten soll, ist angelegt. Um den Editor zu starten, drückt man auf der soeben neu erstellten Datei EINGABE.
  • Möglichkeit 3: Wenn auf dem Computer bereits Dateien mit der Endung .txt existieren, so kann man diese mit dem Editor bearbeiten, indem man mit dem Computer oder mit dem Windows-Explorer auf sie navigiert und dann EINGABE drückt.
  • Möglichkeit 4: Die schnellste und sicherste Art, den Editor zu starten, ist über das AUSFÜHREN-Eingabefeld im START-Menü (WINDOWS-Taste, Cursor steht automatisch im Suchfeld). Dort gibt man ein: Editor.

Schon startet das Programm. Diese Technik funktioniert mit vielen Programmen und ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man nicht genau weiß, wo das Programm im Startmenü liegt (z.B. auf fremden Computern), dafür aber weiß, wie das Programm in Windows genau heißt. Siehe auch Programme starten und beenden

Aufbau des Editors

Der Aufbau des Editors ist sehr einfach. Er besteht aus einer Menüleiste am oberen Fensterrand mit den Einträgen DATEI, BEARBEITEN, FORMAT und ANSICHT, sowie aus einem Eingabefeld über die größte Fläche des Fensters. Bei Bedarf lässt sich im Menü ANSICHT unter dem einzigen Eintrag STATUSLEISTE (ALT+A,L) noch eine Statusleiste am unteren Bildschirmrand einblenden, welche über die Position des Cursors (Spalte und Zeile) im Text Auskunft gibt.

Zeilenumbruch einschalten

In der Voreinstellung kennt der Editor keinen Zeilenumbruch. Solange der Benutzer nicht manuell einen Zeilenumbruch einfügt (z.B. durch Drücken von EINGABE), schreibt er annähernd unendlich in der gleichen Zeile weiter. Diese Voreinstellung ist für das Schreiben von Texten sehr ungünstig, da sie die Navigation innerhalb eines Textes sehr erschwert und sollte daher verändert werden. Um den Zeilenumbruch einzuschalten, muss man ihn über das Menü FORMAT - ZEILENUMBRUCH (ALT+O,Z) aktivieren.

Texteingabe und -korrektur

Texteingabe

Sofort nach dem Start des Editors kann über die Schwarzschrifttastatur oder über eine Brailleeingabetastatur Text eingegeben werden. Mit jedem getippten Buchstaben wandert der Cursor im Text eine Stelle weiter nach rechts und erscheint auf der Braillezeile. Mit EINGABE wird ein Zeilenumbruch eingefügt. Dies bedeutet, dass der Cursor in die nächste Zeile wechselt und der Text vom linken Rand ab fortgesetzt wird. Wie viele Zeichen Text in eine Zeile passen, hängt von der Einstellung des Editors ab. Ist der automatische Zeilenumbruch nicht aktiv, schreibt man immer in der gleichen Zeile weiter. Sobald nicht mehr alle Zeichen in das Fenster passen, blendet das Fenster eine horizontale Bildlaufleiste ein und die Textdarstellung wird verschoben. Ist der automatische Zeilenumbruch eingeschaltet, hängt es von der Fensterbreite ab, wann der Text in die neue Zeile umbricht. Sobald nicht mehr alle Zeichen in eine Zeile passen, da der rechte Fensterrand erreicht ist, bricht der Text automatisch in die neue Zeile um. Wird das Fenster vergrößert und kann dadurch auch mehr Text in eine Zeile geschrieben werden, passt sich der Umbruch den neuen Platzbedingungen an.

Korrektur

Will man getippte Wörter oder Buchstaben löschen, muss man wissen, wo sich der Cursor gerade befindet. Die Position des Cursors (= Einfügemarke) ist am Punkt 7 und 8 zu erkennen.

Um das Zeichen links vom Cursor zu löschen, wird die KORREKTUR Taste (auch RÜCKwärts Taste genannt) benutzt. Sie befindet sich auf der Tastatur meistens in der rechten, oberen Ecke über der EINGABE Taste. Durch mehrmaliges betätigen von RÜCK lassen sich nach Bedarf die Zeichen links vom Cursor löschen.

Mit der ENTF (Entfernen) Taste lassen sich Zeichen rechts vom Cursor löschen.

Bewegen in Texten

Um den Cursor an die gewünschte Stelle zu setzen, benutzt man entweder die PFEILTasten oder betätigt die Cursorrouting Taste der Braillezeile an der gewünschten Stelle im Text.

Mit Hilfe der Tastenkombination STRG+END kann man gezielt ans Textende springen. Mit Hilfe von STRG+POS1 gelangt man an den Textanfang.

Dokument speichern

Speichern

Zum Speichern des Textes öffnet man mit ALT+D das Menü "Datei" und wählt anschließend mit den PFEILTasten den Menüpunkt Speichern aus. Mit der Taste EINGABE wird dieser aktiviert.

Alternativ kann man auch mit ALT+D,S oder mit STRG+S "speichern".

Wurde das Dokument noch nicht gespeichert, muss ein Name, unter dem das Dokument gespeichert werden soll, vergeben werden. Das Dialogfeld "Speichern unter" öffnet sich in diesem Fall automatisch. Der Cursor steht dann im kombinierten Eingabefeld "Dateiname", so dass man den Dokumentennamen dort gleich eintippen kann. Der Dateiname müsste dann etwa so aussehen: Übungstext. Standardmäßig speichert der Editor seine Dokumente unter "Eigene Dateien".

Speichern unter

Will man in einen anderen Ordner wechseln, muss man im Dialogfeld mit UMSCHALT+TAB in die Listenansicht der Ordner und Dokumente wechseln. Mit den PFEILTasten kann man den gewünschten Ordner auswählen. Durch Betätigen der Taste EINGABE gelangt man in den ausgewählten Ordner. Im neu gewählten Ordner gelangt man durch TAB in das kombinierte Eingabefeld "Dateiname". Dort wird der Dateiname eingetragen und anschließend mit der EINGABE Taste die Speicherung ausgelöst.

Mit der RÜCK Taste gelangt man in den übergeordneten Ordner.

Um das Dokument unter einem anderen Namen abzuspeichern, wählt man im Menü "Datei" den Menüpunkt "Speichern unter". Das Dialogfenster, das sich öffnet, ist dem oben Beschriebenen identisch.

Alternative Möglichkeit für "Speichern unter": ALT+D,U

Dokument drucken

Der Druckdialog lässt sich mit DATEI / DRUCKEN (ALT+D,D) oder mit STRG+P aufrufen. Da der Ausdruck in der Regel auf den Standard-Schwarzschriftdrucker erfolgt, lässt sich die Schaltfläche DRUCKEN direkt durch Betätigen der EINGABE-Taste auslösen. Auf dem Ausdruck wird automatisch am oberen Rand der Dateiname und am unteren Rand die Seitenzahl mitgedruckt. Der obere Rand wird auch als Kopfzeile und der untere Rand als Fußzeile bezeichnet.

Um Druckereinstellungen wie z.B. andere Drucker oder die Anzahl der Exemplare einzustellen, muss der Druckdialog genauer betrachtet werden. Nach dem Aufrufen DATEI / DRUCKEN (ALT+D,D) lässt sich mit den Pfeiltasten RECHTS - LINKS zwischen den installierten Druckern wechseln. Mit der EINGABE-Taste lässt sich der Druckvorgang auf dem neu gewählten Drucker starten.

Wird ein Brailledrucker ausgewählt, muss zuvor die Seite entsprechend der Papiergröße, der Anzahl der Zeichen pro Zeile und Seite eingerichtet werden.

Soll das Dokument zwei- oder mehrfach ausgedruckt werden, gelangt man mit der TAB Taste (5 mal drücken) in das entsprechende Formularfeld. In das Formularfeld "Anzahl der Exemplare" wird die gewünschte Anzahl der Ausdrucke eingetragen. Der Druckvorgang wird durch EINGABE gestartet.

Alternativ gelangt man zum Formularfeld "Anzahl der Exemplare" mit ALT+Z.
Seite für den Brailledruck einrichten

Für Brailledrucker lässt sich der Editor nur bedingt einrichten. Unter DATEI / SEITE EINRICHTEN (ALT+D,R) lässt sich zwar zwischen verschiedenen Papiergrößen auswählen, da aber die meisten Brailledrucker ein anderes Druckkonzept als das von Windows verfolgen, wird das gewünschte Format in der Regel nicht dabei sein.

Erfolgversprechender ist es, im Dialogfeld "Seite einrichten" den linken Rand (3 mal TAB) so zu vergrößern, dass nur noch die Anzahl der druckbaren Zeichen in eine Zeile passen. Um dies einstellen zu können, muss mit Hilfe eines Probedrucks die Zeichenzahl pro Zeile ermittelt werden. Anschließend wird der linke Rand so lange verändert bis im Dokument die Zeichen genau den druckbaren Zeichen entsprechen. Da sich die Seitenlänge nicht einstellen lässt, empfiehlt es sich, die Kopfzeile und Fußzeile zu löschen. Im Dialogfeld "Seite einrichten" werden mit TAB die Formularfelder Fuß- und Kopfzeile ausgewählt, um dort die Einträge zu löschen.

Dokument schließen

Mit ALT+D,B wird der Editor beendet. Alternativ lässt sich der Editor auch mit ALT+F4 schließen. Sollte die letzte Version der Datei noch nicht gespeichert sein, kann diese durch das sich öffnende Dialogfenster nachgeholt werden.