Windows 7

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Voreinstellungen für blinde Anwender

Eine Neuinstallation von Windows 7 ist in ihrer Grundeinstellung für blinde und sehbehinderte Menschen nur unzureichend zugänglich. Viele der Standardeinstellungen erschweren den produktiven und zeiteffizienten Einsatz. Dieses Lehrbuch setzt daher die hier vorgestellten Einstellungen voraus.

Visuelle Effekte

Microsoft hat bei Windows 7 viel Aufwand betrieben, um die Bedienungsoberfläche visuell ansprechend zu gestalten. Wichtig ist dabei zu wissen, dass jedes grafische Extra die Ressourcen des Computers belastet. Sehbehinderte und blinde Anwender profitieren nicht von den grafischen Effekten. Sie sollten aufgrund dessen am Besten soweit wie möglich ausgeschaltet werden. Dadurch wird die Gestaltung der Fenster auf die aus Windows 9x und 2000 bekannte Darstellung zurückgesetzt.

Vorgehen:

Sie öffnen die SYSTEMEIGENSCHAFTEN durch Drücken der Tastenkombination WINDOWS+PAUSE und wählen unter dem Karteireiter ERWEITERT unter LEISTUNG den Schalter EINSTELLUNGEN. In dem sich öffnenden Fenster LEISTUNGSOPTIONEN wählen Sie den Punkt FÜR OPTIMALE LEISTUNG ANPASSEN und bestätigen danach die Änderung durch das Drücken des OK oder ÜBERNEHMEN Schalters.

Startmenü

Das Startmenü von Windows 7 ist für blinde Anwender umständlicher zu bedienen als das von Windows 9x und Windows 2000 bekannte klassische Startmenü. Das liegt zum einen daran, dass sich seine Inhalte in Abhängigkeit der zuletzt aufgerufenen Programme permanent verändern können, zum anderen daran, dass es nicht einfach zu durchschauen ist, wann man zum Aktivieren einer Funktion rechts/links und wann hoch/runter navigieren muss. Zudem werden manche Inhalte nicht sofort angezeigt, sondern nur mit Verzögerung. Diese Verzögerung soll die Übersichtlichkeit der Menüs für sehende Menschen erhöhen, kann aber auch sehr verwirren, da man gesuchte Einträge nicht sofort wiederfindet. Aus diesem Grund sollten Sie dem klassischen Startmenü den Vorzug geben und immer alle Menüelemente einblenden. Generell ist es empfehlenswert das Eingabefeld vom Startmenü zu nutzen, in das man das gewünschte Programm eingibt und mit ENTER bestätigt.

Vorgehen:

Sie öffnen die SYSTEMSTEUERUNG und wählen den Punkt TASKLEISTE UND STARTMENÜ. Unter dem Karteireiter TASKLEISTE deaktivieren Sie unter TASKLEISTENDARSTELLUNG die Punkte TASKLEISTE FIXIEREN und TASKLEISTE AUTOMATISCH AUSBLENDEN sowie (auf Wunsch) KLEINE SYMBOLE VERWENDEN. Als Postion der Taskleiste wählen sie UNTEN und unter Schaltflächen der Taskleiste IMMER GRUPPIEREN, BESCHRIFTUNGEN AUSBLENDEN. Unter INFOBEREICH und dem Schalter ANPASSEN können individuell Symbole und Benachrichtigungen gewählt werden, die auf der Taskleiste angezeigt werden. Als Nächstes gehen Sie auf den Karteireiter STARTMENÜ. Sie deaktivieren folgende Kontrollfelder: ZULETZT GEÖFFNETE PROGRAMME IM STARTMENÜ SPEICHERN UND ANZEIGEN und ZULETZT GEÖFFNETE ELEMENTE IM STARTMENÜ UND IN DER TASKLEISTE SPEICHERN UND ANZEIGEN.

Deaktivieren der Schnellstart-Leiste

Die Schnellstartlesite befindet sich direkt rechts neben dem Start Schalter am unteren Bildschirmrand. Sie ermöglicht es Mausbenutzern Verknüpfungen zu häufig verwendeten Programmen, Ordnern oder Dateien als kleine Symbole in der Taskleiste abzulegen. Die in der Taskleiste abgelegten Verknüpfungen sind immer auf dem Bildschirm sichtbar und können daher besonders schnell vom Benutzer aufgerufen werden. Leider erkennt Jaws diese Windows-Komponente nicht. Wird die Schnellstartleiste angesprungen, sagt JAWS nur "Werkzeugleiste" an. Die Schnellstartleiste sollte daher deaktiviert werden.

Vorgehen:

Mit WINDOWS+D ruft man den Desktop auf. Mit TAB springen Sie so lange durch die einzelnen Elemente des Desktops bis JAWS "Werkzeugleiste" (oder auch SYMBOLLEISTE STATUSZEILE) ansagt. Drücken Sie die APPLIKATIONSTASTE (auch bekannt als "KONTEXTMENÜ-Taste") und wählen dann mit AB den Eintrag EIGENSCHAFTEN. In dem Reiter TASKLEISTE aktivieren Sie das Kontrollfeld TASKLEISTE AUTOMATISCH AUSBLENDEN. Drücken Sie EINGABE.

Windows-Explorer und Computer

Der Windows-Explorer und der Computer (ehemal. Arbeitsplatz) ist das wichtigste Werkzeug von Windows 7. In seiner Voreinstellung orientiert er sich stark an den von Microsoft als gut für Sehende angenommenen Standards. So werden Dateitypen nur über ihre ikonische Darstellung voneinander unterschieden und die Anordnung der Dateien erfolgt in einer blockartigen Liste, durch welche man nicht nur vertikal, sondern auch horizontal navigieren muss, was sie für blinde Anwender schwer erfahrbar macht. Besser geeignet ist eine Anzeige der Dateien mit ihren Dateiendungen in Listenform, durch welche man nur vertikal navigieren muss und welche gleich alle relevanten Informationen über eine Datei anzeigt. Außerdem ist es hilfreich, die Statusleiste und die Adressleiste einzublenden. Der Computer und der Explorer sind prinzipiell dasselbe, nur dass man verschiedene Startpunkt hat. Wenn man den Explorer startet, befindet man sich automatisch in der Bibliothek. Nun muss man einmal die RÜCK-Taste drücken, um den Computer starten zu können. Startet man hingegen den Computer befindet man sich automatisch bei der Auflistung der Laufwerke.

Vorgehen:

Sie öffnen den Computer (WINDOWS+E) und nehmen im Menü ANSICHT einige Einstellungen vor. Zuerst setzen Sie den Ansichtstyp auf DETAILS. Gehen Sie anschließend in das Untermenü von SYMBOLLEISTEN. Aktivieren Sie im Menü ANSICHT im Untermenü ANORDNEN NACH den NAME und deaktivieren IN GRUPPEN ANZEIGEN.

Ordneransicht einstellen

Wichtig sind hier die Dateinamenerweiterungen. Diese werden von Windows in der Voreinstellung nicht angezeigt. Während Sehende den Dateityp leicht über das für die Datei vergebene Symbol erkennen können, sollten Blinde die Anzeige der Dateinamenserweiterung einschalten. Einige Passagen des "ECDL-Wikis für Blinde" beziehen sich auf Ordner, die von Windows in der Standardeinstellung als "Versteckte Ordner" geführt werden. Das hat zur Folge, dass diese Ordner zunächst nicht sichtbar sind. Microsoft stellt das ein, damit in diesen Ordnern, die systemwichtige Dateien enthalten, nicht vorschnell etwas gelöscht werden kann. Trotzdem empfehlen wir, diese Ordner sichtbar zu machen. Der wichtigste Ordner hierzu ist C:\Dokumente und Einstellungen in dem sich beispielsweise der Ordner Startmenü des Benutzers befindet.

Vorgehen:

Diese Einstellungen kann man beispielsweise aus dem COMPUTER heraus vornehmen. Dort gehen Sie im Menü auf den Menüpunkt EXTRAS-ORDNEROPTIONEN. Man wechselt auf die Registerkarte ANSICHT und deaktiviert im Listenfeld ERWEITERTE EINSTELLUNGEN das Kontrollfeld ERWEITERUNGEN BEI BEKANNTEN TYPEN AUSBLENDEN und stellt den Optionsschalter zu VERSTECKTE DATEIEN UND ORDNER auf AUSGEBLENDETE DATEIEN, ORDNER UND LAUFWERKE ANZEIGEN (statt VERSTECKTE DATEIEN, ORDNER UND LAUFWERKE NICHT ANZEIGEN). Abschließend betätigt man den Schalter ÜBERNEHMEN, sonst beziehen sich die Einstellungen nur auf den gerade aktuellen Ordner. Auf der Registerkarte ALLGEMEIN ist es sinnvoll die Einstellung JEDEN ORDNER IM SELBEN FENSTER ÖFFNEN beizubehalten, da sonst jeder neu geöffnete Ordner ein neues Ordnerfenster öffnet und ganz schnell der Überblick verloren geht.

Fehlerberichterstattung

Die Fehlerberichterstattung soll Microsoft dabei helfen, die Ursachen für einen Programmabsturz zu analysieren und darauf aufbauend den Fehler in künftigen Windows-Revisionen zu beheben. Wird ein Programm durch einen Fehler unerwarteterweise beendet, so wird der Benutzer gefragt, ob er eine Meldung darüber über das Internet an Microsoft schicken möchte. Dieser Mechanismus, so gut er auch gemeint sein mag, kann aber, wenn er auf einem Computer mit häufigen Programmabstürzen eingeschaltet ist, auch sehr störend sein. Plötzlich öffnet sich ein Fenster, mit dem ein unbedarfter Windowsbenutzer nichts anzufangen weiß. Aus diesem Grunde sollte man diesen Dienst ausschalten.

Vorgehen:

Bei Windows 7 öffnen Sie über das Startmenü (WINDOWS-Taste) die "Systemsteuerung und wählen dann unter "Systemsteuerung" / "Wartungscenter" / "Wartungscentereinstellungen ändern" / "Einstellungen für Problemberichterstattung" NIE NACH LÖSUNGEN SUCHEN.

Arbeitsumgebung des Computers

Was ist ein Betriebssystem?

Spricht man von einem Betriebssystem, meint man genau genommen eine Betriebssystemsoftware. Diese Software hat die Aufgabe, die Hardware des Computers zu verwalten. Die Begriffe Hardware und Software begegnen uns beim Thema Computer immer wieder. Als Hardware bezeichnet man alle Dinge an einem Computer, die man anfassen kann, z.B. das Gehäuse, den Bildschirm, die Tastatur oder ein CD-Laufwerk. Software hingegen meint die Programme, welche die Hardware nutzt, um dem Benutzer verschiedene Funktionen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören zum Beispiel die Funktionen "einen Text schreiben", "Musik abspielen" oder "die Uhrzeit auf dem Bildschirm anzeigen". Übertragen wir diese Unterscheidung auf den Menschen, so wäre unser Körper (Arme, Beine, Herz, Nieren etc.) die Hardware. Die Software (Programme) eines Menschen sind seine Fähigkeiten, die ihn den Körper nutzen lassen. Dazu gehört zum Beispiel die Fähigkeit, das Gleichgewicht beim Laufen zu halten oder Gedanken in Worte zu fassen und dann den Mund und die Sprachorgane so zu bewegen, dass hörbare Sprache entsteht. Ein Betriebssystem ... ... ist die Zentraleinheit, welche die Zusammenarbeit der Hardware (Hauptprozessor, CD-Laufwerk, Soundkarte etc.) und ihrer Peripheriegeräte (Drucker, Webcam etc.) steuert. ... sorgt dafür, dass verschiedene Anwendungsprogramme (z.B. eine Textverarbeitung oder ein Audioschnittprogramm) ohne gegenseitige Störung ausgeführt werden können. ... bietet Funktionen für die sichere Verwaltung und Sicherung von Dateien. ... ermöglicht dem Benutzer eine einfache, funktionelle und effiziente Bedienung. Betriebssysteme werden ständig weiterentwickelt, um die Betriebssicherheit zu verbessern und, um neue technische Möglichkeiten (schnellere Prozessoren, bessere Grafikkarten etc.) unterstützen zu können. Es gibt verschiedene Betriebssysteme. Die wichtigsten Betriebssysteme sind DOS, Linux, Unix, Mac OS und Windows Jedes der oben genannten Betriebssysteme bezeichnet nicht ein einzelnes Betriebssystem, sondern fasst vielmehr eine Reihe von verschiedenen Betriebssystemversionen in Familien zusammen. Diese Familien unterscheiden sich in ihrer Bedienungsphilosophie oder in anderen technischen Merkmalen voneinander. Sie haben sich historisch gesehen immer weiterentwickelt. Mit Windows 3.11 erhielt die grafikorientierte Benutzeroberfläche Einzug in die PC-Welt. Damals war Windows lediglich eine Erweiterung des rein textorientierten Betriebssystems DOS, das bis dahin meist zum Einsatz gekommen war. Darauf folgten Windows 95, Windows 98 und Windows ME für Privatanwender. Parallel zu dieser Reihe wurde ebenfalls in verschiedenen Versionen Windows NT für Unternehmen entwickelt, welches als erstes eigenständiges Windows-Betriebssystem unabhängig von DOS war. Aus Windows NT entstanden schließlich Windows 2000, dann Windows XP und schließlich Windows 7. In der Windowsfamilie sind heute größtenteils Windows XP und Windows 7 in den Firmen im Einsatz. Unter Privatleuten hat Windows 7 derzeit (noch) die größte Verbreitung.

Merkmale von Windows 7

Am augenscheinlichsten ist das Betriebssystem beim Starten und Beenden des Computers. Die Zeit bis man mit dem Arbeiten anfangen kann, wird zum Laden von Treibern und Diensten genutzt. Ein Treiber ist ein Programm, welches die im Computer verbaute Hardware für das Betriebssystem nutzbar macht. Ein Dienst ist ein Programm, welches im Hintergrund wirkt und dort Funktionen zur Verfügung stellt, sozusagen der Hauself eines Computers. Ein Dienst ist ein wenig wie die Ozonschicht, man vermisst ihn erst, wenn er nicht mehr da ist. Nach dem Startvorgang stehen alle Peripheriegeräte (Tastatur, Bildschirm, CD Laufwerk, etc.) zur Verfügung. Bei der Arbeit ist das Betriebssystem eher im Hintergrund aktiv: Das Betriebssystem ... ... stellt Rechenleistung und Arbeitsspeicher zur Verfügung. ... regelt die Darstellung auf dem Monitor. ... steuert den Zugriff auf Datenträger, wie z.B. die Festplatte.

Grafische Benutzeroberfläche

Windows Betriebssysteme haben eine grafische Benutzeroberfläche. Auf dieser befinden sich leicht zu deutende Symbole, über die Funktionen mit Hilfe der Maus aufgerufen werden können. Der grafisch orientierte Aufbau hat den Vorteil, dass man keine Steuerbefehle in einer vorgeschriebenen Reihenfolge ausführen muss. Für den blinden Nutzer ist dies bisweilen ein Nachteil, denn die zur Steuerung und Bedienung notwendigen Strukturen sind nicht immer gleich ersichtlich. Ein Beispiel: Bei einem grafikorientierten Betriebssystem kann man zum Löschen einer Datei die Datei mit der Maus greifen und auf das Papierkorbsymbol ziehen. Dies entspricht der Erfahrung aus dem wirklichen Leben, in welchem man ein Papier mit der Hand greift und in den Mülleimer wirft. Ein blinder Benutzer braucht hier aber eine andere Strategie, da er die Maus nicht gezielt einsetzen kann. Bei einem textorientierten Betriebssystem wird eine Datei durch Eingabe des Befehls "DEL" für LÖSCHEN, gefolgt vom Namen der zu löschenden Datei gelöscht. Zum Beispiel DEL Textdatei.txt mit abschließendem Drücken der Taste EINGABE. Im echten Leben findet diese Vorgehensweise keine Entsprechung. Dinge verschwinden nicht einfach, weil man es ihnen sagt (es sei denn man lebt in Hogwarts). Die Wahrscheinlichkeit, bei der Eingabe einen Tippfehler zu machen, ist zudem groß. Auf der anderen Seite kann ein blinder Benutzer in diesem Fall die gleiche Strategie anwenden wie ein sehender.

Fenstertechnik

Der Fenstertechnik verdankt Windows seinen Namen (Window = engl. Fenster). Unter Fenstern kann man sich durch Rahmen begrenzte Flächen vorstellen, die auf dem Bildschirm platziert sind, ähnlich wie Blätter, die auf einem Schreibtisch liegen. Jedes Anwendungsprogramm läuft in mindestens einem eigenen Fenster. Innerhalb dieser können sich Texte, Bilder, Symbole oder andere Programmelemente befinden. Es können gleichzeitig auch mehrere Fenster sichtbar, der (Windows Kenner sagt auch geöffnet) sein. Je nach Anordnung liegen diese nebeneinander oder können sich auch gegenseitig verdecken. Ihre genaue Position und Größe kann der Benutzer in den meisten Fällen beliebig anpassen und verändern.

Betriebssicherheit und Multitasking

Windows verfügt über die Fähigkeit mehrere Programme scheinbar gleichzeitig ablaufen zu lassen. Man kann an einem Text schreiben, gleichzeitig E-Mails empfangen, drucken und Musik hören. Dies nennt man Multitasking (von multi = viel und task = engl. Aufgabe). Nicht alle Programme laufen fehlerfrei. Bisweilen beendet sich ein Programm unvorhergesehen oder weigert sich weiterzuarbeiten. Man sagt es "stürzt ab". In diesem Fall ist die Betriebssicherung eine Aufgabe des Betriebssystems. Das "abgestürzte" Programm muss so geschlossen werden können, dass es die anderen laufenden Programme nicht beeinträchtigt.

Hardwareanforderungen

Bei der Wahl eines Betriebssystems muss die Hardware berücksichtigt werden, auf welcher das Betriebssystem eingesetzt werden soll. Mit jeder neuen Version eines Betriebssystems steigen auch dessen Anforderungen bezüglich der notwendigen Hardware. Hardware funktioniert zudem nur dann, wenn der Hersteller Treiber zur Verfügung stellt, die der Betriebssystemversion angepasst sind. Da Windows 7 eine sehr große Verbreitung hat, ist auch die Auswahl der durch Treiber unterstützten Hardwareteile sehr groß, derzeit stellt es noch den Standard dar. Bei der Auswahl von Betriebssystemen oder Hardware muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass diese zusammenpassen. Ob eine Hardware mit einem Betriebssystem zusammenarbeitet, kann man meist auf der Verpackung nachlesen.

Sicherheit

Sicherheit ist eine wichtige Aufgabe eines Betriebssystems. Der Computer muss davor geschützt werden von Personen ohne Zugriffsberechtigung benutzt oder missbraucht zu werden, und darf auf ihm gespeicherte Daten nur autorisierten Personen zugänglich machen. Windows 7 bietet die folgenden Sicherheitsfunktionen: Beschränkter und kontrollierter Zugriff auf Dateien und Programme: Der Zugriff auf Dateien, Ordner oder Programme kann auf einzelne Benutzer oder Gruppen beschränkt werden. Nur berechtigte Benutzer können so bestimmte Programme ausführen, Dateien oder Ordner verändern oder lesen. Benutzerkonten können durch Kennwörter geschützt werden. Geschützte Bereiche können "verschlüsselt" werden. Ohne Kennwort sind sie somit nicht für Fremde einsehbar. Alle ablaufenden Prozesse und Zugriffe werden protokolliert. Dadurch können unerlaubte Zugriffe erkannt und unterbunden werden.

Bausteine von Windows

Fenster

Windows zeichnet sich dadurch aus, dass alle Informationen in Fenstern dargestellt werden. Unter Fenstern kann man sich durch Rahmen begrenzte Flächen vorstellen, die auf dem Bildschirm platziert sind, ähnlich wie Blätter, die auf einem Schreibtisch liegen. Dabei können mehrere Fenster gleichzeitig und in verschiedenen Größen auf dem Monitor dargestellt werden. Die Fenster können sich nebeneinander, übereinander und versetzt zueinander auf dem Bildschirm befinden. Zur Verdeutlichung eignet sich der Vergleich mit einem Kartenspiel. Fenster liegen entweder wie auf einem Kartenstapel übereinander, oder, ähnlich den Karten, die man fächerartig in der Hand hält, versetzt zueinander, oder nebeneinander wie bei auf dem Tisch aufgedeckten Karten. Windows kennt unterschiedliche Arten von Fenstern. Anwendungsfenster, Ordnerfenster und Dialogfenster. Jede Fensterart hat individuelle Eigenschaften, die im Folgenden beschrieben werden.

Anwendungsfenster

Jede Anwendung wird in einem eigenen (Anwendungs)Fenster dargestellt. Beispiele für Anwendungen sind z.B. Word, Powerpoint oder der Windows-Explorer. Der Inhalt eines Fensters variiert je nach Anwendung. Jedes Anwendungsfenster setzt sich aus unterschiedlichen Fensterelementen zusammen. Zu den wichtigsten gehören die Titelleiste, die Menüleiste, die Symbolleiste, die Statusleiste und die Bildlaufleiste.

Titelleiste

Die Titelleiste ist das oberste Element in einem Windows-Fenster. In der Titelleiste wird in der Regel der Programmname angezeigt und der Name der jeweils geöffneten Datei in diesem Programm. Bei Word und einer geöffneten Datei namens Test.docx beispielsweise steht in der Titelleiste: Test.docx - Microsoft Word

Vorgehen:

Die Sprachausgabe liest den Inhalt der Titelleiste vor, wenn eine Datei geöffnet wird oder der Benutzer zwischen verschiedenen Fenstern wechselt. Über die Tastaturkombination JAWS+T kann man die Titelleiste nochmals ansagen und auf der Braillezeile anzeigen lassen.

Menüleiste

In der Menüleiste befinden sich Menüeinträge, über welche man die Funktionen eines Programmes aufrufen kann. Da der Platz in der Menüleiste endlich ist, werden Funktionen häufig in Gruppen mit einem übergeordneten Begriff zusammengefasst. Menüs lassen sich sehr gut mit der Tastatur bedienen.

Vorgehen:

Mit ALT gelangt man in die Menüleiste. Mit den PFEIL-Tasten navigiert man durch die Menüeinträge und EINGABE aktiviert einen Menübefehl. Zusätzlich kann man auch über einen Auswahlbuchstaben Menüeinträge aktivieren. Im Folgenden werden die Auswahlbuchstaben immer in Klammern nach einem Menüeintrag angegeben. Also z.B. das Menü von Word: DATEI (D), BEARBEITEN (B), ANSICHT (A)... (für nähere Informationen siehe Windows: Anwendungsfenster bedienen).

Häufig verwendete Symbole in Menüs: Manche Menüeinträge enthalten zusätzliche Informationen: ... : Drei Punkte bedeuten, dass sich beim Aufruf ein Dialogfenster öffnet. Also z.B. bei Drucken... Dreieck : Dreieck bedeutet, dass der Menüeintrag Untermenüs enthält. Das Untermenü öffnet sich mit EINGABE oder RECHTS. Haken : Der Haken symbolisiert einen Schalter. Bei gesetztem Haken ist der Schalter aktiv. Mit der LEERTASTE setzt man einen Haken bzw. entfernt ihn wieder. Kästchen : Ein Kästchen kennzeichnet einen Optionenschalter. Bei Optionen ist immer nur eine Schalterposition und damit eine Auswahl möglich. (Aktivierung eines Optionsschalter mit der LEERTASTE: Es wird ein Haken gesetzt.) ausgegraut : Ausgegraut bedeutet, dass ein Menüpunkt gerade nicht aktiviert werden kann. Wenn man z.B. in Word noch nichts in die Zwischenablage gelegt hat, dann ist der Eintrag EINFÜGEN im Menü BEARBEITEN ausgegraut, weil die Zwischenablage noch nichts zum Einfügen enthält. Kopiert man mit STRG+C etwas zuvor Markiertes in die Zwischenablage, dann ist der Menüeintrag EINFÜGEN im Menü BEARBEITEN nicht mehr ausgegraut und kann aktiviert werden.Windows: Symbolleiste

Statusleiste

Die STATUSLEISTE ist im Anwendungsfenster ganz unten angesiedelt. Sie enthält, wie der Name schon sagt, Statusinformationen über das Programm. So ist z.B. im Windows-Explorer folgende Information über ein Word-Dokument in der STATUSLEISTE angegeben: Typ: Microsoft Word-Dokument Autor: Medienberatungszentrum Titel: Gutachten für Hans Maier Geändert am:09.05.2007 17:30 Größe: 20,5 KB

Vorgehen:

<Einstellung> Falls keine STATUSLEISTE vorhanden ist, muss sie über den Schalter STATUSLEISTE im Menü ANSICHT angeschaltet werden. </Einstellung> Zum Auslesen der STATUSLEISTE verwendet man <Screenreader><Jaws> den Befehl JAWS+BILD-AB </Jaws></Screenreader>

Bildlaufleiste

Die BILDLAUFLEISTE ist in der Regel nur für sehende Benutzer interessant. Wenn ein Dokument größer bzw. länger als der Desktop ist, dann blendet Windows in sein Fenster automatisch die BILDLAUFLEISTE ein. Die BILDLAUFLEISTE enthält einen Balken, der durch seine Länge anzeigt, wieviel des gesamten Dokuments aktuell am Bildschirm sichtbar ist und durch seine Position innerhalb der BILDLAUFLEISTE, wo sich der aktuell am Bildschirm sichtbare Ausschnitt im Gesamtdokument befindet. Also: Ist der Balken ganz lang, dann heißt das, dass das Dokument fast ganz auf dem Bildschirm angezeigt wird. Steht der Balken dann innerhalb der BILDLAUFLEISTE ganz oben, dann heißt das, dass der Beginn des Dokuments auf dem Bildschirm sichtbar ist.

Ordnerfenster

Zur übersichtlichen Darstellung von Dateien bzw. Ordnern auf einem Laufwerk werden Ordnerfenster verwendet. In diesen werden Ordner und Dateien als Symbole dargestellt. Ordnerfenster bieten verschiedene Möglichkeiten, ihren Inhalt zu sortieren und darzustellen. Vor allem und der Windows-Explorer setzen Ordnerfenster ein, um die Dateien eines Computers zu verwalten. Mehr dazu im Kapitel Ansichten von Dateien und Ordnern verändern. Ein Ordnerfenster kann weitere, verschiedene Elemente enthalten: Symbolleisten mit durch iconische Darstellungen symbolisierten Schaltern. Über diese können vor allem Mausbenutzer Funktionen bequem und schnell aufrufen. Eine häufig verwendete Symbolleiste namens NAVIGATIONSLEISTE enthält zum Beispiel Funktionen zur Dateiverwaltung und Navigation auf einem Laufwerk.

Adressleiste:

In ihr wird der aktuelle Pfad angezeigt.

Vorgehen:

In die Adresszeile gelangt man mit ALT+S. Aufgabenbereich: Im Aufgabenbereich befinden sich kurze Informationen zu dem zur Zeit markierten Objekt. Für blinde Nutzer ist dieser weniger nützlich. Er ist daher in unserer Voreinstellung abgeschaltet. Zwischen dem Aufgabenbereich und den anderen Elementen eines Ordnerfensters wechselt man mit F6, bzw. mit TAB.

Dialogfenster

Dialogfenster sind Fenster mit deren Hilfe Einstellungen vorgenommen werden können. Die Einstellungen dienen zur Softwareeinstellung oder zur Auswahl verschiedener Wahlmöglichkeiten. Kurz der Computer tritt über das Dialogfenster mit dem Nutzer in Kontakt, um Entscheidungen zur Steuerung herbeizuführen. Dialogfelder bestehen aus verschiedenen Elementen mit deren Hilfe verschiedene Aufgaben oder Befehle ausgeführt werden. Dazu gehören Schaltflächen, Eingabefelder, Listenfelder, Optionsfelder und Optionsfelder mit Auswahlschaltern. Vorgehen: Jedes dieser Elemente kann durch mehrmaliges Drücken von TAB im Dialogfenster angesprungen und mit den PFEIL-Tasten oder mit der LEER-Taste ausgewählt werden. Betätigt man TAB, so wechselt man von Element zu Element. Will man rückwärts durch die Elemente wechseln, so drückt man UMSCHALT+TAB. Alternativ können die Elemente eines Dialogfensters auch mit Shortcuts angesprungen werden. Diese Shortcuts sind in der Regel aus ALT+Aktivierungsbuchstabe zusammengesetzt. Die Sprachausgabe sagt die jeweiligen Shortcuts an, wenn man mit TAB das Dialogfenster erkundet (sofern diese Option in JAWS nicht deaktiviert ist). Grundsätzlich gilt, dass die Sprachausgabe beim Auslesen eines Dialogfeldes sehr nützlich ist und wichtige Elemente ansagt, die nicht über die Braillezeile erfahrbar sind.

Einseitiges Dialogfenster

Ein einfaches Dialogfenster besteht nur aus einer Seite. Man kann es sich wie eine Karteikarte vorstellen, welche auf dem Bildschirm angezeigt wird. Ein Dialogfeld fordert den Benutzer dazu auf, eine Aufgabe auszuwählen (z.B.speichern) oder eine Eingabe zu tätigen (z.B. ein Kennwort einzugeben).

Mehrseitiges Dialogfenster

Das mehrseitige Dialogfenster kann man mit einem Karteikasten vergleichen. In diesem Kasten stecken mehrere Karteikarten, die mit Karteikartenregistern versehen sind.

Vorgehen:

Zwischen den einzelnen Registerkarten kann man mit STRG+TAB vorwärts wechseln, bzw. in umgekehrte Richtung mit UMSCHALT+STRG+TAB. Ansonsten ist die Bedienung wie in einem einseitigen Dialogfenster. Die Sprachausgabe sagt beim Wechseln zwischen den Registerkarten die jeweilige Bezeichnung an. In manchen Dialogfenstern kommt es vor, dass die Sprachausgabe beim Wechseln der Registerkarte den Namen der Registerkarte nicht nennt. In diesem Fall empfiehlt es sich, mit UMSCHALT+TAB ganz nach oben auf den Titel der Registerkarte zu springen. Die Sprachausgabe sagt dann "... Registerkarte". Dort werden die Namen der Registerkarten sowohl von der Sprachausgabe als auch von der Braillezeile angesagt bzw. angezeigt.

Schaltfläche

Mit dem Aktivieren einer Schaltfläche bzw. eines Schalters führt man einen Befehl direkt aus. Fast in jedem Dialogfenster findet man die Schalter OK und ABBRECHEN, häufig auch zusätzlich den Schalter ÜBERNEHMEN. Aktiviert man diese Schalter, wird der Befehl direkt ausgeführt. Bei OK werden die Eingaben im Dialogfenster übernommen und das Dialogfenster wird geschlossen. Bei ABBRECHEN wird das Dialogfenster ebenfalls geschlossen, nur werden die vorher gemachte Eingaben verworfen. ÜBERNEHMEN setzt alle gewählten Eingaben, lässt das Dialogfeld aber geöffnet.

Eingabefeld

In ein Eingabefeld kann Text eingegeben werden. In der Regel steht vor dem Eingabefeld ein Begriff (mit abschließendem Doppelpunkt), der das Eingabefeld näher bezeichnet. Klassische Eingabefelder sind z.B. Eingabefelder zu näheren Angaben zur eigenen Person, also Vorname: Nachname: Straße: Stadt: usw.. Steht der Cursor in einem Eingabefeld, kann Text direkt über die Tastatur eingegeben werden. Listenfeld bzw. Ausklappliste In Listenfelder kann im Unterschied zu Eingabefeldern kein freier Text eingegeben werden. Man erhält über eine Liste eine Auswahl an Einträgen, die man mit AUF bzw. AB auswählt.

Vorgehen:

Auf der Braillezeile wird eine Ausklappliste mit [blu] angezeigt. Bei einer längeren Liste empfiehlt es sich alternativ zur Navigation mit AUF/AB den Anfangsbuchstaben des Eintrags zu verwenden. Beispiel: Bei der Installation von Programmen wird man häufig dazu aufgefordert eine Sprache zu wählen, mit der das Programm installiert werden soll. Dazu zeigen die meisten Programme eine Ausklappliste an, in welcher alle zur Auswahl stehenden Sprachen angezeigt werden. Möchte man möglichst schnell zum Eintrag "Deutsch" navigieren, so gibt man den Buchstaben D auf der Tastatur ein. Daraufhin wird der erste Eintrag der Ausklappliste, welcher mit D anfängt, angesprungen.

Kombiniertes Eingabefeld bzw. Drehfeld

Ein kombiniertes Eingabefeld ist eine Mischung aus Eingabefeld und Ausklappliste. Man erhält zum einen über AUF bzw. AB bestimmte Einträge zur Auswahl, kann allerdings auch alternativ einen freien Text eingeben.

Optionsfeld

Ein Optionsfeld ermöglicht die Auswahl von genau einer Einstellung aus mehreren Alternativen. Seine Auswahl trifft man mit den Tasten AUF bzw. AB. Dabei wird der Auswahlschalter auf den jeweiligen Eintrag gesetzt und dieser damit aktiviert.

Kontrollfeld

Ein Kontrollfeld ermöglicht das Ein- bzw. Ausschalten des jeweiligen Eintrags mit der LEER-Taste. Auf der Braillezeile wird ein eingeschaltetes Kontrollfeld entweder mit einem vorangestellten [x] oder mit einem nachgestellten -On angezeigt. Ein ausgeschaltetes Kontrollfeld wird mit kf (Kontrollfeld) gekennzeichnet.

Schieberegler

Ein Schieberegler ermöglicht die Einstellung (meist eines Zahlenwertes) über LINKS/RECHTS, bzw AUF/AB. Die Sprachausgabe sagt an, um welche Sorte von Schieberegler es sich handelt, z.B. "Lautstärkereglung AUF/AB Schieber". Bei AUF/AB-Schiebern kann auch mit BILDAUF, bzw. BILDAB navigiert werden.

Mit Fenstern arbeiten

Fensterzustand (-größe) ändern

Fenster haben drei verschiedene Größen-Zustände: Maximiert, Verkleinert und Minimiert. Maximiert bedeutet, dass das Fenster die größtmögliche Ausdehnung hat und die gesamte Bildschirmfläche, bis auf die Taskleiste, bedeckt. Verkleinert bedeutet, dass das Fenster sichtbar ist, aber nicht die gesamte Bildschirmfläche bedeckt. Dieser Zustand wird vorallem von Sehenden dazu genutzt, um zwei oder mehrere Fenster nebeneinander auf dem Bildschirm darzustellen. So kann man z.B. in einem Fenster etwas lesen, während man im anderen Fenster schreibt. Man sagt zu dieser Fähigkeit von Windows, mehrere Programme gleichzeitig ausführen zu können, auch Multitasking. Minimiert ist schließlich ein Fenster, wenn das Programm zwar gestartet wurde, aber nicht sichtbar ist. Erkennbar ist dieser Zustand daran, dass das Fenster in der Taskleiste aufgeführt ist.

Vorgehen:

In das Fenstermenü zum Verändern des Fensteraussehens gelangt man mit ALT+LEER. Hier findet man: Wiederherstellen (W), Verschieben (V), Größe ändern (G), Minimieren (N), Maximieren (X) und Schließen (S). WIEDERHERSTELLEN (W): Stellt den Zustand Verkleinert ein. VERSCHIEBEN (V): Nach Aktivieren von VERSCHIEBEN kann mit den Pfeiltasten das Fenster im verkleinerten Zustand auf dem Bildschirm bewegt werden. GRÖßE ÄNDERN (G): Nach Aktivieren von "GRÖßE ÄNDERN" kann mit den Pfeiltasten die horizontale Ausdehnung (LINKS bzw. RECHTS) und vertikale Ausdehnung (AUF bzw. AB) verändert werden. Um beispielsweise ein Fenster in der horizontalen Ausdehnung von rechts nach links zu verkleinern, geht man folgendermaßen vor: ALT+LEER,G: damit ist GRÖßE ÄNDERN aktiv RECHTS: damit wählt man den rechten Rand als veränderbare Seite. LINKS (mehrmals): damit verkleinert man das Fenster von rechts nach links in kleinen Schritten. MINIMIEREN (N): Stellt den Zustand Minimiert ein. MAXIMIEREN (X): Stellt den Zustand Maximiert ein. SCHLIEßEN (S): Schließt das Fenster.

Fenster wechseln

Windows ist multitaskingfähig, es kann mehrere Programme gleichzeitig ausführen. So kann man z.B. einen Text mit der Textverarbeitung schreiben, während man mit einem Webbrowser im Internet nach Informationen für den zu schreibenden Text sucht. Sehr umständlich wäre es ja, wenn man jedes Mal die Textverarbeitung erst beenden, den Webbrowser starten, diesen wieder beenden und schließlich die Textverarbeitung wieder starten müsste. Vom Speichern und Öffnen der Dokumente gar nicht zu reden.

Vorgehen:

Zum Wechseln zwischen Fenstern bzw. Programmen verwendet man den Befehl ALT+TAB. Damit landet man im letzten, aktiven Fenster. Durch Festhalten von ALT und gleichzeitigem mehrmaligen Drücken von TAB (ALT+mehrmalsTAB) werden alle aktiven Anwendungen/Fenster der Reihe nach angewählt und mit Loslassen von ALT aktiviert. Den gleichen Effekt erzielt man auch mit ALT+UMSCHALT+TAB. Die Sprachausgabe sagt die Fenster an. Fenster innerhalb einer Anwendung wechseln Manchmal möchte man auch nur zwischen Dokumenten der gleichen Anwendung wechseln, ohne das gesuchte Fenster aus der Vielzahl von geöffneten Fenstern der anderen Anwendungen über ALT+TAB,TAB,TAB... herauszusuchen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Meist befindet sich in der jeweiligen Anwendung ein Menüeintrag FENSTER. Hier findet man die anderen geöffneten Fenster der aktuellen Anwendung und kann sie hier aktivieren. Eine zweite Möglichkeit ist die Tastenkombination STRG+F6 (bzw. STRG,F6,F6,F6...), die in den Microsoftprogrammen zwischen geöffneten Fenstern der gleichen Anwendung wechselt.

Fenster ausblenden

Mit ALT,LEER,M kann man ein Fenster verkleinert in die Taskleiste legen, was einem "Ausblenden" des Fensters entspricht.

Fenster schließen

Wird ein Fenster nicht mehr benötigt, kann man es mit ALT,LEER,S oder ALT+F4 schließen.

Desktop

Den Desktop muss man sich wie einen Schreibtisch vorstellen. Wie auf einem Schreibtisch kann man hier elektronische Dokumente ablegen, die man gerade bearbeitet, und auch die wichtigsten Werkzeuge, wie z.B. das Textverarbeitungsprogramm oder der Papierkorb, liegen in der Regel auf dem Desktop. Allerdings muss man aufpassen, denn, wie jeder Schreibtisch, kann der Desktop schnell zu voll und unübersichtlich werden, sodass man hier nichts mehr findet. Deswegen ist es eigentlich besser, wenn man seine elektronischen Dokumente schnellstmöglich in Ordner "abheftet". Prinzipiell ist der Desktop allerdings auch ein Ordner, der im Windows-Explorer ganz oben in der Hierarchie des Ordnerverzeichnisses steht.

Mit Symbolen arbeiten

Der Name des Betriebssystems Windows, also "Fenster" kommt nicht von ungefähr. Es ist, im Unterschied zu den frühen, zeichenorientierten Betriebssystemen, wie z.B. DOS, sehr grafisch ausgerichtet. Man kann sozusagen durch das Fenster in den Computer hineinschauen und mit dem Zeigegerät, der Maus, auf Symbole (Icons) klicken und damit Befehle ausführen. Das ermöglicht eine intuitive Bedienung des Computers, im Unterschied zu den zeichenorientierten Betriebssystemen, bei denen man genaue Befehle auswendig lernen musste. Man spricht auch von WYSIWYG (What You See Is What You Get). Ein Beispiel: Wenn man etwas ausdrucken möchte, dann betätigt man ein grafisches Symbol in seinem Windows-Programm, welches eine vereinfachte Abbildung eines Druckers zeigt. Durch aktivieren dieses Drucker-Symbols kann man drucken. Sehende Menschen können also den Computer bedienen, wenn sie die Bedeutung der Symbole verstehen und diese durch Klicken mit der Maus ausführen. Unter jedem Symbol (Icon) findet man zusätzlich die jeweilige Bezeichnung (also z.B. Drucker oder Papierkorb).

Desktop-Bereiche

Auf den Desktop gelangt man mit der Tastenkombination WINDOWS+M (M=minimieren) oder WINDOWS+D. Der Desktop besteht aus 5 Bereichen:

  • Desktop Listenansicht
  • Start Schalter
  • Taskleiste
  • Infobereich
  • Desktop anzeigen

Zwischen den 5 Bereichen wechselt man mit TAB kreisförmig durch (bzw. mit UMSCHALT+TAB in umgekehrter Reihenfolge). Innerhalb eines Bereiches verwendet man die PFEILTasten, um zu navigieren.

Desktop Listensansicht

Auf "Desktop Listenansicht" findet der Benutzer üblicherweise eine Reihe von Elementen, die immer aus einem Symbol und einem Namen bestehen. Diese sind u.a.:

  • COMPUTER
  • Eigene Dateien
  • Papierkorb
  • Netzwerkumgebung.

Die Elemente wählt man mit den PFEILtasten aus und aktiviert sie mit der EINGABETaste. ACHTUNG: Dabei ist zu beachten, dass man sich mit AUF/AB nach oben bzw. nach unten bewegt und mit LINKS/RECHTS nach links bzw. rechts. Da die Symbole häufig in mehreren Spalten angeordnet sind, findet man nicht alle Symbole, wenn man sich nur mit Hilfe von einer PFEIL-Taste in eine Richtung bewegt. Sicherer erkundet der blinde Benutzer die Inhalte des Desktops über den Ordner Desktop im Ordnerfenster von COMPUTER oder WINDOWS-EXPLORER in der ANSICHT/LISTE oder ANSICHT/DETAILS, denn hier gibt es nur eine Spalte, die man nur nach oben bzw. unten erkunden kann. Mit TAB kommt man zum nächsten Bereich des Desktops, dem

Start Schalter

Hier kann man mit EINGABE das Startmenü öffnen. Weiteres siehe dort. Mit ESCAPE schließt man das Startmenü und gelangt mit TAB zum nächsten Bereich des Desktops, der

Taskleiste

In der Taskleiste befinden sich alle derzeit aktiven Anwendungen (gestartete Programme). Mit den Pfeiltasten LINKS und RECHTS wählt man die Elemente der Taskleiste (aktive Anwendungen) aus und aktiviert sie durch EINGABE. Alternativ zur Taskleiste kann man mit dem Befehl ALT+TAB ein Dialogfeld öffnen, welches alle aktiven Anwendungen zeigt. Man navigiert durch das Dialogfeld bei gedrücktem ALT mit TAB. Mit TAB gelangt man weiter in den

Infobereich

Im Infobereich findet man in der Standardinstallation von Windows folgende Elemente:

  • Lautstärke
  • Windows-Sicherheitswarnungen
  • Netzwerkverbindungen

<screenreader><jaws>Alternativ gelangt man in den Inforbereich mit Jaws durch JAWS+F11. Mit JAWS TASTE+F12 wird die Uhrzeit angesagt, und JAWS TASTE+F12 zweimal schnell hintereinander sagt das Datum an.</jaws></screenreader>

Desktop anzeigen

Diesen Schalter bedient ein sehender Nutzer gerne, um ale Fenster aufeinmal zu schließen, um auf dem Desktop zu arbeiten.

Schreibtisch/Desktop-Symbole auswählen und verschieben

Desktop-Elemente Auswählen

Durch WINDOWS+M (WINDOWS/D) gelangt man auf Desktop-Listenansicht. Hier wählt man die Elemente entweder mit den PFEIL-TASTEN aus oder verwendet den Anfangsbuchstaben der Elemente. Wenn mehrere Elemente mit dem gleichen Buchstaben beginnen, dann wechselt man durch wiederholtes Drücken des Anfangsbuchstabens zwischen den Elementen durch.

Desktop-Elemente Verschieben

Elemente des Desktops können auch an andere Orte verschoben werden. Dazu öffnet man den Windows-Explorer, wählt Desktop aus (befindet sich in der Hierarchieebene ganz oben) und verwendet die üblichen Techniken für das Verschieben von Dateien (siehe Dateien Verwalten). Das räumliche Verschieben von Elementen auf dem Desktop kann für Sehende eine Möglichkeit der Strukturierung sein, ist aber für Blinde wenig sinnvoll und wird hier nicht weiter behandelt.

Assistenten

Assistenten dienen zur Unterstützung von Computer- und Softwareeinstellungen oder zur Installation von Programmen. Bei Assistenten handelt es sich um eine Reihe von Dialogfenstern. Diese führen Schritt für Schritt durch die notwendigen Einstellungen. Jeder Schritt enthält ausführliche Erklärungen. Manche Dialogfenster sind für Jaws-Nutzer nicht immer lesbar. Hier empfiehlt es sich den WEITER-Schalter zu drücken. Werden Auswahlfenster angeboten, können diese mit den PFEILTasten ausgewählt und bei Bedarf mit der LEER-Taste ausgewählt werden. Die Sprachausgabe von Jaws ist bei Assistenten mitzubenutzen, da die Braillezeile gewöhnlich nicht alle notwendigen Informationen bereitstellt. Ist man sich nicht sicher, welche Option auszuwählen ist, behält man am besten die Voreinstellung bei. Diese ist in der Regel die Standardeinstellung oder die am häufigsten benötigte Einstellung. Mit TAB kann man sich zur Kontrolle noch durch das ganze Dialogfenster navigieren. ZURÜCK bietet an, den letzten Schritt rückgängig zu machen. Mit WEITER kommt man zum nächsten Schritt. Das Ende des Assistenten wird durch den Schalter FERTIG STELLEN angezeigt. Erst jetzt übernimmt der Computer, bzw. die Software die zuvor getätigten Einstellungen. Mit ABRECHEN lassen sich alle Einstellungen des Assistenten verwerfen. Der Arbeitsvorgang wird abgebrochen.

Grundlagen der Windowsbedienung

Arbeiten mit der Maus

Windows ist darauf ausgelegt mit einem Zeigegerät, meist einer Computermaus, bedient zu werden. (Maus)Symbole zeigen die Aktionen/Programme an, die beim Betätigen ausgeführt werden. Eine Maus hat normalerweise mindestens eine linke und eine rechte Maustaste, häufig auch noch weitere Zusatztasten. Auch wenn dem blinden Computernutzer die Mausbedienung nicht zur Verfügung steht, sollte er dennoch über die Möglichkeiten der Arbeit mit einer Maus bescheid wissen, um sich besser mit seinen sehenden Mitmenschen verständigen zu können. Ein Beispiel ist der Papierkorb auf dem Desktop. Bewegt man den Zeiger der Maus auf ihn, kann dieser durch einen Doppelklick mit der linken Maustaste geöffnet werden. Durch zweimaliges Anklicken eines Symbols kurz hintereinander wird also die Aktion bzw. das Programm gestartet. Der Zeiger der Maus kann aber auch auf Symbole oder Menüpunkte gezogen und diese mit einem einfachen Klick der linken Maustaste ausgewählt bzw. markiert werden. Die rechte Maustaste öffnet dort, wo es vorhanden ist, ein sogennanntes Kontextmenü. In einem Kontextmenü werden Befehle zur Verfügung gestellt, die das Symbol betreffen. Mit der Maus lässt sich auch nach dem "Drag & Drop" Prinzip arbeiten. Dies ist beispielsweise für das Verschieben von Dateien interessant. Die gewünschte Datei wird mit dem Mauszeiger ausgesucht und durch Drücken der linken Maustaste festgehalten. Anschließend wird sie an den gewünschten, neuen Speicherort "gezogen". Dort lässt man die linke Maustaste los und die Datei wird an den neuen Ort verschoben. Blinde Nutzer müssen ohne die Möglichkeiten der Mausbedienung auskommen. Sie benutzen die sogenannte Tastaturbedienung. Darunter versteht man die Steuerung des PC´s nur über die Computertastatur ganz ohne Zeigegerät. Dies ist aber nicht unter allen Bedingungen ein Nachteil, denn viele Computerspezialisten arbeiten ebenfalls oft ohne Maus. Eine reine Tastaturbedienung bedeutet in vielen Fällen für Geübte einen Zeitgewinn. Das Kapitel Tastaturbedienung bietet eine Einführung hierzu.

Tastaturbedienung

Windows ist ein grafisch orientiertes Programm, welches durch Fenster und deren Bedienung mit der Maus geprägt ist. Allerdings ist Windows nicht nur mit der Maus bedienbar, sondern genauso auch mit der Tastatur. Viele Profis, die viel mit dem PC arbeiten, verwenden die Tastaturbefehle sogar lieber als die Maus, da man mit der Tastatur in der Regel schneller und effizienter arbeiten kann. (Siehe Bedienung mit der Maus). Das Problem der Tastaturbedienung ist, dass man im Gegensatz zur sehr viel intuitiveren Mausbedienung etwas mehr wissen muss. Aber so schwer ist es gar nicht.

Startmenü - Programme mit der Tastatur starten

Windows lässt sich komplett über die Tastatur bedienen. Hierbei kommt der WINDOWS-Taste eine große Bedeutung zu. Mit der WINDOWS-Taste oder der Tastaturkombination STRG+ESC gelangt man in das Startmenü, in dem die wichtigsten Funktionen von Windows in einer Liste aufgeführt sind. Man navigiert im Startmenü mit den PFEILTasten AUF bzw. AB und aktiviert mit EINGABE. Alternativ dazu kann man auch den Anfangsbuchstaben oder (falls vorhanden) den Auswahlbuchstaben des jeweiligen Menüeintrags verwenden. Mit den Buchstaben wählt man aus und aktiviert den Menüeintrag gleichzeitig (Anmerkung: Wenn im Menü zwei Einträge mit dem gleichen Buchstaben beginnen, dann kann man mit dem Anfangsbuchstaben den ersten Eintrag nur auswählen, erneutes Drücken wählt den nächsten Eintrag mit dem gleichen Anfangsbuchstaben aus) - Aktivieren muss man in einem solchen Fall mit der EINGABE-Taste). Durch Aktivieren mancher Elemente des STARTMENÜS wird kein Programm direkt gestartet, sondern es öffnet sich ein UNTERMENÜ des STARTMENÜs. Erkennbar ist dies durch ein kleines Dreieck. Jaws zeigt in diesem Fall "...(um)". Dies findet man z.B. im Eintrag PROGRAMME. Die Navigation in einem solchen Fall kann auch durch die PFEILTasten RECHTS (um ins untergeordnete Menü zu gelangen) bzw. LINKS (um wieder ins übergeordnete Menü zu gelangen) erfolgen. Beispiel: Um das Programm EDITOR über das STARTMENÜ zu starten, gibt es folgende Möglichkeiten: Navigation mit den PFEILTasten: WINDOWS, einmal AUF (bis man bei ALLE PROGRAMME) angelangt ist, RECHTS, um in das UNTERMENÜ PROGRAMME des STARTMENÜs zu gelangen, mehrmals AUF bis man bei ZUBEHÖR angelangt ist, RECHTS, um in das UNTERMENÜ ZUBEHÖR zu gelangen, mehrmals AUF bis man bei EDITOR angelangt ist und schließlich EINGABE, um das Programm zu starten. Mit Einagbe des Namens: WINDOWS (Öffnen des Startmenüs), in das Eingabefeld EDITOR eingeben und mit EINGABE bestätigen bzw. es öffnet sich eine Liste, nachdem die ersten Bchstaben eingetippt worden sind. Mit den PFEILtasten zu EDITOR navigieren. Man erkennt schnell, dass die 2. Variante schneller und einfacher ist.

Inhalte des Startmenüs

Das Startmenü enthält typischerweise mindestens die folgenden Einträge:

Linke Leiste:

  • Computer Ausschalten
  • Such-Feld
  • Alle Programme
  • häufig benutzte Programme, wie z.B. Word, JAWS etc.

Rechte Leiste (mit TAB zu erreichen):

  • Dokumente
  • Bilder
  • Musik
  • Computer
  • Systemsteuerung
  • Geräte und Drucker
  • Standardprogramme
  • Hilfe und Support


Wie man das Startmenü anpasst, zeigt das Kapitel: Windows: Startmenü anpassen

Anwendungsprogramme mit der Tastatur steuern

Anwendungsprogramme, wie z.B. Word oder der Internet-Explorer, können grundsätzlich mit der Tastatur bedient werden. Hier gibt es zwei grundsätzliche Konzepte. Die Bedienung über das Menü bzw. die Menüleiste und die Bedienung über Shortcuts. Die erste und zunächst einfachste Möglichkeit, ein Anwendungsfenster mit der Tastatur zu bedienen, funktioniert über das Menü.

Menüs erkunden

In das Menü einer Anwendung gelangt man in der Regel über einmaliges Drücken der ALT-Taste. Dadurch steht der Cursor auf dem ersten Eintrag der Menüleiste. Mit den PFEILTasten LINKS bzw. RECHTS kann man den Cursor auf die verschiedenen Menütitel bewegen. Durch die PFEILTaste AB öffnet man das durch den Cursor fokusierte Menü und wandert mit AUF und AB durch das Menü hindurch. Mit EINGABE aktiviert man schließlich einen Menüeintrag und führt dadurch den Befehl aus (das entspricht dem Mausklick bei der Mausbedienung). Beispiel: Um aus dem Programm Wordpad etwas zu drucken, drückt man folgende Tasten nacheinander: ALT, AB, AB, AB, AB, AB, EINGABE Erklärung: Mit ALT aktiviert man das Menü. Mit AB wandert man durch das Menü Datei, bis man auf dem Menüeintrag Drucken steht und aktiviert den Befehl "Drucken" durch die EINGABE-Taste. Dies ist die elementare Form der Tastaturbedienung. Mit dieser Technik kann man sich sehr gut anschauen, was überhaupt alles in den Menüs enthalten ist bzw. einen Menüeintrag suchen. Schneller geht es, wenn man genau weiß, welchen Menüeintrag man aktivieren möchte. Dazu muss man nur herausfinden, mit welchem Buchstaben man den jeweiligen Menüeintrag aktivieren kann. Diesen Buchstaben verrät uns die Sprachausgabe, wenn der Menüeintrag mit den PFEILTasten ausgewählt wird. Auch innerhalb eines Menüs werden die Buchstaben, die einen Menüeintrag aktivieren, von der Sprachausgabe ganz am Ende der Ansage gesprochen. Achtung: Bei Jaws muss hierfür unter Einstellungen / Grundeinstellungen / alle Sprache an aktiviert sein.

Menüs gezielt mit Tastaturkombinationen bedienen

Gezielter als mit dem PFEILTasten kann man mit Buchstaben durch die Menüs navigieren. Jeder Eintrag in einem Menü kann mit einem bestimmten Buchstaben aktiviert werden. Nach Drücken von ALT erkennt der Sehende diesen Buchstaben an der Unterstreichung. Der blinde Nutzer bekommt diese Information über die Sprachausgabe (siehe voriges Kapitel:Menüerkundung mit ALT und den PFEILTasten). Die Bedienung erfolgt dabei immer in Reihe, d.h. die Tasten werden nicht gleichzeitig, sondern nacheinander gedrückt. Beispiel: Um aus dem Programm Word etwas zu drucken, verwendet man den Menübefehl: ALT+D,U Erklärung:

  • ALT aktiviert das Menü
  • D öffnet das Menü Datei (das D von Datei ist unterstrichen) und das Drücken von
  • U wählt und aktiviert den Menüeintrag Drucken (das U von Drucken ist unterstrichen) und öffnet damit das Dialogfenster zum Drucken.
Menüs schließen

Mit ESC oder ALT schließt man ein Menü wieder, ohne einen Befehl auszuführen.

Tastaturkombinationen - Shortcuts

Unter Tastaturkombinationen, auch Shortcuts genannt, versteht man Tastaturbefehle, bei denen man durch das gleichzeitige Drücken von mehreren Tasten einen Befehl ausführen kann. Üblicherweise kann man an der Darstellung von Tastatureingaben erkennen, ob es sich um eine Tastaturkombination (erkennbar am + als Trennungszeichen zwischen den Tasten) oder um einen Menübefehl (erkennbar am , als Trennungszeichen zwischen den Tasten) handelt. Sehr häufig gibt es sowohl eine Tastaturkombination als auch einen Menübefehl für den gleichen Befehl, Z.B. beim DRUCKEN-Befehl: Menübefehl Drucken: ALT+D,U Tastaturkombination Drucken: STRG+P Meist hat die Auswahl des Buchstabens eine Bedeutung und hilft beim Merken von Tastaturkombinationen. So steht z.B. das P bei STRG+P für Print (englisch Drucken). Die Tastaturkombinationen findet man in der Regel in der Hilfe eines Programms. Häufig sind die Tastaturkombinationen auch im Menü mit angegeben. In manchen Programmen (wie z.B. Word) muss man diese Funktion jedoch in den Optionen des Programms erst einstellen (siehe Einstellungen in WORD).

Beispiele wichtiger Tastaturkombinationen
  • ALT+F4 (Programm schließen)
  • STRG+C (markierte Elemente in die Zwischenablage kopieren)
  • STRG+X (markierte Elemente in die Zwischenablage ausschneiden)
  • STRG+V (Elemente aus der Zwischenablage einfügen)
Eine nicht mehr reagierende Anwendung beenden

Der Fall, dass "nichts mehr geht", wird immer mal wieder eintreten. Normalerweise reagiert dann eine Anwendung / ein Programm nicht mehr. In diesem Fall muss nicht gleich der Computer neu gestartet oder gar mit dem Hammer für immer ausgeschaltet werden. In den meisten Fällen genügt es, die Anwendung zu beenden, die nicht mehr reagiert. Hierfür sieht Windows den "Task Manager" vor: Das Fenster "Windows Sicherheit" wird durch die Tastenkombination STRG+ALT+ENTF aufgerufen. Durch viermaliges Drücken von TAB wird die Schaltfläche TASK MANAGER erreicht. Diese wird durch Drücken von EINGABE betätigt und der Task Manager gestartet. Alternativ kann mit ALT+T der Task Manager direkt geöffnet werden. Standardmäßig wird der Task Manager in der Registerkarte Anwendungen geöffnet. Mit TAB gelangt man in die Listenansicht der ausgeführten Anwendungen / Programme. Mit den PFEILTasten AUF und AB navigiert man sich durch die Liste. Links in der Liste ist der Name der Anwendung aufgeführt, rechts der Status. Es gibt den Status "Wird ausgeführt" und den Status "keine Reaktion". "Keine Reaktion" zeigt an, dass die Anwendung nicht mehr reagiert. Mit ALT+T wird der Schalter TASK BEENDEN betätigt und durch das Fenster "Programm beenden - Name des Programmes" aufgerufen. Hier muss zur Sicherheit der Schalter SOFORT BEENDEN mit TAB gewählt werden. Bleibt das Fenster nach dem Beenden des Programmes offen, kann es mit ESC geschlossen werden. Das zuvor nicht mehr reagierende Programm kann nun neu gestartet werden. Sollte die Anwendung weiterhin nicht mehr stabil laufen, empfiehlt es sich, den Computer neu zu starten.

Windows starten und beenden

Einschalten des Computers

Die Zeit zwischen dem Drücken des Einschaltknopfes am Computer und dem Moment, in dem man mit dem Arbeiten beginnen kann, nennt man "booten" oder "hochfahren". Erst nach Abschluss dieses Startvorgangs ist der Computer arbeitsfähig. Während des Startvorgangs passieren verschiedene Dinge.

  1. Während des Startvorgangs erscheint das Windowslogo als ein Zeichen dafür, dass der Rechner gerade "hochfährt" und noch nicht einsatzfähig ist.
  2. Zahlreiche, teilweise sogar vor dem Benutzer versteckte Systemdateien werden in den Arbeitsspeicher geladen. Diese sorgen dafür, dass der Computer grundlegende Befehle ausführen kann.
  3. Die Bausteine des Betriebssystemprogrammes und im Hintergrund ablaufende Dienste werden gestartet. Treiber für die Hardware werden geladen. Mit Hilfe der Treiber werden die einzelnen Geräte des Computers (CD-Laufwerk, USB Schnittstellen, etc.) untereinander verbunden. Dadurch können sie miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.
  4. Sobald alle grundlegenden Funktionen gestartet und die Hardwaretreiber installiert sind, ist es in der Regel erforderlich, sich am Computer als Benutzer anzumelden. Das Anmelden am Betriebssystem wird auch als Login bezeichnet.

Anmeldung am Computer

Während des Anmeldevorgangs werden die benutzereigenen Einstellungen geladen. Diese beinhalten zum Beispiel den Speicherordner, in welchen Dokumente standardmäßig gespeichert werden oder Einstellungen zum Bildschirmhintergrund usw. Während dieses Anmeldevorgangs wird der Startsound von Windows abgespielt. Kurze Zeit später kann mit der Arbeit am Computer begonnen werden.

Wie meldet man sich am Computer an?

Je nachdem mit welcher Benutzeroberfläche (klassisch oder modern) gearbeitet wird, sind bei der Anmeldung zwei Vorgehensweisen üblich. Moderne Benutzeroberfläche: In der modernen Benutzeroberfläche erscheinen ein oder mehrere Bilder mit darunter stehenden Benutzernamen. Jedes Bild soll einen Benutzer symbolisieren. Ein sehender Benutzer klickt mit der Maus auf sein Benutzersymbol und wird (evtl. nach daraufhin geforderter Eingabe eines Passwortes) mit diesem Benutzer am Computer angemeldet. Blinde Benutzer gehen folgendermaßen vor: Die Position des Cursors befindet sich automatisch auf einem der Benutzernamen. Bei mehr als einem Benutzer auf dem Computer kann mit AUF und AB ein anderer Benutzer ausgewählt werden. Der Anmeldevorgang wird durch Betätigen der EINGABE-Taste aktiviert. Ist ein Kennwort für den Benutzer vergeben, erfolgt die Aufforderung, dieses einzugeben und erneut durch EINGABE zu bestätigen. Klassische Benutzeroberfläche: Ist die klassische Benutzeroberfläche eingestellt, erscheint das Dialogfenster ANMELDEINFORMATIONEN. Dieses enthält zwei Eingabefenster, in die Benutzername, bzw. Kennwort eingetragen werden müssen. Der Aktive Cursor steht direkt im Eingabefeld BENUTZERNAME. Mit TAB wechselt man zum Feld KENNWORT. Die Eingabe wird mit EINGABE abgeschlossen. Sollte durch einfaches Drücken von EINGABE der Anmeldevorgang nicht durchgeführt werden, muss TAB solange betätigt werden, bis der Schalter OK markiert ist. Dieser wird mit EINGABE aktiviert. Sollte sich das Fenster COMPUTER IST GESPERRT öffnen, kann man durch gleichzeitiges Drücken von STRG+ALT+ENF das oben beschriebene Dialogfenster ANMELDEINFORMATIONEN erneut aufrufen. Zur Orientierung sollte man sich die Zeit nehmen, das Dialogfenster ANMELDEINFORMATION genauer anzuschauen. Mit TAB lassen sich alle Schaltflächen und Eingabefelder erforschen: ABRECHEN: Das Dialogfenster ANMELDEINFORMATION wird abgebrochen. OPTIONEN: Das Auswahlfenster ANMELDEN AN wird zusätzlich eingeblendet. Mit Hilfe der PFEILTasten AUF oder AB lässt sich die DOMAIN auswählen, an die der Computer angemeldet werden soll.

Neustarten des Computers

Häufig wird man nach dem Installieren eines neuen Programmes aufgefordert, das System / den Computer neu zu starten. Das bedeutet, dass der Computer herunterfährt und gleich danach wieder hochbootet. Also einen Neustart durchführt. Im Gegensatz zum Ausschalten und Wiedereinschalten werden die Festplatte und die Spannungsversorgung nicht ausgeschaltet. Besonders hohe Hardwarebelastungen, die zu Schäden führen können, werden dadurch vermieden. Mit START/ HERUNTERFAHREN wird das Dialogfenster "Windows herunterfahren" geöffnet. Mit den PFEIL-Tasten wird der Punkt "Neu starten" gewählt und mit EINGABE bestätigt. ACHTUNG: Neustarten kann bei Jaws häufig zu Komplikationen führen.

Windows beenden

Zum Beenden von Windows bzw. zum Ausschalten des Computers öffnet man mit Hilfe des START-Schalters das Startmenü. Dort wählt man den HERUNTERFAHREN-Schalter (PFEILTASTE RECHTS). Wenn man dies sofort mit EINGABE bestätigt, wird Windows beendent. Man kann anstelle dessen erneut PFEIL RECHTS drücken und kann sich mit PFEIL AUF/AB in einer Liste bewegen mit folgenden Optionen: BENUTZER WECHSELN, ABMELDEN, SPERREN, NEU STARTEN. Im sich öffnenden Dialogfenster "Computer ausschalten" wählt man mit TAB die Schaltfläche AUSSCHALTEN und führt diese mit EINGABE aus, bzw drückt den Buchstaben "a", der das gleiche bewirkt. Alternativ zum Beenden kann ALT+F4 so oft gedrückt werden, bis das Dialogfenster "Computer ausschalten" erscheint.

Dateien verwalten

Begriffe

Datenträger

Ein Datenträger ist ein Medium, welches physisch Informationen speichern kann. Beispiele für Datenträger sind magnetische Datenträger (Disketten und Festplatten), optische Datenträger (CDs und DVDs) und Flash-Speicher (USB-Sticks, SD-Karten, MMB-Karten). Datenträger sind entweder in den Computer eingebaut (z.B. Festplatten) oder sie benötigen spezielle Abspielgeräte (z.B. Disketten-Laufwerk, CD-Laufwerk, DVD-Laufwerk) oder spezielle Anschlüsse (z.B. USB-Anschluss, Firewire (IEEE1394)).

Wechseldatenträger

Einen Datenträger, der nicht fest in den Computer eingebaut ist, nennt man auch Wechseldatenträger. Einen Wechseldatenträger kann man durch Ausstöpseln (USB-Stick) oder durch das Herausnehmen aus dem entsprechenden Abspielgerät (Disketten, DVDs) getrennt vom Computer mitnehmen oder im laufenden Betrieb austauschen.

Laufwerke

Wird ein Datenträger mit einem Computer verbunden oder in ein entsprechendes Abspielgerät eingelegt, erscheint er unter Windows als Laufwerk. Jedem Datenträger wird mindestens ein Laufwerksname zugeteilt. Dieser Laufwerksname besteht aus einem Großbuchstaben, gefolgt von einem Doppelpunkt. Die Zuteilung kann man im Windows-Explorer einsehen. Typische Laufwerksbuchstaben sind:

  • A: für das Diskettenlaufwerk
  • C: für die erste Festplatte
  • D:, E:, F:, für weitere Laufwerke, wie zum Beispiel ein DVD-Laufwerk oder ein USB-Stick

Manche Datenträger lassen sich auch in mehrere Teile, so genannte Partitionen, aufteilen. Jede Partition erhält dann einen eigenen Laufwerksbuchstaben. Durch die Wahl verschiedener Symbole für die verschiedenen Laufwerkstypen kann der Sehende sofort erkennen, auf was für einem Datenträger das Laufwerk liegt. So ist beispielsweise auf dem Symbol für ein CD-Laufwerk eine kleine CD abgebildet.

Lokale Laufwerke

Unter lokalen Laufwerken versteht man Laufwerke, die sich auf Datenträgern befinden, welche direkt mit dem Computer verbunden sind. Beispiele für lokale Laufwerke sind Laufwerke auf der Festplatte oder auf einem an den Computer angeschlossenen USB-Stick.

Netzlaufwerke

Ist ein Computer mit einem Netzwerk verbunden, kann Windows freigegebenen Speicherplatz auf einem anderen Computer als Laufwerk einbinden und im Windows-Explorer anzeigen. Genau wie ein lokales Laufwerk erhält ein so genanntes Netzlaufwerk einen Laufwerksbuchstaben. In der Benutzung unterscheidet sich ein Netzlaufwerk prinzipiell nicht von einem lokalen Laufwerk. Beim ersten Aufruf eines Netzlaufwerkes können aber - je nach Einstellung - ein Benutzername und ein Passwort abgefragt werden.

Ordner bzw. Verzeichnisse

Die Begriffe Ordner und Verzeichnis sind synonym zu verwenden. Mit Hilfe von Ordnern lassen sich die Daten auf einem Laufwerk in thematische Gruppen einteilen. Innerhalb eines Ordners können sich weitere Unterordner befinden, die ihrerseits ebenfalls wieder in Unterordner untergliedert sein können. Mit einem einfachen Vergleich lässt sich dieser Sachverhalt leichter verstehen. Man stelle sich einen Schrank vor. Prinzipiell könnte man alle Gegenstände, die man in diesem Schrank aufbewahren will, einfach in ihm aufeinanderstapeln (und dann hoffen, dass die Schranktür noch zu geht). Für wenige Gegenstände klappt dies recht gut. Je mehr neue Gegenstände aber hinzukommen, desto unübersichtlicher wird es im Schrank. Die Lösung ist es, Fächer einzubauen und die Gegenstände auf die Fächer zu verteilen. Das gleiche Prinzip verfolgen Ordner. Wenn wir annehmen, dass das Laufwerk einem Schrank entspricht, dann sind die Ordner die Schrankfächer. Sie untergliedern den Schrank in voneinander abgetrennte Bereiche und ermöglichen es so, besser Ordnung zu halten. Und genau wie sich im wirklichen Leben ein Schrankfach durch das Einziehen von Trennwänden oder Schubladen weiter untergliedern lässt, können Ordner auf einem Laufwerk auch weitere Unterordner enthalten. Um einen besseren Überblick über den Inhalt der Ordner zu erhalten, darf man ihnen beliebige Ordnernamen geben. Windows teilt Ordner in verschiedene Ebenen ein. Jaws kann diese Ebenen ansagen und ermöglicht es dadurch, den Überblick über die Ordnerstruktur zu behalten. Vorgehen: Das Betriebssystem Windows ist auf einem Laufwerk mit Namen C: installiert. Schauen wir uns den Inhalt dieses Laufwerks in der Strukturansicht des Windows-Explorers an, so meldet Jaws, dass wir uns in der Ebene 1 befinden. Wechseln wir nun in den Unterordner Windows, welcher sich auf dem Laufwerk C: befindet, so sagt Jaws einen Ebenenwechsel in die Ebene 2 an. Im Ordner Windows befindet sich ein Unterordner Fonts. Wechseln wir in diesen Ordner hinein, meldet Jaws einen Ebenenwechsel in die Ebene 3 usw.

Dateien

Informationen werden auf einem Computer in Form von Dateien gespeichert. Eine Datei kann beispielsweise einen Text oder ein Musikstück enthalten oder aber auch ein kleiner Baustein eines großen Programms sein. In Anlehnung an das oben genannte Schrankbeispiel entsprechen Dateien den Gegenständen, welche im Schrank aufbewahrt werden sollen. Dateien werden auf dem Computer auf einem Laufwerk und meist auch noch in einem Ordner oder sogar Unterordner aufbewahrt. Der Name einer Datei ist frei wählbar. Allerdings ist es trotzdem wichtig, einige Konventionen zu kennen. Die meisten sinnvoll benannten Dateien bestehen aus zwei Teilen. Der erste Teil ist der eigentliche Name, welcher durch einen Punkt vom zweiten Teil, der sogenannten Dateinamenerweiterung (Dateiendung), getrennt ist. Die Dateinamenerweiterung (auch Dateiendung genannt) besteht in der Regel aus drei Buchstaben und verrät, welche Art von Daten die Datei enthält. Beispiele:

  • Schule.txt - Name der Datei ist „Schule“ – Dateinamenerweiterung ist „txt“ - Die Datei enthält einen Text.
  • Mein kleiner grüner Kaktus.mp3 - Name der Datei ist „Mein kleiner grüner Kaktus“ - Dateinamenerweiterung ist „mp3“ - Die Datei enthält ein Musikstück.
  • calc.exe - Name der Datei ist „calc“ - Dateinamenerweiterung ist „exe“ - Die Datei enthält ein ausführbares Programm.

Zusammenfassende Tabelle

Dateinamenserweiterung Art und Inhalt der Datei
.txt Textdokument
.doc Microsoft Word 97-2003 Textdokument
.docx Microsoft Word 2010 Textdokument
.odt OpenOffice Writer Textdokument
.dot Microsoft Word Textvorlage
.ott OpenOffice Writer Textvorlage
.xls Microsoft Excel Tabellendokument
.ods OpenOffice Calc Tabellendokument
.mdb Microsoft Access Datenbank
.odb OpenOffice Base Datenbank
.cdr CorelDraw Zeichnung
.odg OpenOffice Draw Zeichnung
.wav unkomprimierte Audiodatei (Wave)
.mp3 komprimierte Audiodatei (Frauenhofer)
.ogg komprimierte Audiodatei
.wma komprimierte Audiodatei (Windows Media Audio)
.avi komprimierte oder unkomprimierte Videodatei (Audio Video Interleave)
.mpg komprimierte Videodatei (Moving Picture Experts Group)
.wmv komprimierte Videodatei (Windows Media Video)
.mov komprimierte oder unkomprimierte Videodatei (Quicktime)
.bmp unkomprimiertes Bild (Bitmap)
.jpg komprimiertes Bild (Joint Photographic Experts Group)
.gif komprimiertes Bild (Graphics Interchange Format)
.png komprimiertes Bild (Portable Network Graphics)
.zip komprimiertes Dateiarchiv
.rar komprimiertes Dateiarchiv
.exe ausführbare Programmdatei (executable)
.com ausführbare Programmdatei
.lnk Dateiverknüpfung (Link)
.hlp Windows Hilfedatei
.tmp Temporäre Datei

Über die Dateinamenerweiterung entscheidet Windows, mit welchem Programm eine Datei geöffnet wird. Stimmt die Dateinamenerweiterung nicht, wird beim Öffnen der Datei das falsche Programm gestartet und es kommt zu einer Fehlermeldung. Daher ist es wichtig, immer die richtige Dateinamenerweiterung für eine Datei zu vergeben. Dies ist allerdings nicht schwer, da die meisten Anwendungsprogramme den Benutzer nur den Namen der Datei wählen lassen und die Dateinamenerweiterung automatisch hinzufügen.

Dokumente

Ein Dokument ist eine Datei, welche mit einem Anwendungsprogramm (z.B. Microsoft Word) erstellt wurde. Die Begriffe Dokumente und Dateien werden häufig synonym verwendet. Jedes Dokument ist auch tatsächlich eine Datei, nur der umgekehrte Schluss ist nicht korrekt. Beispielsweise sind Programmdateien keine Dokumente. Wird ein Dokument aus dem Windows-Explorer heraus geöffnet, startet die Anwendung, mit welcher das Dokument erstellt wurde. Sehende Anwender können am Symbol, das im Arbeitsplatz oder im Windows-Explorer angezeigt wird, erkennen, zu welcher Anwendung das Dokument gehört. Die Voraussetzung ist, dass sie die Bedeutung des Symbols kennen.

Programmdateien und ausführbare Dateien

Programmdateien und ausführbare Dateien sind die Bausteine, aus welchen die Funktionen des Computers aufgebaut sind. Die meisten Computerprogramme bestehen aus einer Fülle von Dateien, deren Zusammenspiel die Funktion des Programmes erst ermöglicht. Vergleichbar ist dies mit einem Auto. Dieses besteht aus tausenden von Einzelteilen, deren geschicktes Zusammenspiel es uns ermöglicht, schnell von Punkt A zu Punkt B zu gelangen. Jede Programmdatei ist ein kleines Einzelteil, welches eine einzelne oder eine ganze Reihe von Funktionen bereitstellt. Gestartet werden die meisten Autos durch das Drehen des Zündschlüssels im Zündschloss. Dies setzt das Zusammenspiel aller Einzelteile in Gang. Auf den Computer übertragen würden wir das Zündschloss als ausführbare Datei bezeichnen. Eine ausführbare Datei startet ein Programm, indem sie alle zugehörigen Programmdateien zum Zusammenspiel bringt. Ganz wenige Programme für Microsoft Windows bestehen aus nur einer einzigen ausführbaren Datei. Meist sind dies kleinere Programme, die auf nur eine bestimmte Funktion spezialisiert sind. Ausführbare Dateien kann man leicht an der Dateinamenerweiterung .exe (in seltenen Fällen auch .com) erkennen.

Verknüpfungen

Eine Verknüpfung ist eine Datei, die auf eine andere Datei oder auf einen Ordner verweist. Ihre Dateinamenerweiterung ist .lnk. In einer Verknüpfung ist der Pfad zur Zieldatei oder zum Zielordner gespeichert. Verknüpfungen ermöglichen es, Dateien oder Ordner zu öffnen, ohne vorher den Speicherort des Originals öffnen zu müssen. Wird eine Verknüpfung geöffnet, öffnet sich nicht die Verknüpfung selbst, sondern die Datei oder der Ordner, auf welche oder welchen sie verweist. Verknüpfungen werden meist in Kombination mit ausführbaren Dateien verwendet, sie lassen sich aber auch für jede beliebige andere Datei und für Ordner verwenden. Eine Verknüpfung übernimmt automatisch das Symbol der Datei oder des Ordners, mit der/dem sie verknüpft ist. Um eine Verknüpfung dennoch vom Original unterscheiden zu können, blendet Windows bei einer Verknüpfung zusätzlich zum Dateisymbol in der linken, unteren Ecke einen kleinen, nach oben gerichteten Pfeil ein.

Anwendungsgebiete von Verknüpfungen

Den Anwender interessiert es in der Regel nicht, wie ein Programm funktioniert oder, aus wie vielen Programmdateien es besteht. Er möchte es lediglich benutzen und möglichst komfortabel starten. Aus diesem Grund werden im Startmenü oder an anderer Stelle, z.B. auf dem Desktop, Verknüpfungen mit den ausführbaren Dateien des Computers angelegt. Über diese kann der Benutzer die Programme starten, ohne sich jemals die Frage stellen zu müssen, wo die Dateien tatsächlich liegen. Der Benutzer kann neben den automatisch angelegten Verknüpfungen auch eigene hinzufügen, um häufig benötigte Programme besonders schnell starten zu können. Verknüpfungen lassen sich auch zu besonderen Objekten erstellen, zum Beispiel zum Drucker, zur Systemsteuerung, zur Netzwerkumgebung oder zum Papierkorb. Diese Objekte lassen sich so schneller ansteuern als auf herkömmlichem Wege. Der Benutzer passt seine Windows-Oberfläche dadurch noch stärker an seine individuellen Bedürfnisse an. Einige wichtige Ordner, zum Beispiel der Ordner EIGENE DATEIEN, benutzen Verknüpfungen, um dem Benutzer einen möglichst einfachen Pfad zu seinen Dateien zu präsentieren. Während die Benutzerdateien in der Realität an den unterschiedlichsten Orten liegen können, sich in manchen Fällen noch nicht einmal auf dem Computer selbst befinden müssen, findet der Benutzer sie dennoch immer an der gleichen Stelle. Solange in der Verknüpfung immer der richtige Pfad zum tatsächlichen Speicherort steht, bemerkt der Benutzer im optimalen Fall überhaupt nichts davon, dass er an eine andere Stelle umgeleitet wurde. Weiß ein Benutzer, dass er in der kommenden Zeit immer wieder auf gewisse Ordner zugreifen muss, so legt er sich an einer für ihn immer gut erreichbaren Stelle, zum Beispiel auf dem Desktop, eine Verknüpfung zu diesen Ordnern an und kann dadurch sein Arbeitstempo steigern.

Regeln für Datei- und Ordnernamen

  • Datei- und Ordnernamen können bis zu 215 Zeichen lang sein.
  • Groß- und Kleinschreibung kann benutzt werden, allerdings dürfen keine zwei Dateien im gleichen Ordner sein, die sich im Namen nur in Groß- und Kleinschreibung unterscheiden. Wird nach einer Datei gesucht, wird die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt.
  • Datei- und Ordnernamen dürfen aus allen beliebigen Kombinationen von Buchstaben (A-Z), Zahlen (0-9), Sonderzeichen (- , ...) und Leerzeichen bestehen.
  • Ausnahme sind die Zeichen / \ : | < > * ? " Diese Zeichen dürfen nicht in Datei- und Ordnernamen verwendet werden.
  • Leerzeichen am Anfang oder am Ende eines Datei- oder Ordnernamens werden automatisch entfernt.

Pfadangaben

Die Pfadangabe zu einer Datei, oder kurz auch nur der Pfad genannt, gibt an, wo eine Datei auf dem Computer zu finden ist. Sie ist eine Art Adresse oder Wegbeschreibung. Zu Beginn einer Pfadangabe steht der Laufwerksbuchstabe, also zum Beispiel C:. Auf den Laufwerksbuchstaben folgt ein \ (umgekehrter Schrägstrich – englisch: backslash). C:\ bedeutet: Laufwerk C: auf der Ebene 1 Diese Pfadangabe lässt sich durch Angabe eines Ordners erweitern.

C:\Windows\ bedeutet: Laufwerk C:, Ordner Windows auf der Ebene 2 Auch diese Pfadangabe lässt sich erweitern, indem wir einen Unterordner anfügen.

C:\Windows\Fonts bedeutet: Laufwerk C:, Ordner Windows, Unterordner Fonts auf der Ebene 3 Durch das Anhängen eines Dateinamens an die Pfadangabe ist der Weg zu einer Datei auf einem Laufwerk vollständig beschrieben.

C:\Windows\Fonts\arial.ttf bedeutet: Die Datei arial.ttf findest du, wenn du auf dem Laufwerk C: in den Ordner Windows gehst und von dort in den Unterordner Fonts.

Sollte an dieser Stelle das Prinzip noch nicht klar sein, hilft vielleicht der Vergleich mit dem bereits erwähnten Schrank weiter. Angenommen, wir suchen einen Ball. Ein Freund sagt uns: „Der Ball ist im Kinderzimmerschrank, drittes Fach von oben, zweites Fach von links. Um den Ball (unsere Datei) zu finden, öffnen wir den Schrank im Kinderzimmer (unser Laufwerk), zählen das dritte Fach von oben ab (unseren Ordner) und greifen dort ins zweite Fach von links (unseren Unterordner). War die Beschreibung (unsere Pfadangabe) richtig, halten wir nun den Ball in unseren Händen. War sie falsch, wenden wir uns Rat suchend erneut an unseren Freund.

Mit Dateien und Ordnern arbeiten

Mit einem Computer arbeiten heißt immer auch, mit Dateien arbeiten. Jedes Programm, das man startet, ist in einer, meist sogar in mehreren Dateien gespeichert. Windows selbst besteht ohne zusätzlich installierte Programme bereits aus über 14000 Einzeldateien, welche sich auf über 1100 Ordner verteilen. Schreibt man einen Text, so wird dieser in einer Datei gespeichert, hört man ein Musikstück an, so ist dieses ebenfalls in einer Datei gespeichert. Dateien zu kopieren, zu verschieben, zu löschen, umzubenennen und sie überhaupt ersteinmal zu finden, gehört zur täglichen Arbeit an einem Computer.

Unterschiedliche Einheiten zur Datei-, bzw. Ordnergrößen

Je mehr Inhalt eine Datei besitzt, bzw. je mehr Dateien sich in einem Ordner befinden, desto mehr Speicherplatz benötigen sie. Einfache Textdateien sind meistens zwischen 1 und 100 Kilobyte (Kb) groß. Ausführbare Dateien (*.exe) benötigen oftmals mehr Speicherplatz als eine Textdatei. Sie können 1000 Kilobyte (1 Mb) aber auch bis zu 600000 Kilobyte (600 Mb) groß sein. In der folgenden Auflistung wird gezeigt, welche Einheiten zur Dateigröße es gibt:

  • Kilobyte (Kb) - Z.B. einfache Textdateien, Excel- und PowerPoint-Dateien.
  • Megabyte (Mb) - Z.B. ausführbare Dateien (*.exe)
  • Gigabyte (Gb) - Z.B. ein installiertes Windows auf einer Festplatte
  • Terabyte (Tb) - Festplatten mit einem Speichervolumen von 1 tb
  • 1000 Kb = 1 Mb

1000 Mb = 1 Gb 1000 Gb = 1 Tb Hinweis: Die Datei- bzw. die Ordnergröße kann wie folgt ermittelt werden: Navigieren Sie auf die Datei oder auf den Ordner, wovon Sie die Größe wissen möchten. Drücken Sie die KONTEXTMENÜTASTE und gehen Sie mit Pfeil AB oder AUF auf EIGENSCHAFTEN. Drücken Sie EINGABE und lesen Sie das Fenster mit dem Jaws-Cursor aus. Hinweis: Das Fenster mit den Eigenschaften können Sie auch schneller mit ALT+EINGABE erreichen. Für die Arbeit mit Dateien benutzt man den WINDOWS-EXPLORER oder den COMPUTER (ehemal. ARBEITSPLATZ). Sowohl der WINDOWS-EXPLORER als auch der COMPUTER sind zwei verschiedene Ansichten des eigentlich gleichen Programms, die sich vor allem in ihren Voreinstellungen unterscheiden. Beide können die Laufwerke eines Computers anzeigen und ermöglichen es, durch die Ordner zu navigieren und Dateien auszuwählen, zu kopieren, zu löschen usw.. Auch wenn es sich bei WINDOWS-EXPLORER und COMPUTER um das gleiche Programm handelt, so ist die Bedienung in Teilen unterschiedlich. Daher wird zunächst der COMPUTER vorgestellt.

Computer

Starten des Computers

Um den Computer zu öffnen, gibt es viele Wege. Diese aber alle aufzuzählen, wäre unsinnig, weshalb hier exemplarisch ein Weg beschrieben wird. Mit der Tastenkombination WINDOWS+D wechselt man auf den Desktop. Alle eventuell offenen Fenster werden minimiert und die Desktop-Oberfläche wird sichtbar. Durch einmaliges oder bei Bedarf mehrmaliges Drücken von A (dem Anfangsbuchstaben von Arbeitsplatz) gelangt man zu dem Symbol des COMPUTERS. Jaws liest dabei die Namen aller Symbole zum einen mit der Sprachausgabe vor, zum anderen wird der Name des Symbols, auf welchem sich der Cursor gerade befindet, auch auf der Braillezeile angezeigt. Dort erscheint er unterstrichen, d.h. Punkt 7 und 8 sind hochgestellt. Auf dem Symbol COMPUTER drückt man EINGABE, um das Programm COMPUTER zu starten. Die schnellere Variante ist das Drücken von WINDOWS+E!

Aufbau des Arbeitsplatzes

Das Programmfenster des COMPUTERS besteht von oben nach unten betrachtet aus:

  • Menüleiste - mit den Menüpunkten DATEI (D), BEARBEITEN (B), ANSICHT (A), FAVORITEN (F), EXTRAS (X), ? (?)
  • Adressleiste - zur Anzeige und direkten Eingabe von Pfadangaben
  • Listenansicht - zur Anzeige von Laufwerken, Ordnern und Dateien

Zwischen Listenansicht und Adressleiste wechselt man mit TAB. Alternativ kann man die Adressleiste auch durch die Tastenkombination ALT+E direkt anspringen. Das Menü kann man wie immer durch Drücken von ALT aufrufen. Ebenso ist es möglich, die Menüpunkte über ihre Tastenkombinationen auch direkt anzusteuern (z.B. ALT+D für das Dateimenü). Wichtigster Bereich des Arbeitsplatzes ist die Listenansicht. In ihr wird nach dem Start des Computers eine Liste aller Laufwerke des Computers mit den jeweiligen Laufwerksbuchstaben und -namen sowie einer Reihe von Zusatzinformationen angezeigt. Die Sortierung der Laufwerke erfolgt nach unserer Voreinstellung alphabetisch nach den Laufwerksbuchstaben. An oberster Stelle sollte (sofern im Computer vorhanden) also 3 1/2 DISKETTE (A:) stehen. Darauf folgt höchstwahrscheinlich LOKALER DATENTRÄGER (C:), also die erste Festplatte, und danach alle weiteren Laufwerke in alphabetischer Ordnung.

Navigation mit dem Computer

Kurzzusammenfassung

  • AUF und AB navigiert durch die Elemente einer Liste.
  • TAB wechselt zwischen Listenansicht und Adressleiste (wenn diese eingeschaltet ist, auch Symbolleiste).
  • EINGABE öffnet Ordner oder Dateien.

Sobald man den COMPUTER aufgerufen (gestartet) hat, beginnt Jaws, eine Reihe von Informationen anzusagen. Neben der Ansage, dass der Computer geöffnet wurde, erhält man die wesentlich wichtigere Information, auf welchem Element sich der Cursor gerade im Arbeitsplatz befindet. In der Regel steht der Cursor auf dem ersten Element der Listenansicht (ohne dieses aber ausgewählt zu haben). (Steht der Cursor wider Erwarten nicht in der Listenansicht, wechselt man durch ggf. mehrfaches Drücken von TAB in diese hinein. Die Sprachausgabe gibt an, wo sich der Cursor gerade befindet.) Mit AUF und AB lassen sich die anderen Elemente der Liste betrachten und auswählen. Ein mögliches Beispiel könnte folgendermaßen aussehen: Der Arbeitsplatz zeigt in der Listenansicht fünf Einträge an. An oberster Position die "3 1/2-Diskette (A:)", danach "Lokaler Datenträger (C:)", "DVD-Laufwerk (E:), "Gemeinsame Dokumente" und an unterster Stelle "Dateien von Benutzer". Nach dem Start des Computers, sagt die Sprachausgabe fünf Elemente an. Das erste Element "3 1/2 Diskette (A:)" wird angesagt und auf der Braillezeile ohne Unterstreichung angezeigt. Der Cursor sitzt also auf dem Element "3 1/2 Diskette (A:)", aber das Element ist nicht ausgewählt. Drückt man einmal AB, wird das zweite Element der Liste, also "Lokaler Datenträger (C:)" angesagt. Die Anzeige auf der Braillezeile ändert sich entsprechend, mit dem Unterschied, dass der Text ab nun unterstrichen dargestellt wird. Dies ist das Zeichen dafür, dass das Element "Lokaler Datenträger (C:)" ausgewählt ist. Ein weiterer Druck auf AB bewegt den Cursor auf "DVD-Laufwerk (D:)". AUF navigiert zurück auf "Lokaler Datenträger (C:)" usw. Um den Inhalt eines Laufwerkes oder Ordners sehen zu können, muss man es/ihn öffnen. Dazu navigiert man mit AB und AUF zum gewünschten Laufwerk oder Ordner und drückt dann EINGABE. Die Sprachausgabe meldet den Wechsel sofort, indem sie erneut die Listenansicht und das erste Element der neuen Liste ansagt. In der Voreinstellung zeigt Windows von oben betrachtet erst alle Ordner und dann alle Dateien an. Mit AB oder AUF wählt man ein gewünschtes Element aus und öffnet dieses mit EINGABE (oder mit einem Doppelklick auf einer der TAC-Tasten bei der Anzeige des Ordnernamens auf der Braillezeile). Wählt man eine Datei aus, so wird diese automatisch mit dem für sie zuständigen Programm geöffnet. Bei einer Datei mit der Dateinamenserweiterung .doc würde also Microsoft Word gestartet und dort die Datei angezeigt, bei einer Datei mit der Endung .mp3 würde eine Abspielsoftware für Musik gestartet, wie zum Beispiel der Windows Media Player. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass eine Datei vom zuständigen Programm in der Regel in einem neuen Fenster geöffnet wird, welches sich zusätzlich zum Computer öffnet. Dieser wird durch das Öffnen einer Datei also verlassen, läuft aber im Hintergrund weiter. Wählt man einen weiteren Ordner aus, so wird dieser wie oben beschrieben geöffnet und angesagt. Das Öffnen eines Ordners bringt einen immer eine Ebene tiefer in der Hierarchie der Ordner, man befindet sich also weiterhin im Computer. Um nocheinmal auf das oben erwähnte Schrankbeispiel zurückzukommen: Nach dem Öffnen einer Schranktür (Laufwerksauswahl) sieht man alle Schrankabteile (Ordner). Von diesen wählt man eines aus, schaut hinein und entdeckt weitere Unterteilungen usw. Irgendwann finden sich in einer Unterteilung die gesuchten Socken. Diese nimmt man und gibt sie außerhalb des Schranks an das zuständige Körperteil (Programm), die Füße, weiter. Um sich wieder "rückwärts" in der Hierarchie zu bewegen, also um aus einem Unterordner wieder in den übergeordneten Ordner zu wechseln, benutzt man die Tastenkombination ALT+LINKS oder die RÜCK-Taste. ALT+LINKS ist die Tastenkombination für "zurück". Sie funktioniert nicht nur im Computer, sondern zum Beispiel auch im Internet-Explorer und zahlreichen anderen Programmen. Ist man zu weit zurück gegangen, so kann man mit ALT+RECHTS wieder einen Schritt "vor" gehen. Egal, wie viele Unterordner geöffnet waren, drückt man ALT+LINKS oft genug, kehrt man immer wieder zur ersten Ansicht des Computers zurück. In Laufwerken und Ordnern mit zahlreichen Unterordnern oder hunderten von Einzeldateien ist ein einfacher Trick sehr hilfreich. Kennt man den Anfangsbuchstaben (genauer gesagt das Anfangszeichen) des gesuchten Ordners oder der gesuchten Datei, kann man diesen einfach auf der Tastatur eingeben. Der Cursor springt dann zum ersten Eintrag, der mit dem gewünschten Buchstaben (bzw. Zeichen) anfängt. Durch erneutes Drücken des gleichen Buchstabes wird der zweite, danach der dritte Eintrag angesprungen. Am Ende der Möglichkeiten angekommen, springt der Cursor wieder zum ersten Eintrag zurück und danach wieder zum zweiten usw. Um eine Datei zu öffnen, drückt man EINGABE. Die Datei wird daraufhin mit dem ihr zugeordneten Programm geöffnet.

Windows kann einer Datei kein Programm zuordnen

Windows kann eine Datei nur dann öffnen, wenn die Dateinamenserweiterung der Datei auch einer Anwendung zugeordnet ist (.docx ist beispielsweise Microsoft Word zugeordnet). Weiß Windows nicht, zu welcher Anwendung eine Dateinamenserweiterung gehört, und wird eine solche Datei über den Computer oder über den Windows-Explorer geöffnet, erscheint ein Dialogfenster mit dem wenig aussagekräftigen Titel WINDOWS. Im Text des Dialogfensters wird der Benutzer darüber informiert, dass die Datei nicht geöffnet werden kann, da Windows keine Anwendung kennt, die mit der Datei umgehen kann. Der Benutzer muss entscheiden, was zu tun ist. Über Auswahlschalter hat er die Möglichkeit, zwischen zwei Optionen zu wählen. Er kann im Internet eine Webseite aufrufen und hoffen, dort nähere Informationen zur Dateinamenserweiterung zu finden. Dazu wählt er WEBDIENST FÜR DIE SUCHE NACH EINEM GEEIGNETEN PROGRAMM VERWENDEN und bestätigt anschließend mit EINGABE. Diese Möglichkeit liefert aber allerhöchstens weiterführende Informationen, löst aber das Problem des Benutzers noch nicht. In der Regel weiß der Benutzer aber, zu welchem Programm eine Datei gehört und muss dies Windows lediglich mitteilen. Dazu wählt er durch AB den Auswahlschalter PROGRAMM AUS EINER LISTE WÄHLEN und bestätigt dann mit EINGABE. Es öffnet sich ein neues Dialogfenster mit dem Titel ÖFFNEN MIT. Innerhalb dieses Fensters gibt es eine Strukturansicht, in welcher untereinander alle Programme aufgeführt sind, die bereits mit einer oder mehreren Dateinamenserweiterungen verknüpft sind. Ab hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, fortzufahren. Möglichkeit 1: Möchte man die Windows bisher noch unbekannte Dateinamenserweiterung einem der in der Strukturansicht aufgeführten Programme zuordnen, so wählt man das zugehörige Programm mit AB und AUF aus. Mit TAB springt man danach weiter in ein Eingabefeld (GEBEN SIE EINE BESCHREIBUNG FÜR DATEIEN DIESES TYPS AN). In dieses kann man auf Wunsch eine kurze Beschreibung für die neue Dateinamenserweiterung eintragen, zwingend notwendig ist dies aber nicht. Nach erneutem Drücken von TAB befindet sich der Cursor im Kontrollfeld DATEITYP IMMER MIT DEM AUSGEWÄHLTEN PROGRAMM ÖFFNEN. Mit LEERTASTE kann man dieses Kontrollfeld (de)aktivieren. Aktiviert man das Kontrollfeld, werden von nun an alle Dateien mit dieser Dateinamenserweiterung mit dem oben ausgewählten Programm geöffnet. Aktiviert man das Kontrollfeld nicht, wird die Datei ein einziges Mal mit dem gewählten Programm geöffnet. Beim nächsten Versuch, diese Datei zu öffnen, fragt Windows erneut nach. Diese Option sollte man wählen, wenn man zunächst testen möchte, ob das oben gewählte Programm überhaupt in der Lage ist, die Datei zu öffnen. Möglichkeit 2: Möchte man die Windows bisher noch unbekannte Dateinamenserweiterung einem anderen Programm zuordnen, welches noch nicht in der Strukturansicht aufgeführt ist, so springt man mit TAB zum Schalter DURCHSUCHEN und bestätigt mit EINGABE. Wieder öffnet sich eine Dialogfenster mit dem sehr ähnlichen Titel ÖFFNEN MIT ... . Windows erwartet vom Benutzer, ein Programm zu nennen, mit welchem es die gewünschte Datei öffnen kann. Der Benutzer muss also zu diesem Programm navigieren und es auswählen. Dies geht folgendermaßen: In diesem Dialogfenster springt man durch mehrfaches Drücken von TAB oder einmaliges Drücken von ALT+S (oder UMSCHALT+TAB) in die Ausklappliste SUCHEN IN. Mit AB klappt man die Ausklappliste zunächst aus. Sie enthält eine Liste von Laufwerken und Ordnern. Leider variieren die Einträge in der Liste von Windowsinstallation zu Windowsinstallation. Eine gute Taktik ist es, mit AUF und AB zunächst auf den COMPUTER zu navigieren und dann EINGABE zu drücken. Anschließend drückt man so lange TAB, bis man sich in der Listenansicht befindet. Man wählt das Laufwerk aus, auf welchem das Programm gespeichert ist, dann den oder die Ordner und schließlich die ausführbare Datei des Programmes selbst. Meist ist dies eine Datei mit der Dateinamenserweiterung .exe. Sobald die Datei markiert auf der Braillezeile erscheint (Punkt 7 und 8 sind oben), bestätigt man mit EINGABE. Das eben ausgewählte Programm wird nun in die Strukturansicht im ersten Dialogfeld aufgenommen und ab hier laufen alle Schritte wie in Möglichkeit 1 beschrieben ab.

Probleme beim Öffnen des Disketten- oder CD-/DVD-Laufwerks

Bei der Navigation im Computer werden sowohl das Disketten-, als auch das CD- bzw. DVD-Laufwerk immer mit einem Laufwerksbuchstaben angezeigt, unabhängig davon, ob sich auch tatsächlich ein Datenträger (Diskette, CD, DVD) im Laufwerk befindet. Versucht der Benutzer, ein solches leeres Laufwerk zu öffnen, fordert Windows ihn dazu auf, erst einen entsprechenden Datenträger in das Laufwerk einzulegen. Möchte er dies nicht, so kann er durch den Schalter ABBRECHEN zum COMPUTER zurückkehren.

Computer aktualisieren

Manchmal zeigt der COMPUTER Änderungen nicht sofort an, nachdem Dateien kopiert, verschoben oder gelöscht wurden. Es kann beispielsweise passieren, dass der Benutzer eine Datei gelöscht hat, JAWS diese aber immer noch vorliest. Durch Drücken der Tastenkombination STRG+F5 wird die Bildschirmanzeige aktualisiert und dieser Fehler dadurch behoben.

Adressleiste

Sollte man einmal den Überblick darüber verlieren, wo genau man sich in der Hierarchie gerade befindet, kann man in die Adressleiste schauen. In dieser wird immer der komplette Pfad als Text angezeigt. Um in die Adressleiste zu wechseln, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man drückt so lange TAB, bis der Cursor in die Adressleiste gesetzt wird (Jaws sagt dies an), oder man benutzt die Tastaturkombination ALT+E. Ein typischer Eintrag in der Adressleiste könnte wie folgt aussehen: "C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Eigene Dateien" Die gegenwärtige Position ist also auf dem Laufwerk C: im Ordner "Dokumente und Einstellungen", in dessen Unterordner "Benutzer", in dessen Unterordner "Eigene Dateien".

Aufruf eines Ordners durch Eingabe des Pfades in die Adressleiste

Es gibt die Möglichkeit, in der Adressleiste direkt zu einem bekannten Ordner zu springen, indem man seinen Pfad mit der Tastatur eingibt. Sobald man in die Adressleiste wechselt, ist der in ihr enthaltene Text markiert, die Braillezeile zeigt dies durch die Unterstreichung (Punkt 7 und 8 erhaben) an. Sobald der Benutzer ein beliebiges Zeichen eingibt, wird aller Text in der Adressleiste durch dieses ersetzt. Ein Wechsel zum Laufwerk D: ist somit sehr schnell möglich. Der Benutzer ersetzt den Text einfach durch die Zeichenfolge "D:\" und bestätigt mit EINGABE. Möchte der Benutzer lieber den bestehenden Pfad anpassen, also zum Beispiel von "C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Eigene Dateien" zu "C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\" wechseln, so muss er die Markierung des Textes zunächst wegnehmen. Dies erreicht er durch Drücken einer PFEILTaste, am besten durch RECHTS, da der Cursor in der Adressleiste dann automatisch hinter den Text gesetzt wird. Durch mehrfaches Drücken von RÜCK wird der Text soweit gelöscht, bis in der Adressleiste nur noch der neue, gewünschte Pfad zu lesen ist. Anschließend muss nur noch durch EINGABE bestätigt werden. Der COMPUTER ruft sofort das angegebene Laufwerk oder den Ordner auf und stellt die Inhalte in der Listenansicht dar. Der Cursor verbleibt allerdings nach dem Drücken von EINGABE noch in der Adressleiste und Windows bietet die sehr praktische Funktion der automatischen Vervollständigung an.

Automatische Vervollständigung der Pfadangabe

Die Adressleiste ist ein sogenanntes "kombiniertes Eingabefeld" also ein Eingabefeld, welches man nach unten durch Drücken von AB erweitern kann. Gleich nach dem Laufwerks- oder Ordnerwechsel sucht der COMPUTER (und auch der Windows-Explorer) alle verfügbaren Unterordner. Drückt man im Eingabefeld auf AB, so werden alle Unterordner untereinander aufgelistet. Mit AB und AUF sucht man anschließend den gewünschten aus und öffnet ihn mit EINGABE. Diese Methode kombiniert die Möglichkeit der Adressleiste zur direkten Eingabe von Text mit den Vorzügen der Navigation über die PFEILTasten. Sie lässt sich zudem weiter verfeinern. Angenommen, ein Ordner, z.B. "C:\Musik\", enthält eine unüberschaubare Anzahl an Unterordnern und der Benutzer weiß, dass sein gesuchter Ordner mit "U" anfängt. Er benutzt die Adressleiste und trägt in sie den Pfad soweit ein, wie er ihn kennt. Also "C:\Musik\U". Dann drückt er AB. Die sich öffnende Liste zeigt jetzt nur alle Unterordner an, die auch mit "U" anfangen.

Wechseln von Ordnern oder Laufwerken ohne manuelle Pfadangabe

Die Adressleiste ist eine Kombination aus Eingabe- und Listenfeld. Mit der Tastaturkombination ALT+AB kann man das Listenfeld öffnen. Es erscheint eine hierarchisch sortierte Liste der Laufwerke und einiger Ordner des Computers. An oberster Stelle steht der DESKTOP, gefolgt vom Ordner EIGENE DATEIEN. Darauf folgen der ARBEITSPLATZ mit seinen Laufwerken, sowie die besonderen Ordner SYSTEMSTEUERUNG, GEMEINSAME DOKUMENTE, DATEIEN VON BENUTZER, die NETZWERKUMGEBUNG und zum Schluss der PAPIERKORB. Durch diese Liste kann man mit AUF und AB navigieren und mit EINGABE ein Element (also ein Laufwerk oder einen Ordner) öffnen. Der Inhalt dieses Elements wird dann in der Listenansicht des Computers angezeigt.

Ansichten von Dateien und Ordnern verändern

In unserer Voreinstellung werden Dateien in der sogenannten Detailansicht im Computer und im Windows-Explorer angezeigt. Für Blinde machen andere Ansichten als die Detailansicht nur wenig Sinn. Sollte diese aber einmal - vielleicht durch einen sehenden Benutzer - durch eine andere Ansicht ersetzt worden sein, ist es sehr sinnvoll zu wissen, wo man den Ansichtstyp einstellen kann. Da der Computere und der Windows-Explorer nur zwei unterschiedliche Ansichten des gleichen Programmes sind, wird der Weg hier nur einmal beschrieben. Mit ALT+A öffnet man das Menü ANSICHT. Mit AB navigiert man bis zum Punkt DETAILS und bestätigt dann mit EINGABE. Aus Gründen der Vollständigkeit seien hier noch die anderen Ansichtstypen kurz beschrieben.

Ansicht Beschreibung Tastaturkombination notwendige Tasten zum Navigieren
Miniaturansicht Ordner, Dateien und Laufwerke erscheinen umrahmt von einem Kasten neben- und übereinander angeordnet mit großen, iconischen Darstellungen und Text. Bilder und Dokumente werden - sofern Windows mit ihrem Format umgehen kann - stark verkleinert dargestellt. ALT+A,N AUF, AB, RECHTS, LINKS
Kacheln Ordner, Dateien und Laufwerke erscheinen neben- und übereinander angeordnet mit großen, iconischen Darstellungen und Text. Da gegenüber der Miniaturansicht auf den Kasten um die Dateien verzichtet wird, passen mehr Elemente auf die gleiche Bildschirmfläche. Bilder und Dokumente werden nur mit ihrer iconischen Darstellung angezeigt ALT+A,K AUF, AB, RECHTS, LINKS
Symbole Ordner, Dateien und Laufwerke erscheinen neben- und übereinander angeordnet mit kleinen, iconischen Darstellungen und Text. Gegenüber der Kachel-Ansicht passen hier noch mehr Elemente auf die gleiche Bildschirmfläche ALT+A,S AUF, AB, RECHTS, LINKS
Liste Alle Ordner, Dateien und Laufwerke werden mit kleinen, iconischen Darstellungen und Text untereinander angezeigt ALT+A,L AUF, AB
Details Alle Ordner, Dateien und Laufwerke werden mit kleinen, iconischen Darstellungen und Text untereinander angezeigt. Neben den Laufwerks-, Ordner- und Dateinamen werden zusätzliche Informationen wie Dateigröße, Erstelldatum und Dateityp angezeigt. ALT+A,D AUF, AB
Detailansicht anpassen

Die Informationen, die in der Detailsansicht angezeigt werden sollen, lassen sich den Bedürfnissen des Benutzers anpassen. Es kann sowohl die Art der Zusatzinformationen, die angezeigt werden sollen, als auch ihre Reihenfolge verändert werden. Voreingestellt sind:

  • Größe
  • Typ
  • Geändert am

Diese Zusatzinformationen stehen in Spalten neben dem Dateinamen. Mit ALT+A öffnet man das Menü ANSICHT. Mit AB navigiert man bis zum Punkt DETAILS AUSWÄHLEN und bestätigt dann mit EINGABE (alternativ kann man auch die Tastaturkombination ALT+A,W benutzen). Es öffnet sich das Dialogfenster DETAILS AUSWÄHLEN. Innerhalb dieses Fensters gibt es eine Listenansicht mit einer langen Liste von Auswahlschaltern. Mit AB und AUF navigiert man durch diese Liste und aktiviert, bzw. deaktiviert Elemente mit der LEERTASTE. Auf diese Weise stellt man sich die Auswahl von Zusatzinformationen zusammen, die man in der Detailansicht angezeigt haben möchte. Um auch noch die Reihenfolge der Anzeige Zusatzinformationen zu ändern, navigiert man in der Listenansicht auf die gewünschte Zusatzinformation und drückt ALT+O. Die ausgewählte Zusatzinformation wird dadurch schrittweise weiter nach vorne gesetzt. ALT+U rückt die Zusatzinformation schrittweise weiter nach hinten. Wichtig ist es zu wissen, dass in der Detailansicht nicht unendlich Platz für Zusatzinformationen ist. Jede Spalte, also jede Zusatzinformation, bekommt einen gewissen Platz reserviert. Reicht dieser Platz nicht aus, so wird der Text der Zusatzinformation mitten im Wort abgeschnitten und die nächste Zusatzinformation eingeblendet. Wie viel Platz einer Spalte mit einer Zusatzinformation zur Verfügung stehen soll, lässt sich pixelgenau einstellen. In der Listenansicht navigiert man wie oben beschrieben auf die gewünschte Zusatzinformation und drückt dann ALT+R. Der Cursor wird in ein Eingabefeld gesetzt, in welchem man die Spaltenbreite in Pixeln angeben kann. Dabei sollte man beachten, dass Werte unter 50 Pixeln nur wenig Sinn machen, da dann zu wenig Platz für Text zur Verfügung steht. Normal und sinnvoll sind Werte um die 100 Pixel. Hat man alle Einstellungen fertiggestellt, verlässt man das Dialogfenster DETAILS AUSWÄHLEN, indem man mit TAB auf den OK Schalter springt und dann mit EINGABE bestätigt.

Spalten ausdehnen

JAWS gibt mit der Braillezeile oder der Sprachausgabe immer nur das aus, was auch auf dem Bildschirm zu sehen ist. Da der Platz innerhalb eines Fensters aber begrenzt ist, werden vor allem in der Detailansicht immer wieder Elemente unvollständig angezeigt. Die Spalte ist nicht breit genug, um das Wort oder den Ausdruck vollständig darzustellen. Hierdurch kann es passieren, dass ein Wort nur zur Hälfte lesbar und der Sinn nicht mehr zu erkennen ist. Möchte der Benutzer die volle Information erhalten, so muss er die Spalte mit der Tastaturkombination STRG+NUM PLUS ausdehnen.

Sortierung von Dateien und Ordnern verändern

In der Voreinstellung von Windows werden Dateien und Ordner im Computer und im Windows-Explorer alphabetisch angezeigt. Diese Sortierreihenfolge lässt sich leicht verändern. Mit ALT+A wechselt man in das Menü ANSICHT. Mit AB navigiert man zum Menüpunkt ANORDNEN NACH und bestätigt dann mit EINGABE (alternativ kann man auch die Tastaturkombination ALT+A,O benutzen). Es klappt ein kleines Untermenü auf, innerhalb dessen man mit AB und AUF zwischen den folgenden Sortieroptionen wählen kann.

Sortieroption Funktion Tastaturkombination
Name Elemente werden alphabetisch sortiert (erst von A-Z, bei erneutem Auswählen von Z-A). ALT+A,O,N
Größe Elemente werden nach ihrer Dateigröße sortiert. ALT+A,O,N
Typ Elemente werden nach ihrer Dateinamenserweiterung sortiert. Alle Microsoft Word Dokumente stehen so z.B. direkt beieinander. ALT+A,O,T
Freier Speicherplatz Elemente werden dem freien Speicherplatz nach geordnet. ALT+A,O,F
Objekte in Gruppen anzeigen

Zusätzlich zu den Sortieroptionen lässt sich im Menüpunkt ANORDNEN NACH die Option GRUPPIEREN NACH ein- und ausschalten. Ist sie aktiv, so werden die Dateien und Ordner entsprechend der aktivierten Sortieroption in Gruppen zusammengefasst. Am leichtesten lässt sich der Sinn dieser Option in der Kombination mit der Sortierung der Dateien nach TYP verstehen. Jeder Dateityp wird hier in einer Gruppe zusammengefasst. Man stelle sich einen Ordner vor, in dem ein Benutzer ohne Rücksicht auf Übersichtlichkeit hunderte verschiedener Dateien gespeichert hat: Microsoft-Word-Textdokumente, Microsoft-Excel-Tabellen, Bilder usw. Sucht man ausschließlich auf Basis des vielleicht nur unvollständig bekannten Dateinamens in diesem Chaos nach einem bestimmten Microsoft-Word-Textdokument, so ist man unter Umständen sehr lange beschäftigt, da man jeden einzelnen Dateinamen lesen und dann seinen Dateityp feststellen muss. Die Sortierung nach Typ und das Anzeigen der Dateien und Ordner in Gruppen kann hingegen die Suche stark beschleunigen. Alle Microsoft-Word-Textdokumente werden in einer Gruppe zusammengefasst und dargestellt. Genauso geschieht dies auch mit allen Microsoft-Excel-Tabellen oder mit allen Bilddateien. Der Benutzer muss nun in der Listenansicht nur noch zur richtigen Gruppe navigieren und findet dort alle Mitglieder der Gruppe in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Er kann sich bei der weiteren Suche auf den Dateinamen konzentrieren, da er den Dateityp nicht weiter berücksichtigen muss, solange er nicht in eine andere Gruppe wechselt. Für blinde Benutzer problematisch ist allerdings die Tatsache, dass die Gruppennamen bei der Navigation mit AUF und AB (und aktiviertem PC-Cursor) nicht angesagt oder auf der Braillezeile angezeigt werden. Für den sehenden Benutzer wird zu Beginn jeder Gruppe der Gruppenname als Text angezeigt, zum Beispiel ANWENDUNG für alle Dateien mit der Dateinamenerweiterung .exe oder WORD-DOKUMENT für alle Dateien mit der Dateinamenerweiterung .docx. Diese Information erhält der blinde Benutzer nicht. Aus diesem Grund ist es besonders für blinde Computerbenutzer wichtig, die verschiedenen Dateitypen bereits im Vorfeld durch das Anlegen von Unterordnern sauber voneinander zu trennen.

Arbeiten mit Ordnern

Um bei einer Vielzahl von Dateien nicht den Überblick zu verlieren, ist es sinnvoll, Dateien logisch gruppiert in Ordnern zu speichern. Der Brief an Oma und Opa hat nichts im gleichen Ordner mit einem Bewerbungsschreiben zu suchen. Eine Musiksammlung mit tausenden von Titeln lässt sich nur dann sinnvoll nutzen, wenn Interpret und gewünschtes Album nur ohne ausufernde Suchaktion schnell gefunden werden können. Mathematikaufgaben sollten getrennt von Religionstexten gespeichert werden, um in einer Unterrichtsstunde schnell auf sie zugreifen zu können. Im ersten Beispiel wäre beispielsweise das Anlegen eines Ordners "Eigene Texte" und unterhalb dieses das Anlegen zweier weiterer Ordner "privat" und "beruflich" sinnvoll. Im zweiten Beispiel würde es sich empfehlen, einen Ordner "Eigene Musik" anzulegen. In diesem wiederrum erstellt man für jeden Interpreten einen eigenen Ordner mit dessen Namen und innerhalb dieses Ordners einen Unterordner für jedes Album. In der Schule sollte für jedes Fach mindestens ein eigener Ordner erstellt werden.

Ordner erstellen

Um einen Ordner zu erstellen, gibt es zahlreiche Wege. Bei jedem Weg besteht grundsätzlich der erste Schritt darin, an die Stelle des Laufwerks oder Ordners zu navigieren, an der man den neuen Ordner anlegen möchte. Beispiel: Im Ordner "C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Eigene Dateien" sollen Ordner für einzelne Schulfächer angelegt werden. Mit Hilfe des COMPUTERS muss man zunächst zu diesem Ordner navigieren. Dann wählt man im Menü des Computers DATEI - NEU - ORDNER (ALT,D,N,O). Der Cursor springt in die Listenansicht und die Sprachausgabe sagt "Neuer Ordner" an. Auf der Braillezeile ist "Neuer Ordner" ebenfalls zu lesen. Man kann nun direkt den Namen des Ordners eintippen. Sobald man mit der EINGABE bestätigt, ist der Ordner erstellt.

Ordner umbenennen

Hat man sich bei der Eingabe des Ordnernamens vertan oder möchte man nach einiger Zeit einen Ordner einfach umbenennen, kann man dies ohne Probleme tun. Hierfür existieren mehrere Wege. Weg 1: Man navigiert auf den gewünschten Ordner und drückt F2. Weg 2: Man navigiert auf den gewünschten Ordner und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf UMBENENNEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, U) Weg 3: Bei der Anzeige des Ordnernamens auf der Braillezeile drückt man einmal auf eine der TAC-Tasten und wartet eine Sekunde. Egal für welchen Weg man sich entscheidet, die Sprachausgabe sagt "Eingabefeld" an und der bisherige Ordnername erscheint markiert auf der Braillezeile. Der neue Ordnername kann nun direkt über den alten geschrieben werden. Durch das Drücken einer PFEILTaste kann die Markierung auch aufgehoben und der alte Ordnername beliebig angepasst werden. Hinweis: Ein Ordner kann nur dann umbenannt werden, wenn keine der in ihm enthaltenen Dateien von einem Programm geöffnet ist.

Ordner löschen

Achtung: Das Löschen eines Ordners löscht gleichzeitig auch alle Dateien und Unterordner, die sich in ihm befinden. Für das Löschen eines Ordners existieren verschiedene Wege. Weg 1: Man navigiert auf den gewünschten Ordner und drückt ENTF. Weg 2: Man navigiert auf den gewünschten Ordner und wählt im Menü des Computers DATEI - LÖSCHEN (ALT+D,L). Weg 3: Man navigiert auf den gewünschten Ordner und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf LÖSCHEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, L) Der Computer öffnet das kleine Dialogfeld LÖSCHEN VON ORDNERN BESTÄTIGEN und fragt nach, ob der Ordner tatsächlich gelöscht werden soll. Jaws liest die Frage über die Sprachausgabe vor und auf der Braillezeile sind JA und NEIN zu lesen. J löscht den Ordner, N oder ESC brechen das Löschen des Ordners ab. Nach dem "Löschen" ist der Ordner übrigens noch nicht ganz verschwunden. Er ist lediglich in den Papierkorb verschoben worden und wird nicht mehr angezeigt. Bei Bedarf oder nach unabsichtlichem Löschen lässt er sich zusammen mit seinem Inhalt wiederherstellen. Hinweis: Die Wiederherstellung funktioniert nur auf lokalen Laufwerken und nur dann, wenn der Inhalt des Ordners nicht größer ist als das maximale Fassungsvermögen des Papierkorbs). Hinweis: Ein Ordner kann nur dann gelöscht werden, wenn keine der in ihm enthaltenen Dateien von einem Programm geöffnet ist.

Ordner kopieren

Hinweis: Die beiden Vorgänge, einen Ordner zu kopieren oder zu verschieben, unterscheiden sich kaum voneinander. Beim Kopieren bleibt das Original erhalten und es wird von ihm ein Duplikat angelegt, beim Verschieben bleibt das Original erhalten, es ändert sich aber sein Speicherort. Einen Ordner zu kopieren bedeutet, ihn mit all seinem Inhalt zu duplizieren und die so entstandene Kopie an einem anderen Speicherort abzulegen. Dies kann beispielsweise notwendig sein, um einer anderen Person eine Reihe von Dateien, z.B. Texte, zur Weiterbearbeitung zur Verfügung zu stellen, ohne die Originale abgeben zu müssen. Das Kopieren beinhaltet zwei Schritte. Im ersten Schritt wird der zu kopierende Ordner zum Kopieren markiert, indem man ihn in die Zwischenablage legt. Im zweiten Schritt wird der Ordner aus der Zwischenablage an seinem neuen Bestimmungsort wieder eingefügt. Schritt 1: Für das Kopieren eines Ordners gibt es verschiedene Wege.

  • Weg 1: Man navigiert im Quellordner auf den gewünschten Ordner (ohne ihn aber zu öffnen) und drückt STRG+C.
  • Weg 2: Man navigiert im Quellordner auf den gewünschten Ordner (ohne ihn aber zu öffnen), dann wählt man im Menü des Computers BEARBEITEN - KOPIEREN (ALT+B,K).
  • Weg 3: Man navigiert im Quellordner auf den gewünschten Ordner und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf KOPIEREN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, K)

Der Ordner ist nun zum Kopieren markiert. Die Sprachausgabe von Jaws meldet "Markierung in die Ablage kopiert". Schritt 2: Nach dem Markieren und dem Einfügen in die Zwischenablage navigiert man zum Zielordner bzw. zum Ziellaufwerk, also zum neuen Speicherort für den Ordner in der Zwischenablage. Dies kann ein Laufwerk oder auch ein anderer Ordner sein. Von hier aus gibt es wieder verschiedene Wege, fortzufahren.

  • Weg 1: Man drückt STRG+V.
  • Weg 2: Man wählt im Menü des Computers BEARBEITEN - EINFÜGEN (ALT+B,E).
  • Weg 3: Man navigiert auf den gewünschten Ordner und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf Einfügen und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, N)

Der Ordner wird nun aus der Zwischenablage eingefügt, vorausgesetzt, es existiert im Zielordner bzw. im Ziellaufwerk noch kein Ordner mit dem gleichen Namen. Sollte bereits ein Ordner mit gleichem Namen vorhanden sein, fragt Windows nach, wie es sich verhalten soll. Es öffnet sich das Dialogfenster ERSETZEN VON ORDNERN BESTÄTIGEN. Hintergrund: Ordner werden immer mitsamt ihres Inhalts kopiert. Existiert im Zielordner bereits ein gleichnamiger Ordner, so werden alle Dateien aus dem zu kopierenden Ordner in diesen hineinkopiert. Hierbei kann es passieren, dass sich bereits Dateien oder Ordner mit gleichem Namen dort befinden. Da sich innerhalb eines Ordners aber niemals zwei Dateien (oder Ordner) mit genau gleichem Namen befinden dürfen, kommt es zu einem Konflikt, den der Benutzer lösen muss. Der Benutzer hat die folgenden Wahlmöglichkeiten.

  • 1. Möglichkeit: Er kann einzelne Dateien oder Ordner im Zielordner durch die zu kopierenden Dateien/Ordner ersetzen lassen, indem er bei jedem Konflikt von Hand durch Wählen des Schalters JA (J) eine Bestätigung gibt.
  • 2. Möglichkeit: Er kann alle Dateien oder Ordner im Zielordner durch die zu kopierenden Dateien/Ordner ersetzen lassen, indem er einmal den Schalter JA, ALLE (A) wählt.
  • 3. Möglichkeit: Er kann den Vorgang abbrechen, indem er den Schalter NEIN (N) wählt.
  • 4. Möglichkeit: Er kann den Vorgang abbrechen, indem er auf den ABBRECHEN-Schalter navigiert und mit EINGABE bestätigt.
Ordner verschieben

Hinweis: Die beiden Vorgänge, einen Ordner zu kopieren oder zu verschieben, unterscheiden sich kaum voneinander. Beim Kopieren bleibt das Original erhalten und es wird von ihm ein Duplikat angelegt, beim Verschieben bleibt das Original erhalten, es ändert sich aber sein Speicherort. Einen Ordner zu verschieben bedeutet, ihn mit all seinem Inhalt von einem Speicherort zu einem anderen Speicherort zu bewegen. Dies kann beispielsweise notwendig sein, um mehr Ordnung auf einem Laufwerk zu schaffen. Das Verschieben beinhaltet zwei Schritte. Im ersten Schritt wird der zu verschiebende Ordner zum Verschieben markiert, indem man ihn ausschneidet und damit in die Zwischenablage legt. Im zweiten Schritt wird der Ordner aus der Zwischenablage an seinem neuen Bestimmungsort wieder eingefügt. Schritt 1: Für das Aussschneiden eines Ordners gibt es verschiedene Wege.

  • Weg 1: Man navigiert im Quellordner auf den gewünschten Ordner (ohne ihn aber zu öffnen) und drückt STRG+X.
  • Weg 2: Man navigiert im Quellordner auf den gewünschten Ordner (ohne ihn aber zu öffnen) und wählt im Menü des Computers BEARBEITEN - AUSSCHNEIDEN(ALT+B,A).
  • Weg 3: Man navigiert im Quellordner auf den gewünschten Ordner und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf AUSSCHNEIDEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, A)

Der Ordner ist nun zum Verschieben markiert. Die Sprachausgabe von Jaws meldet "Markierung in Zwischenablage ausschneiden". Schritt 2: Nach dem Markieren und Ausschneiden navigiert man zum Zielordner bzw. zum Ziellaufwerk, also zum neuen Speicherort für den Ordner in der Zwischenablage. Dies kann ein Laufwerk oder auch ein anderer Ordner sein. Von hier aus gibt es wieder verschiedene Wege, fortzufahren.

  • Weg 1: Man drückt STRG+V.
  • Weg 2: Man wählt im Menü des Computers BEARBEITEN - EINFÜGEN (ALT+B,E).
  • Weg 3: Man navigiert auf den gewünschten Ordner und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf EINFÜGEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, N)

Der Ordner wird nun verschoben, vorausgesetzt, es existiert im Zielordner bzw. im Ziellaufwerk noch kein Ordner mit dem gleichen Namen. Sollte bereits ein Ordner mit gleichem Namen vorhanden sein, fragt Windows nach, wie es sich verhalten soll. Es öffnet sich das Dialogfenster ERSETZEN VON ORDNERN BESTÄTIGEN. Hintergrund: Ordner werden immer mitsamt ihres Inhalts verschoben. Existiert im Zielordner bereits ein gleichnamiger Ordner, so werden alle Dateien aus dem zu verschiebenden Ordner in diesen hineinverschoben. Hierbei kann es passieren, dass sich bereits Dateien oder Ordner mit gleichem Namen dort befinden. Da sich innerhalb eines Ordners aber niemals zwei Dateien (oder Ordner) mit genau gleichem Namen befinden dürfen, kommt es zu einem Konflikt, den der Benutzer lösen muss. Der Benutzer hat die folgenden Wahlmöglichkeiten.

  • 1. Möglichkeit: Er kann einzelne Dateien oder Ordner im Zielordner durch die zu verschiebenden Dateien/Ordner ersetzen lassen, indem er bei jedem Konflikt von Hand durch Wählen des Schalters JA (J) eine Bestätigung gibt.
  • 2. Möglichkeit: Er kann alle Dateien oder Ordner im Zielordner durch die zu verschiebenden Dateien/Ordner ersetzen lassen, indem er einmal den Schalter JA, ALLE (A) wählt.
  • 3. Möglichkeit: Er kann den Vorgang abbrechen, indem er den Schalter NEIN (N) wählt.
  • 4. Möglichkeit: Er kann den Vorgang abbrechen, indem er auf den ABBRECHEN-Schalter navigiert und mit EINGABE bestätigt.

Hinweis: Ein Ordner kann nur dann verschoben werden, wenn keine der in ihm enthaltenen Dateien von einem Programm geöffnet ist.

Eigene Dateien

Der Ordner EIGENE DATEIEN ist ein besonderer Ordner. Er ist der voreingestellte Ordner, in dem die meisten Windows-Programme ihre vom Benutzer erstellten Dokumente speichern möchten. Der Ordner EIGENE DATEIEN existiert für jeden Benutzer, der ein Benutzerkonto auf dem Computer hat, an einer anderen Stelle. Von dieser Tatsache bekommt der angemeldete Benutzer aber normalerweise nichts mit. Er findet den Ordner EIGENE DATEIEN immer an der gleichen Stelle, zum Beispiel auf dem DESKTOP. In Wirklichkeit ist der Ordner EIGENE DATEIEN aber nur eine Verknüpfung mit dem wirklichen Speicherordner, welcher sich in der Voreinstellung von Windows in C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Eigene Dateien befindet. Auf den Ordner EIGENE DATEIEN dürfen nur der angemeldete Benutzer und der Administrator, bzw. andere Benutzer mit Administratorrechten, zugreifen. Für alle anderen Benutzer des Computers ist der Ordner nicht einsehbar. Kursiver Text


Arbeiten mit Dateien

Hinweis: Die Vorgänge, Dateien zu erstellen, umzubenennen, zu löschen, zu kopieren und zu verschieben, unterscheiden sich nur unwesentlich von dem Vorgehen bei Ordnern.

Dateien erstellen

Um eine Datei zu erstellen, gibt es zahlreiche Wege. Meist wird man eine Anwendung, z.B. eine Textverarbeitung starten und dann aus dieser Anwendung heraus seine Arbeit in eine Datei speichern. Diese wird dann von der Anwendung auf einem Laufwerk oder in einem Ordner abgespeichert. Es ist aber für eine Reihe von Dateien ebenfalls möglich, diese über den Computer am gewünschten Speicherort direkt zu erstellen und erst später durch das Starten der zuständigen Anwendung mit Inhalt zu füllen. Wer Dateien auf diesem Wege erstellen möchte, muss zunächst an die Stelle des Laufwerks oder Ordners navigieren, an der die neue Datei angelegt werden soll. Beispiel: Im Ordner "C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Eigene Dateien\Schule\Mathematik\Hausaufgaben\" soll eine Datei angelegt werden, die später als Hausaufgabenheft verwendet wird. Die zuständige Anwendung für einen Text ist Microsoft Word, die neu zu erstellende Datei also ein Microsoft-Word-Dokument. Mit Hilfe des Computers muss man zunächst zum oben genannten Ordner navigieren. Dort wählt man im Menü des Computers DATEI - NEU - MICROSOFT WORD-DOKUMENT (ALT+D,N, AB bis MICROSOFT WORD-DOKUMENT). Der Cursor springt in die Listenansicht und die Sprachausgabe sagt "Neu Microsoft Word-Dokument.docx" an. Auf der Braillezeile ist "Neu Microsoft Word-Dokument.docx" ebenfalls zu lesen. Man kann nun direkt den Namen der Datei eintippen, darf dabei aber nicht vergessen, die Dateinamenerweiterung ".docx" am Ende des Dateinamens ebenfalls einzugeben, ansonsten weiß der Computer später nicht, mit welchem Programm er die Datei öffnen kann. Sobald man mit der EINGABE bestätigt, ist die Datei erstellt. Um sie zu bearbeiten, navigiert man auf die Datei und drückt EINGABE.

Dateien umbenennen

Hat man sich bei der Eingabe eines Dateinamens vertan, oder möchte man nach einiger Zeit eine Datei einfach umbenennen, kann man dies ohne Probleme tun. Hierfür existieren mehrere Wege.

  • Weg 1: Man navigiert auf die gewünschte Datei und drückt F2.
  • Weg 2: Man navigiert auf die gewünschte Datei und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf UMBENENNEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, U)
  • Weg 3: Bei der Anzeige des Dateinamens auf der Braillezeile drückt man einmal auf eine der TAC-Tasten und wartet eine Sekunde.

Egal, für welchen Weg man sich entscheidet, die Sprachausgabe sagt "Eingabefeld" an und der bisherige Dateiname erscheint markiert auf der Braillezeile. Der neue Dateiname kann nun direkt über den alten geschrieben werden. Durch das Drücken einer PFEILTaste kann die Markierung auch aufgehoben und der alte Dateiname beliebig angepasst werden. Wichtig: Man darf nicht vergessen, die Dateinamenerweiterung am Ende des Dateinamens ebenfalls einzugeben, ansonsten weiß der Computer später nicht, mit welchem Programm er die Datei bearbeiten kann. Hinweis: Eine Datei kann nur dann umbenannt werden, wenn sie nicht gerade von einem Programm geöffnet ist.

Dateien löschen

Für das Löschen einer Datei existieren verschiedene Wege.

  • Weg 1: Man navigiert auf die gewünschte Datei und drückt ENTF.
  • Weg 2: Man navigiert auf die gewünschte Datei und wählt im Menü des ComputersnDATEI - LÖSCHEN (ALT+D,L).
  • Weg 3: Man navigiert auf die gewünschte Datei und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf LÖSCHEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, L)

Der Computer öffnet das kleine Dialogfeld LÖSCHEN VON DATEIEN BESTÄTIGEN und fragt nach, ob die Datei tatsächlich gelöscht werden soll. Jaws liest die Frage über die Sprachausgabe vor und auf der Braillezeile sind JA und NEIN zu lesen. J löscht die Datei, N oder ESC brechen den Löschvorgang ab. Nach dem "Löschen" ist die Datei übrigens noch nicht ganz verschwunden, sie ist lediglich in den Papierkorb verschoben worden und wird nicht mehr angezeigt. Bei Bedarf oder nach versehentlichem Löschen lässt sie sich wiederherstellen. Hinweis: Die Wiederherstellung funktioniert nur auf lokalen Laufwerken und nur dann, wenn die Datei nicht größer ist als das maximale Fassungsvermögen des Papierkorbs). Hinweis: Eine Datei kann nur dann gelöscht werden, wenn sie nicht gerade von einem Programm geöffnet ist.

Dateien kopieren

Hinweis: Die Vorgänge, eine Datei zu kopieren oder zu verschieben, unterscheiden sich kaum. Beim Kopieren bleibt das Original erhalten und es wird von ihm ein Duplikat angelegt, beim Verschieben bleibt das Original erhalten, es ändert sich aber sein Speicherort. Eine Datei zu kopieren bedeutet, sie zu duplizieren und die so entstandene Kopie an einem anderen Speicherort abzulegen. Dies kann beispielsweise notwendig sein, um einer anderen Person eine Datei, z.B. einen Text, zur Weiterbearbeitung zur Verfügung zu stellen, ohne das Original abgeben zu müssen. Das Kopieren beinhaltet zwei Schritte. Im ersten Schritt wird die zu kopierende Datei zum Kopieren markiert, indem man sie in die Zwischenablage legt. Im zweiten Schritt wird die Datei aus der Zwischenablage an ihrem neuen Bestimmungsort wieder eingefügt. Schritt 1: Für das Kopieren einer Datei gibt es verschiedene Wege.

  • Weg 1: Man navigiert im Quellordner auf die gewünschte Datei und drückt STRG+C.
  • Weg 2: Man navigiert im Quellordner auf die gewünschte Datei und wählt im Menü des Computers BEARBEITEN - KOPIEREN (ALT+B,K).
  • Weg 3: Man navigiert im Quellordner auf die gewünschte Datei und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf KOPIEREN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, K)

Die Datei ist nun zum Kopieren markiert. Die Sprachausgabe von Jaws meldet "Markierung in die Ablage kopiert". Schritt 2: Nach dem Markieren und dem Einfügen in die Zwischenablage navigiert man zum Zielordner bzw. zum Ziellaufwerk, also zum neuen Speicherort für die Datei in der Zwischenablage. Von hier aus gibt es wieder verschiedene Wege, fortzufahren.

  • Weg 1: Man drückt STRG+V.
  • Weg 2: Man wählt im Menü des Computers BEARBEITEN - EINFÜGEN (ALT+B,E).
  • Weg 3: Man drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf EINFÜGEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, N)

Die Datei wird nun aus der Zwischenablage eingefügt, vorausgesetzt, es existiert im Zielordner bzw. im Ziellaufwerk noch keine Datei mit dem gleichen Namen. Sollte bereits eine Datei mit gleichem Namen vorhanden sein, fragt Windows nach, wie es sich verhalten soll. Es öffnet sich das Dialogfenster ERSETZEN VON DATEIEN BESTÄTIGEN. Hintergrund: Innerhalb eines Ordners dürfen sich niemals zwei Dateien mit genau gleichem Namen befinden. Beim Versuch, eine Datei in einen Ordner zu kopieren, deren Dateiname in diesem Ordner bereits existiert, kommt es zu einem Konflikt. Diesen muss der Benutzer lösen. Der Benutzer hat die folgenden Wahlmöglichkeiten:

  • 1. Möglichkeit: Er kann einzelne Dateien im Zielordner durch die zu kopierenden Dateien ersetzen lassen, indem er bei jedem Konflikt von Hand durch Wählen des Schalters JA (J) eine Bestätigung gibt.
  • 2. Möglichkeit: Er kann alle Dateien im Zielordner durch die zu kopierenden Dateien ersetzen lassen, indem er einmal den Schalter JA, ALLE (A) wählt.
  • 3. Möglichkeit: Er kann den Vorgang abbrechen, indem er den Schalter NEIN (N) wählt.
  • 4. Möglichkeit: Er kann den Vorgang abbrechen, indem er auf den ABBRECHEN Schalter navigiert und mit EINGABE bestätigt.

Hinweis: Es ist möglich, mehrere Dateien auf einmal zu kopieren. Der Weg ist der gleiche wie oben beschrieben, nur werden statt einer Datei alleine gleich mehrere auf einmal markiert (siehe Mehrfachselektion von Dateien und Ordnern).

Dateien verschieben

Hinweis: Die Vorgänge, eine Datei zu kopieren oder zu verschieben, unterscheiden sich kaum. Beim Kopieren bleibt das Original erhalten und es wird von ihm ein Duplikat angelegt, beim Verschieben bleibt das Original erhalten, es ändert sich aber sein Speicherort. Eine Datei zu verschieben bedeutet, sie von einem Speicherort zu einem anderen Speicherort zu bewegen. Dies kann Beispielsweise notwendig sein, um mehr Ordnung auf einem Laufwerk zu schaffen. Das Verschieben beinhaltet zwei Schritte. Im ersten Schritt wird die zu verschiebende Datei zum Verschieben markiert, indem man sie ausschneidet und damit in die Zwischenablage legt. Im zweiten Schritt wird die Datei aus der Zwischenablage an ihrem neuen Bestimmungsort wieder eingefügt. Schritt 1: Für das Aussschneiden einer Datei gibt es verschiedene Wege:

  • Weg 1: Man navigiert im Quellordner auf die gewünschte Datei und drückt STRG+X.
  • Weg 2: Man navigiert im Quellordner auf die gewünschte Datei und wählt im Menü des Computers BEARBEITEN - AUSSCHNEIDEN(ALT+B,A).
  • Weg 3: Man navigiert im Quellordner auf die gewünschte Datei und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf AUSSCHNEIDEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, A)

Die Datei ist nun zum Verschieben markiert. Die Sprachausgabe von Jaws meldet "Markierung in Zwischenablage ausschneiden". Schritt 2: Nach dem Markieren und Ausschneiden navigiert man zum Zielordner bzw. zum Ziellaufwerk, also zum neuen Speicherort für die Datei in der Zwischenablage. Von hier aus gibt es wieder verschiedene Wege, fortzufahren.

  • Weg 1: Man drückt STRG+V.
  • Weg 2: Man wählt im Menü des Computers BEARBEITEN - EINFÜGEN (ALT+B,E).
  • Weg 3: Man drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf EINFÜGEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, N)

Die Datei wird nun verschoben, vorausgesetzt, es existiert im Zielordner bzw. im Ziellaufwerk noch keine Datei mit dem gleichen Namen. Sollte bereits eine Datei mit gleichem Namen vorhanden sein, fragt Windows nach, wie es sich verhalten soll. Es öffnet sich das Dialogfenster ERSETZEN VON DATEIEN BESTÄTIGEN. Hintergrund: Innerhalb eines Ordners dürfen sich niemals zwei Dateien mit genau gleichem Namen befinden. Beim Versuch, eine Datei in einen Ordner zu verschieben, deren Dateienamen es in diesem Ordner bereits gibt, kommt es zu einem Konflikt. Diesen muss der Benutzer lösen. Der Benutzer hat die folgenden Wahlmöglichkeiten:

  • 1. Möglichkeit: Er kann einzelne Dateien im Zielordner durch die zu verschiebenden Dateien ersetzen lassen, indem er bei jedem Konflikt von Hand durch Wählen des Schalters JA (J) eine Bestätigung gibt.
  • 2. Möglichkeit: Er kann alle Dateien im Zielordner durch die zu verschiebenden Dateien ersetzen lassen, indem er einmal den Schalter JA, ALLE (A) wählt.
  • 3. Möglichkeit: Er kann den Vorgang abbrechen, indem er den Schalter NEIN (N) wählt.
  • 4. Möglichkeit: Er kann den Vorgang abbrechen, indem er auf den ABBRECHEN Schalter navigiert und mit EINGABE bestätigt.

Hinweis: Es ist möglich, mehrere Dateien auf einmal zu verschieben. Der Weg ist der Gleiche wie oben beschrieben, nur werden statt einer Datei alleine gleich mehrere auf einmal markiert (siehe Mehrfachselektion von Dateien und Ordnern). Hinweis: Eine Datei kann nur dann verschoben werden, wenn sie von keinem Programm geöffnet ist.

Verknüpfungen erstellen und verändern

Verknüpfungen erstellen

Um selbst Verknüpfungen zu erstellen, gibt es mindestens sechs Wege.

Wege 1 und 2 - über einen Assistenten:

  • Weg 1: Man navigiert im Windows-Explorer oder im Compputer zum Ordner, in welchem man die Verknüpfung erstellen möchte, und ruft das DATEI-Menü auf. Mit AB oder AUF bewegt man sich zum Eintrag NEU. RECHTS klappt das Untermenü von NEU auf. Mit AB oder AUF bewegt man sich zum Eintrag VERKNÜPFUNG und drückt EINGABE(ALT+D,N,V).
  • Weg 2: Man navigiert im Windows-Explorer oder im Arbeitsplatz zum Ordner, in welchem man die Verknüpfung erstellen möchte, und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Mit AB oder AUF bewegt man sich zum Eintrag NEU. RECHTS klappt das Untermenü von NEU auf. Mit AB oder AUF bewegt man sich zum Eintrag VERKNÜPFUNG und drückt EINGABE (APPLIKATIONSTASTE,N,V).

Es öffnet sich ein Dialogfeld mit dem Titel VERKNÜPFUNG ERSTELLEN. Dieses enthält ein Eingabefeld, welches man mit TAB anspringen kann. In dieses kann man per Hand den Pfad zu einer Datei oder zu einem Ordner angeben. Man kann auch mit TAB auf den Schalter DURCHSUCHEN springen und ihn mit EINGABE aufrufen. Es öffnet sich das Dialogfeld ORDNER SUCHEN. Es enthält eine Strukturansicht der Laufwerke und Ordner des Computers. Man springt mit TAB in die Strukturansicht und navigiert mit AB oder AUF, bzw. RECHTS und LINKS zu dem Ordner oder zu der Datei, mit der man eine Verknüpfung erstellen möchte (Navigieren in der Strukturansicht siehe Kapitel Windows-Explorer). Über den Schalter NEUEN ORDNER ERSTELLEN (ALT+O) kann man auch an einer beliebigen Stelle einen neuen Ordner anlegen. Hat man einen Ordner oder eine Datei ausgewählt, springt man mit TAB auf den OK-Schalter und bestätigt mit EINGABE. Im Dialogfeld VERKNÜPFUNG ERSTELLEN springt man mit TAB auf den Schalter WEITER. Im nächsten Fenster des Assistenten gibt es ein Eingabefeld, in das man noch einen frei wählbaren Namen für die Verknüpfung angeben kann. Gibt man keinen eigenen Namen an, bekommt die Datei automatisch den Namen "Verknüpfung mit Dateiname" zugewiesen. Mit TAB springt man schließlich auf FERTIG STELLEN und bestätigt mit EINGABE.

Wege 3 und 4 - über das direkte Aufsuchen einer Datei im Windows-Explorer oder Computer:

  • Weg 3: Man navigiert im Windows-Explorer oder im Computer auf die Datei oder den Ordner, zu der/dem man eine Verknüpfung erstellen möchte, ohne sie/ihn aber zu öffnen und ruft das DATEI-Menü auf. Mit AB oder AUF geht man zum Eintrag VERKNÜPFUNG ERSTELLEN und drückt EINGABE. (ALT+D, V) Windows legt jetzt zusätzlich zum Original eine Verknüpfung in den Speicherordner. Diese kopiert man anschließend an den gewünschten Bestimmungsort, zum Beispiel auf den Desktop (siehe Kapitel Kopieren von Dateien).
  • Weg 4: Man navigiert im Windows-Explorer oder im Computer auf die Datei oder den Ordner, zu der/dem man eine Verknüpfung erstellen möchte, ohne sie/ihn aber zu öffnen, und drückt die APPLIKATIONSTASTE. Mit AB oder AUF sucht man den Eintrag VERKNÜPFUNG ERSTELLEN und drückt EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, V). Windows legt jetzt zusätzlich zum Original eine Verknüpfung in den Speicherordner. Diese kopiert man anschließend an den gewünschten Bestimmungsort, zum Beispiel auf den Desktop (siehe Kapitel kopieren von Dateien).

Wege 5 und 6 - über die Zwischenablage: Man kopiert die Datei oder den Ordner, zu welcher oder welchem man eine Verknüpfung erstellen möchte, in die Zwischenablage (siehe Kapitel Kopieren von Dateien, Kopieren von Ordnern).

  • Weg 5: Nachdem die Datei in die Zwischenablage kopiert wurde, navigiert man über den Windows-Explorer oder den Computer zu dem Ort, an welchem man die Verknüpfung einfügen möchte. Man ruft das BEARBEITEN-Menü auf, navigiert mit AB oder AUF zum Eintrag VERKNÜPFUNG EINFÜGEN und drückt EINGABE(ALT+B,F).
  • Weg 6: Nachdem die Datei in die Zwischenablage kopiert wurde, navigiert man mit dem Windows-Explorer oder dem Computer zu dem Ort, an welchem man die Verknüpfung einfügen möchte, wählt aber keinen Ordner oder keine Datei aus. Man drückt die APPLIKATIONSTASTE und navigiert im sich öffnenden Kontextemenü mit AB oder AUF zum Eintrag VERKNÜPFUNG EINFÜGEN und drückt EINGABE (APPLIKATIONSTASTE,V).
Verknüpfungseigenschaften verändern

Die Verknüpfungseigenschaften zeigen an, mit welchem Ordner oder welcher Datei eine Verknüpfung verbunden ist. Außerdem lässt sich über die Verknüpfungseigenschaften festlegen, welches Symbol die Verknüpfung tragen soll, ob die Verknüpfung über ein Tastaturkürzel aufrufbar sein soll, in welchem Verzeichnis eine Anwendung laufen soll oder ob eine Anwendung minimiert, maximiert oder im Fenster gestartet werden soll. Um sich die Verknüpfungseigenschaften anzeigen zu lassen, navigiert man im Windows-Explorer oder im Computer erst in den Ordner und dann auf die Datei der Verknüpfung. Man erkennt eine Verknüpfung leicht an ihrer Dateinamenerweiterung .lnk. Die Sprachausgabe sollte die Datei ansagen und auf der Braillezeile sollte sie markiert zu lesen sein (Punkt 7 und 8 oben). Ab hier gibt es wieder zwei Wege um fortzufahren.

  • Weg 1: Man öffnet das DATEI-Menü und navigiert mit AB oder AUF zum Eintrag EIGENSCHAFTEN und bestätigt mit EINGABE (ALT+D,I).
  • Weg 2: Man drückt die APPLIKATIONSTASTE und navigiert im sich öffnenden Kontextmenü zum Eintrag EIGENSCHAFTEN (APPLIKATIONSTASTE, I).

Es öffnet sich das Dialogfeld EIGENSCHAFTEN VON DATEINAME. Dieses hat vier Eingabefelder und eine Ausklappliste. Zwischen diesen Elementen kann man mit TAB wechseln. Das erste Eingabefeld heißt ZIEL (ALT+Z). In diesem ist der Pfad zum Ordner oder zur Datei eingetragen, mit der verknüpft wurde. Das zweite Eingabefeld heißt AUSFÜHREN IN (ALT+A): In diesem Eingabefeld wird in der Regel der Ordner eingetragen, in dem bei einem ausführbaren Programm die anderen Programmdateien liegen. Die Voreinstellung sollte nur dann geändert werden, wenn der Benutzer genau weiß, was er tut. Das dritte Eingabefeld heißt TASTATURKOMBINATION (ALT+T). Sobald der Cursor in diesem Feld steht, kann der Benutzer eine Tastaturkombination auf der Tastatur festlegen, mit der die Verknüpfung aufgerufen werden soll. Er kann zum Beispiel die STRG Taste gemeinsam mit einem Buchstaben drücken. Windows trägt diese Tastaturkombination dann automatisch in das Eingabefeld ein. Nach dem Eingabefeld TASTATURKOMBINATION folgt die Ausklappliste AUSFÜHREN (ALT+H). Sie hat drei Optionen.

  • Normales Fenster: Diese Option startet die verknüpfte Anwendung, den verknüpften Ordner oder die verknüpfte Datei in einem normalen Windows-Fenster.
  • Minimiert: Diese Option startet die verknüpfte Anwendung, den verknüpften Ordner oder die verknüpfte Datei in einem minimierten Fenster in der Taskleiste.
  • Maximiert: Diese Option startet die verknüpfte Anwendung, den verknüpften Ordner oder die verknüpfte Datei auf maximale Bildschirmgröße vergrößert.

Das vierte Eingabefeld heißt KOMMENTAR (ALT+K). In dieses Eingabefeld kann der Benutzer einen beliebigen Kommentar schreiben. Der Kommentar wird in einem kleinen Rechteck über der Datei angezeigt, wenn ein Benutzer für kurze Zeit mit der Maus über dem Dateisymbol verweilt. Neben den Eingabefeldern gibt es auch noch drei Schalter: ZIEL SUCHEN (ALT+U), ANDERES SYMBOL (ALT+S) und ERWEITERT (ALT+W). Von diesen Schaltern ist für den Computerneuling und den blinden Benutzer nur der Schalter ZIEL SUCHEN interessant. Wer diesen Schalter betätigt, kann ein neues Ziel für die Verknüpfung suchen. Dafür öffnet sich das gleiche Dialogfeld mit Strukturansicht, das im Kapitel Verknüpfung erstellen unter Weg 1 und Weg 2 beschrieben ist.

Hinweise zum Arbeiten mit Verknüpfungen

Verknüpfungen können frei benannt und umbenannt werden, ohne dass ihre Funktion dadurch beeinträchtigt wird. Verknüpfungen können beliebig verschoben werden, ohne dass ihre Funktion dadurch beeinträchtigt wird. Wird der Ordner oder die Datei, auf welchen oder welche eine Verknüpfung verweist, umbenannt, gelöscht oder verschoben, so verliert die Verknüpfung ihre Funktion.

Mehrfachselektion von Dateien und Ordnern

Die Mehrfachselektion von Dateien kann Vorgänge wie das Kopieren, Verschieben oder Löschen von Dateien oder Ordnern beschleunigen, da die gewünschte Aktion automatisch auf alle gewählten Dateien oder Ordner auf einmal angewendet wird. Mehrere Dateien mit der Tastatur und der Braillezeile auf einmal zu markieren, ist nur dann einfach zu bewerkstelligen, wenn diese in der Listenansicht direkt unter- bzw. übereinander liegen. Man navigiert entweder auf die erste oder die letzte Datei, bzw. den ersten oder letzten Ordner, die oder den man markieren möchte und hält die UMSCHALT-Taste gedrückt. Mit AB oder AUF bewegt man sich auf die anderen zu markierenden Dateien bzw. Ordner. Die Sprachausgabe von JAWS sagt jede Datei und jeden Ordner beim Markieren an. Erst, wenn die Auswahl komplett ist, lässt man UMSCHALT wieder los und beginnt mit der gewünschten, nächsten Aktion, z.B. dem Löschen oder Kopieren der Dateien. Die Technik mit UMSCHALT funktioniert jedoch nur so lange, wie die Dateien bzw. Ordner direkt untereinander zu finden sind. Wenn sich dazwischen andere Dateien befinden, ist das Vorgehen zur Mehrfachselektion etwas komplizierter. Sie lässt sich bewerkstelligen, indem man STRG gedrückt hält, mit den AUF bzw. AB navigiert und mit LEER die Dateien/Ordner markiert bzw. entmarkiert.

Datenträger formatieren

Was bedeutet "Formatieren"?

Einen unformatierten Datenträger kann man mit einer riesigen Rolle unbeschriebenen Papiers vergleichen. Er bietet viel Platz für zukünftige Werke, ist aber völlig unübersichtlich und unstrukturiert. Beim Formatieren wird die Papierrolle in gleich große Blätter zerschnitten und jedes Blatt mit einer Seitenzahl versehen. Außerdem wird Platz für ein Inhaltsverzeichnis angelegt, welcher ausreichend groß sein muss, um einen Verweis auf jede einzelne Seite aufnehmen zu können. Beim Formatieren eines Datenträgers geschieht im Prinzip das gleiche, nur ist die Sprache ein wenig anders. Statt in Seiten und Seitenzahlen wird der Datenträger zum Beispiel in Spuren und Sektoren (oder in eine andere Art der Ordnungsstruktur) aufgeteilt. Die Art der Ordnungsstruktur ist abhängig von der Art des Datenträgers, aber auch von der Formatierungstechnik. Außerdem wird ein Inhaltsverzeichnis erstellt - der Computerfachmann spricht vom "Anlegen eines Dateisystems". Ein Inhaltsverzeichnis (oder Dateisystem) kann wie im wirklichen Leben unterschiedlich aussehen. Für die verwendeten Techniken gibt es daher auch unterschiedliche Namen. FAT12, FAT16, FAT32 (FAT steht für "file allocation table") oder NTFS (NTFS steht für "new technology file system") werden unter Windows eingesetzt. Beim Formatieren eines Datenträgers schlägt Windows in der Regel ein geeignetes Dateisystem vor, weshalb an dieser Stelle nicht auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Formaten eingegangen wird. Das Formatieren eines Datenträgers macht einerseits den Datenträger überhaupt erst nutzbar, andererseits werden beim Formatieren alle vorher auf dem Datenträger enthaltenen Daten gelöscht. (Genau genommen wird beim Formatieren nur das Inhaltsverzeichnis gelöscht, während die Daten erhalten bleiben. Windows kann sie aber nicht mehr finden, was aus Benutzersicht einem Löschen gleichkommt). Bevor Windows das Formatieren eines Laufwerkes zulässt, weist es daher darauf hin, dass Daten verloren gehen könnten, und bittet den Benutzer um die Bestätigung, dass der Formatierungsvorgang wirklich erwünscht ist. Hinweis: Windows kann ein Laufwerk nur dann formatieren, wenn keine Datei auf diesem Laufwerk mehr geöffnet ist. Aus diesem Grund ist es auch unmöglich, aus Versehen das Laufwerk, auf welchem Windows selbst installiert ist, zu formatieren.

Formatieren eines Laufwerks

Man startet den COMPUTER und navigiert zum Laufwerk, das man formatieren möchte, ohne es aber zu öffnen. Die Sprachausgabe sollte das Laufwerk ansagen (zum Beispiel 3,5 Diskette (A:)) und auf der Braillezeile sollte das Laufwerk ebenfalls markiert (Punkt 7 und 8 oben) angezeigt werden. Durch Drücken der APPLIKATIONSTASTE öffnet man das Kontextmenü des Laufwerks und navigiert mit AB oder AUF auf FORMATIEREN. (APPLIKATIONSTASTE, o). Es öffnet sich das Dialogfenster FORMATIEREN VON "DATENTRÄGER" (z.B. 3,5-DISKETTE) mit drei Ausklapplisten, einem Eingabefeld und drei Auswahlschaltern. Zwischen den Fensterelementen navigiert man, wie gewohnt, mit TAB. Windows setzt automatisch sinnvolle Werte in allen Feldern. Diese Einstellungen sollte man nur verändern, wenn man genau weiß, was man tut. Zwei Einstellungen kann man dennoch ohne Risiko anpassen. Zum einen kann man im Eingabefeld VOLUMENBEZEICHNUNG dem zu formatierenden Laufwerk einen Namen geben (z.B. "Daten" oder "Spiele", je nach geplanter, zukünftiger Nutzung des Laufwerks), zum anderen kann man den Auswahlschalter SCHNELLFORMATIERUNG an oder ausschalten. Ohne Schnellformatierung überprüft Windows beim Formatierungsvorgang das Laufwerk auf Fehler. Diese Option sollte man wählen, wenn das Laufwerk noch nie zuvor formatiert wurde oder wenn man sich nicht sicher ist, ob das Laufwerk vielleicht einen Hardwarefehler hat. Nutzt man die Schnellformatierung, so verzichtet Windows auf diesen Test und schreibt lediglich ein neues Inhaltsverzeichnis. Wer eine startfähige Diskette erstellen möchte, der kann beim Formatieren von Disketten den Auswahlschalter bei MS-DOS STARTDISKETTE ERSTELLEN aktivieren. Dadurch werden nach dem Formatieren einige Dateien auf die Diskette geschrieben, welche diese startfähig machen. Beim Formatieren von Festplattenlaufwerken lässt sich die Option KOMPRIMIERUNG AKTIVIEREN ebenfalls über einen Auswahlschalter an- oder abschalten. Ist die Komprimierung auf einem Laufwerk aktiv, so werden alle Dateien, welche auf das Laufwerk geschrieben werden, automatisch durch Kompression besonders platzsparend gespeichert. Dadurch verliert das Laufwerk allerdings an Geschwindigkeit. Den eigentlichen Formatierungsvorgang startet man durch Aktivieren des Schalters STARTEN und dem Drücken von EINGABE. Bevor Windows das Laufwerk jetzt tatsächlich formatiert, erscheint noch ein kleines Dialogfeld und warnt, dass durch den Formatierungsvorgang auf dem Laufwerk alle Daten gelöscht werden. Dieses muss man durch Auswählen von OK und Bestätigung mit EINGABE schließen, dann beginnt Windows mit dem Formatieren. Je nach Größe und Art des Laufwerks und aktivierter bzw. deaktivierter Schnellformatierung kann es zwischen einer Sekunde und einigen Minuten dauern, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Nach erfolgreicher Formatierung öffnet sich wiederum ein kleines Fenster und informiert den Benutzer über das Ende des Formatierungsvorgangs.

Datenträger umbenennen

Datenträger können genauso wie Dateien und Ordner einen Namen tragen. Um diesen zu ändern, startet man den COMPUTER und navigiert zum Laufwerk, das man umbenennen möchte, ohne es aber zu öffnen. Ab hier gibt es verschiedene Wege.

  • Weg 1: Man drückt F2.
  • Weg 2: Man drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf UMBENENNEN und bestätigt mit EINGABE. (APPLIKATIONSTASTE, U)
  • Weg 3: Bei der Anzeige des alten Laufwerksnamens auf der Braillezeile drückt man einmal auf eine der TAC-Tasten und wartet eine Sekunde.

Egal, für welchen Weg man sich entscheidet, die Sprachausgabe sagt "Eingabefeld" an und der bisherige Laufwerksname erscheint markiert auf der Braillezeile. Der neue Laufwerksname kann nun direkt über den alten geschrieben werden. Durch das Drücken einer PFEILTaste kann die Markierung auch aufgehoben und der alte Laufwerksname beliebig angepasst werden. Ist der Laufwerksname fertig eingegeben, bestätigt man mit EINGABE.

Diskette kopieren

Beim Kopieren einer Diskette wird versucht, den gesamten Inhalt einer Diskette auf eine andere Diskette zu übertragen. Die Inhalte beider Disketten sind nach diesem Vorgang identisch. Da in den meisten Computern, wenn überhaupt noch, nur ein Diskettenlaufwerk eingebaut ist, verläuft das Kopieren einer Diskette in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird der gesamte Inhalt der Quelldiskette vorübergehend auf die Festplatte des Computers übertragen, im zweiten Schritt wird dieser Inhalt auf die Zieldiskette geschrieben. All dies passiert weitgehend automatisch, der Benutzer muss nur noch die Anweisungen des Computers befolgen. Man startet den Arbeitsplatz und navigiert zum Diskettenlaufwerk, ohne es aber zu öffnen. Ab hier gibt es verschiedene Wege:

  • Weg 1: Man drückt die APPLIKATIONSTASTE. Im sich öffnenden Kontextmenü navigiert man mit AUF oder AB auf DATENTRÄGER KOPIEREN und bestätigt mit EINGABE.
  • Weg 2: Man drückt ALT+D, um das Dateimenü des Computers aufzurufen. Mit AB und AUF navigiert man auf DATENTRÄGER KOPIEREN und bestätigt mit EINGABE.

Es öffnet sich das Dialogfenster DATENTRÄGER KOPIEREN. In diesem gibt es zwei Listenfelder mit den im Computer vorhandenen Diskettenlaufwerken. Diese Listenfelder kann man mit TAB anspringen. Wenn nur ein Diskettenlaufwerk im Computer vorhanden ist, ändert man an den Voreinstellungen nichts. Sind mehrere Diskettenlaufwerke eingebaut, wählt man im ersten Listenfeld das Quelllaufwerk aus und im zweiten Listenfeld des Ziellaufwerk. Anschließend springt man mit TAB auf den Schalter STARTEN. Windows liest jetzt wie beschrieben den Inhalt der eingelegten Diskette ein und fordert anschließend zum Tausch der Quelldiskette gegen die Zieldiskette auf. Nach der Bestätigung mit EINGABE schreibt Windows die Daten auf die Zieldiskette.

Dateien auf CD schreiben

Windows 7 bietet eine einfache Möglichkeit, Dateien auf eine CD zu schreiben, oder, wie man auch sagen kann, Dateien auf CD zu brennen. Voraussetzung ist, dass der Computer mit der entsprechenden Hardware, also einem CD- oder DVD-Brenner ausgestattet ist. Wer bereits mit dem Windows-Explorer oder dem Computer Dateien kopieren kann, der kann im Prinzip auch schon Dateien auf CD schreiben. Der Vorgang besteht aus zwei Schritten.

  • Schritt 1 - Aussuchen der Dateien

Um Dateien zum Brennen auszusuchen, geht man so vor, wie im Kapitel Dateien kopieren oder im Kapitel Ordner kopieren beschrieben. Man sucht die Dateien aus, die man brennen möchte und kopiert diese auf das Laufwerk des CD- bzw. DVD-Brenners. Windows erstellt daraufhin Kopien dieser Dateien in einem temporären Ordner, was je nach Größe und Anzahl der Dateien durchaus eine Weile dauern kann. Möchte man Dateien aus verschiedenen Ordnern brennen, so muss man den Kopiervorgang ggf. mehrmals wiederholen.

  • Schritt 2 - Brennvorgang starten

Sobald der Benutzer die Dateien fertig kopiert hat, werden Verknüpfungen zu allen zu brennenden Dateien und Ordnern auf dem Brennerlaufwerk angezeigt. Sollte man die falschen Dateien kopiert haben, so kann man die Verknüpfungen wieder vom Laufwerk löschen. Im Dateimenü (ALT+D) des Computers oder des Windows-Explorers finden sich zwei neue Einträge. DATEIEN AUF CD SCHREIBEN und TEMPORÄRE DATEIEN LÖSCHEN. Letztere Option löscht alle Verknüpfungen zu Dateien, die man zum Schreiben/Brennen ausgewählt hatte, macht also die Arbeit von Schritt 1 wieder rückgängig. Möchte man die Dateien aber nun wirklich auf CD schreiben, so wählt man die Option DATEIEN AUF CD SCHREIBEN. Es öffnet sich ein Fenster mit Namen ASSISTENT ZUM SCHREIBEN VON CDS. In diesem Fenster existiert ein einziges Eingabefeld, das man mit TAB anspringen kann, um der CD einen Namen zu geben. Der Name darf aus bis zu 16 Zeichen bestehen. Voreingestellt ist als Name das aktuelle Datum in der Schreibweise Tag, Monat, Jahr, z.B. also "06 Jun 2007". Diese Vorgabe kann man also stehen lassen oder auf Wunsch verändern. Ein weiterer Druck auf TAB setzt den Cursor auf das Kontrollfeld ASSISTENT NACH ABSCHLUSS DES SCHREIBVORGANGS SCHLIESSEN. Aktiviert man dieses Kontrollfeld, so werden nach dem Brennenvorgang die temporären Dateien automatisch gelöscht und das Fenster mit dem Assistenten geschlossen. Diese Option ist dann sinnvoll, wenn man die gewählten Dateien auf nur eine CD schreiben möchte. Möchte man hingegen die gleichen Dateien auf mehrere CDs schreiben, so sollte man das Kontrollfeld deaktivieren. Egal, für welche Option man sich entscheidet - um den Schreibvorgang zu starten, muss man mit TAB auf den Schalter WEITER springen und EINGABE drücken. Windows beginnt nun damit, die CD im Brennerlaufwerk zu überprüfen. Liegt noch keine CD im Laufwerk oder ist diese voll, so fordert Windows dazu auf, eine neue und leere, beschreibbare CD einzulegen. Unmittelbar nach dem Einlegen beginnt der Schreibvorgang. Liegt bereits eine leere CD im Laufwerk, so wird der Schreibvorgang sofort gestartet. Wie lange der Brennvorgang dauert, hängt von der Anzahl und der Größe der zu brennenden Dateien sowie von der Geschwindigkeit des Brennerlaufwerkes ab. Normal sind Zeiten zwischen 30 Sekunden und einer halben Stunde. Eine Statusbar informiert den Benutzer über den Fortschritt. Außerdem berechnet Windows die Zeit bis zum voraussichtlichen Abschluss des Vorgangs. (Hinweis: Möchte ein blinder Benutzer diese Informationen auslesen, so muss er allerdings mit EINF+NUM-MINUS den Jawscursor zum PC-Cursor ziehen, anschließend mit STRG+POS1 den Mauszeiger an den Fensteranfang setzten und dann so lange die Maus durch Drücken auf AB nach unten bewegen, bis Status Text angesagt bzw. auf der Braillezeile angezeigt wird. Bevor der Benutzer dann weiterarbeitet, sollte er durch Drücken von NUM+PLUS den PC-Cursor wieder einschalten.) Nach Abschluss des Schreibvorgangs öffnet Windows das Laufwerk, damit der Benutzer die CD herausnehmen kann. Wurde vor dem Schreiben das Kontrollfeld ASSISTENT NACH ABSCHLUSS DES SCHREIBVORGANGS SCHLIESSEN deaktiviert, so bleibt das Fenster mit dem Assistenten geöffnet und der Benutzer hat die Möglichkeit, ein weiteres Kontrollfeld mit dem Titel JA DIESE DATEIEN AUF EINE ANDERE CD SCHREIBEN zu aktivieren und dann durch Auswahl des WEITER-Schalters den Schreibvorgang von Neuem zu beginnen. Aktiviert der Benutzer das Kontrollfeld nicht, so wird das Fenster mit dem Assistenten durch Auswahl des Schalters FERTIG STELLEN geschlossen. Hinweis: Windows kann Dateien auch "inkrementell", also in mehreren Brennvorgängen auf CD schreiben. Dies kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn man Sicherheitskopien einer großen Arbeit jeden Abend auf CD schreiben möchte und nicht jedesmal einen neuen CD Rohling zur Hand hat. Dazu legt man die bereits beschriebene CD wieder in das Laufwerk ein und führt alle Schritte so wie oben beschrieben durch. Die neuen Dateien werden zusätzlich zu den alten Dateien auf die CD geschrieben. WICHTIG: Es ist auch möglich, einzelne Dateien oder Ordner, die mit dem Windows Assistenten auf CD geschrieben wurden, scheinbar wieder von einer CD zu löschen. Dazu wählt man im Computer oder im Windows-Explorer bei eingelegter CD das Brennerlaufwerk aus und löscht, wie im Kapitel Dateien löschen beschrieben, die Dateien oder sogar ganze Ordner von der CD. Anschließend muss man fortfahren, wie oben unter Schritt 2 beschrieben. Das Löschen von einer CD unterscheidet sich allerdings grundlegend vom Löschen einer Datei von einer Festplatte oder einer Diskette. Bei einer CD wird lediglich ein neues Inhaltsverzeichnis geschrieben, in welchem die gelöschte Datei nicht mehr aufgeführt ist. Der Platz, den die Datei auf dem Datenträger eingenommen hatte, wird dadurch nicht wieder freigegeben. Durch das Neuschreiben des Inhaltsverzeichnisses geht beim Löschen der Datei sogar noch mehr Speicherplatz verloren.

Löschen einer CD

Es gibt zwei Arten von CD-Rohlingen. Zum einen gibt es Rohlinge, die man genau einmal beschreiben kann, sogenannte CD-Rs (Compact Disc Recordable) und zum anderen Rohlinge, die sich mehrfach neu beschreiben lassen, sogannennte CD-RWs (Compact Disc Rewritable). Letztere, also CD-RWs kann man komplett wieder löschen und mit neuen Daten beschreiben. Um eine solche CD-RW unter Windows zu löschen, legt man sie in das Brennerlaufwerk ein und navigiert im Computer oder im Windows-Explorer auf dieses Laufwerk. Im Dateimenü (ALT+D) findet sich nun der neue Eintrag CD-RW LÖSCHEN. Wählt man diesen, so öffnet sich das bereits bekannte Fenster mit dem Titel ASSISTENT ZUM SCHREIBEN VON CDS. Mit TAB springt man auf den Schalter WEITER. Windows beginnt, die Daten auf der CD-RW zu löschen. Der Löschvorgang dauert in etwa eine halbe Minute. Danach steht wieder der vollständige Speicherplatz zur Verfügung.

Dateien in komprimierten Ordnern speichern

Was ist Datenkompression?

Datenkompression ist eine Technik, bei der Daten (anders ausgedrückt: Informationen) durch verschiedene Techniken so weit verdichtet werden, dass sie weniger Speicherplatz benötigen als ohne Kompression. Ein einfaches Beispiel hilft dabei, diesen Sachverhalt besser verständlich zu machen. Bart Simpson muss im Vorspann jeder Folge der Zeichentrickserie "Die Simpsons" einen Satz als Strafarbeit immer wieder und wieder an eine Tafel schreiben. Nehmen wir an, er schreibt den Satz "Ich soll keine Kreide verschwenden." einhundert Mal an die Tafel. Der dafür benötigte Platz nimmt die Oberfläche der ganzen Tafel ein. Auch wenn Bart insgesamt sehr viele einzelne Zeichen schreibt, so ist doch der reine Informationsgehalt sehr gering, da sich die gleiche Information immer wieder wiederholt. Die reine Information beschränkt sich auf zwei Dinge. Zum einen auf den Satz "Ich soll keine Kreide verschwenden" selbst, zum anderen auf die Anzahl der Male, die dieser Satz an die Tafel geschrieben wird: "100". Man sagt, die Information "Ich soll keine Kreide verschwenden" ist redundant, denn wir können eigentlich 99 Mal auf sie verzichten. Statt zu schreiben, "Ich soll keine Kreide verschwenden", "Ich soll keine Kreide verschwenden", "Ich soll keine Kreide verschwenden", ... usw. ließe sich der gleiche Informationsgehalt auch durch "Schreibe 100 mal "Ich soll keine Kreide verschwenden"" ausdrücken. Diese Information benötigt nicht viel mehr als ein hundertstel des ursprünglichen Speicherplatzes. Eine erstaunliche Platzersparnis. Daten am Computer lassen sich zwar nicht ganz so einfach komprimieren, aber das Prinzip ist zumindest ähnlich: Doppelungen, besser gesagt Redundanzen, finden und entfernen. Häufig taucht in diesem Zusammenhang die Frage auf, ob sich eine durch Datenkompression bereits verkleinerte Datei durch erneute Kompression noch weiter verkleinern lässt. Die Antwort auf diese Frage ist Nein, denn durch den ersten Kompressionsvorgang wurden ja bereits alle Redundanzen entfernt (dies gilt zumindest, solange immer das gleiche Verfahren angewendet wird). Eine komprimierte Datei wird im Vergleich zur Ausgangsdatei lediglich verdichtet (wie eine Luftmatratze aus der man die Luft aussaugt). Die maximal erreichbare Kompression hängt von den Ausgangsdaten und dem verwendeten Kompressionsverfahren ab. Manche Verfahren sind auch auf ganz bestimmte Datenarten spezialisiert, z.B. auf Musik, Bilder oder Videos. Bevor man eine komprimierte Datei wieder öffnen kann, muss man die Kompression wieder umkehren. Man sagt dazu "dekomprimieren". Aus der verdichteten Version muss wieder die ursprüngliche Version hergestellt werden. Sowohl Kompression oder auch Dekompression kosten Zeit. Wann immer man diese Techniken einsetzt, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man gegenüber der Arbeit mit unkomprimierten Dateien einen kleinen Zeitverlust in Kauf nehmen muss.

Warum komprimiert man Dateien?

Die Kompression von Dateien verfolgt zwei wesentliche Ziele. Zum einen kann man durch Datenkompression Speicherplatz auf einem Datenträger sparen und somit auf dem gleichen Speicherplatz insgesamt mehr Daten unterbringen. Zum anderen kann man durch Kompression die Übertragung von Daten auf einem Übertragungsweg mit stark beschränkter Geschwindigkeit, zum Beispiel über das Internet, beschleunigen.

Was ist ein komprimiertes Dateiarchiv?

Ein komprimiertes Dateiarchiv ist eine Datei, in der mehrere Einzeldateien in komprimierter Form gemeinsam abgespeichert werden. Was vielleicht ein wenig kompliziert klingt, ist in der Realität ganz einfach. Am besten lässt sich ein Dateiarchiv mit einem Koffer vergleichen, in welchen wir unsere Reisegarderobe (unsere Dateien) verpacken. Dieser darf zum Beispiel beim Transport mit einem Flugzeug, welches bekannterweise nur begrenzte Lademöglichkeiten hat, eine gewisse Größe nicht überschreiten. Damit möglichst viel in den Koffer passt, muss jedes einzelne Kleidungsstück sorgfältig zusammengelegt und im Koffer gestapelt werden. Je sorgfältiger man dabei arbeitet, umso mehr bringt man im Koffer unter. Das Packen des Koffers entspricht unserer Kompression, es ist ein aufwändiger und zeitraubender Vorgang. Wenn der Koffer beim Einchecken abgegeben wird, müssen wir der Fluggesellschaft nicht mitteilen, wie viele Unterhosen wir eingepackt haben. Der Fluggesellschaft reicht es zu wissen, dass alles, was in dem Koffer ist, so wie es ist befördert werden soll. Wird der ganze Koffer in einem Stück befördert, kann nichts verloren gehen und alles kommt gleichzeitig an seinem Bestimmungsort an. Da alle Passagiere ihre Garderobe sorgfältig in Koffern verpackt haben, reicht der Laderaum aus und das Flugzeug muss nicht mehrmals fliegen, um das Gepäck zu transportieren. Am Bestimmungsort angekommen, benötigen wir ein paar frische Socken aus dem Koffer. Damit wir diese anziehen können, müssen wir den Koffer öffnen, die Socken herausnehmen und auseinanderfalten. Dieser Arbeitsschritt entspricht der Dekompression. Auch er kostet uns wieder etwas Zeit. Komprimierte Dateiarchive erkennt man an ihrer Dateinamenerweiterung. Das bekannteste und am weitesten verbreitete Format ist das ZIP-Format, welches die Dateinamenerweiterung .zip trägt. Andere bekannte Formate sind .arj, .7z und .gz. Um diese komprimierten Dateiarchive öffnen und bearbeiten zu können, braucht man die passenden Kompressions- und Dekompressionsprogramme. Da das ZIP-Format aber so weit verbreitet ist, bringt WindowsXP für dieses bereits eine einfache Unterstützung mit.

Mit ZIP-komprimierten Ordnern arbeiten

Windows 7 versucht, den Umgang mit Dateiarchiven im ZIP-Format, auch ZIP-komprimierte Ordner oder einfach ZIP-Dateien genannt, möglichst einfach zu gestalten. Öffnet man über den Computer oder den Windows-Explorer einen ZIP-komprimierten Ordner, so wird sein Inhalt genauso angezeigt wie der Inhalt eines regulären Ordners. Kopiert man Dateien aus dieser Anzeige heraus in einen anderen Ordner, so werden diese automatisch während des Kopiervorgangs dekomprimiert. Kopiert man umgekehrt Dateien hinein, so werden diese während des Kopiervorgangs komprimiert.

Einen neuen ZIP-komprimierten Ordner (=eine neue ZIP-Datei) erstellen

Es gibt verschiedene Wege, einen neuen ZIP-komprimierten Ordner zu erstellen.

  • Weg 1: Man navigiert mit dem Windows-Explorer oder dem Computer auf das Laufwerk und in den Ordner, in welchem man den neuen ZIP-komprimierten Ordner erstellen möchte (Hinweis: Keine Datei und kein Unterordner dürfen ausgewählt sein). Man öffnet das Dateimenü (Alt+D) und navigiert mit AB oder AUF bis zum Menüeintrag NEU. RECHTS klappt das Untermenü von NEU auf. Mit AB oder AUF navigiert man bis zum Menüpunkt ZIP-KOMPRIMIERTEN ORDNER und bestätigt mit EINGABE.
  • Weg 2: Man navigiert über den Windows-Explorer oder den Computer auf das Laufwerk und in den Ordner, in welchem man den neuen ZIP-komprimierten Ordner erstellen möchte (Hinweis: Keine Datei und kein Unterordner dürfen ausgewählt sein). Man drückt die APPLIKATIONSTASTE, um das Kontextmenü des Ordners zu öffnen. Mit AB oder AUF navigiert man bis zum Menüeintrag NEU. RECHTS klappt das Untermenü von NEU auf (APPLIKATIONSTASTE,N). Mit AB oder AUF navigiert man bis zum Menüpunkt ZIP-KOMPRIMIERTEN ORDNER und bestätigt mit EINGABE.

Der Cursor springt in die Listenansicht und die Sprachausgabe sagt "Neu ZIP-komprimierter Ordner.zip" an. Auf der Braillezeile ist "Neu ZIP-komprimierter Ordner.zip" ebenfalls zu lesen. Man kann nun direkt den Namen der Datei eintippen, darf dabei aber nicht vergessen, die Dateinamenerweiterung ".zip" am Ende des Dateinamens ebenfalls einzugeben, ansonsten weiß der Computer später nicht, mit welchem Programm er die Datei öffnen kann. Sobald man mit der EINGABE-Taste bestätigt, ist die Datei erstellt. Um die Datei zu bearbeiten, also um beispielsweise Dateien hineinzukopieren, navigiert man auf die Datei und drückt EINGABE. Mit dem neuen ZIP-komprimierten Ordner kann man nun umgehen, wie mit einem regulären Ordner und wie im Kapitel Dateien kopieren beschrieben.

Aus einer bestehenden Datei oder einem bestehenden Ordner einen ZIP-komprimierten Ordner (=eine neue ZIP-Datei) erstellen

Möchte man aus einer bestehenden Datei oder einem bestehenden Ordner einen ZIP-komprimierten Ordner erstellen, so navigiert man im Windows-Explorer oder im Computer auf diese Datei bzw. auf diesen Ordner, ohne sie bzw. ihn zu öffnen. Ab hier gibt es wieder zwei verschiedene Wege, fortzufahren.

  • Weg 1: Man öffnet das Dateimenü (ALT+D) und navigiert mit AB oder AUF bis zum Menüeintrag SENDEN AN. RECHTS klappt das Untermenü von SENDEN AN auf (ALT+D,E). Mit AB oder AUF navigiert man bis zum Menüpunkt ZIP-KOMPRIMIERTEN ORDNER und bestätigt mit EINGABE.
  • Weg 2: Man drückt die APPLIKATIONSTASTE, um das Kontextmenü der Datei bzw. des Ordners zu öffnen. Mit AB oder AUF navigiert man bis zum Menüeintrag SENDEN AN. RECHTS klappt das Untermenü von SENDEN AN auf (APPLIKATIONSTASTE,E). Mit AB oder AUF navigiert man bis zum Menüpunkt ZIP-KOMPRIMIERTEN ORDNER und bestätigt mit EINGABE.

Windows erstellt ohne weitere Rückfragen einen ZIP-komprimierten Ordner, welcher den gleichen Dateinamen bzw. Ordnernamen trägt wie das Ausgangsmaterial und die Dateinamenerweiterung .zip hat. Dieser neue ZIP-komprimierte Ordner enthält nun alle Dateien des Ausgangsmaterials in komprimierter Form.

Komprimierte Dateien und Ordner mit einem Kennwort schützen

ZIP-komprimierte Ordner lassen sich mit einem Kennwort vor dem Zugriff durch unbefugte Personen schützen. Ohne das Kennwort lässt sich zwar der Inhalt eines ZIP-komprimierten Ordners wie gewohnt im Windows-Explorer oder im Computer anzeigen, die in ihm enthaltenen Dateien lassen sich aber weder öffnen noch extrahieren. Um einen ZIP-komprimierten Ordner mit einem Kennwort zu versehen, muss man ihn zunächst wie gewohnt im Windows-Explorer oder im Computer öffnen. Im Dateimenü erscheint der neue Eintrag EIN KENNWORT HINZUFÜGEN (ALT+D,H). Diesen Eintrag wählt man an. Es öffnet sich das Dialogfeld KENNWORT HINZUFÜGEN mit zwei Eingabefeldern, die man mit TAB anspringen kann. Der Benutzer muss sich nun ein Kennwort überlegen und dieses einmal in das erste Eingabefeld und zur Sicherheit noch ein zweites Mal in das zweite Eingabefeld eingeben. Beim Tippen des Kennwortes sind die Zeichen nicht sichtbar. Im Eingabefeld erscheinen lediglich kleine Kreise für jedes Zeichen, welche die Sprachausgabe mit "Stern" vorliest. Anschließend springt man mit TAB den OK-Schalter an und das Kennwort ist erstellt.

Kennwort einer komprimierten Datei oder eines komprimierten Ordners entfernen

Bei einer durch ein Kennwort geschützten und im Windows-Explorer oder im Computer geöffneten Datei wird im Dateimenü der Eintrag KENNWORT ENTFERNEN angezeigt. Über diesen kann man das Kennwort wieder entfernen und damit die Datei für jedermann zugänglich machen (ALT+D,E). Wird diese Option gewählt, öffnet Windows ein kleines Dialogfeld KENNWORT EINGEBEN mit einem Eingabefeld. In dieses schreibt man das Kennwort und bestätigt mit EINGABE. Anschließend ist das Kennwort aus der Datei gelöscht.

Einen ZIP-komprimierten Ordner extrahieren

Einen ZIP-komprimierten Ordner extrahieren bedeutet, den gesamten Inhalt dieses Ordners in umkomprimierter Form auf einem Datenträger abzuspeichern. Man navigiert im Windows-Explorer oder im Computer auf die gewünschte Datei mit der Dateinamenerweiterung .zip. Ab hier gibt es wieder zwei verschiedene Wege, fortzufahren.

  • Weg 1: Man öffnet das Dateimenü (ALT+D), navigiert mit AB oder AUF bis zum Menüeintrag ALLE EXTRAHIEREN und bestätigt mit EINGABE (ALT+D,H).
  • Weg 2: Man drückt die APPLIKATIONSTASTE, um das Kontextmenü der Datei zu öffnen. Mit AB oder AUF navigiert man bis zum Menüeintrag ALLE EXTRAHIEREN. (APPLIKATIONSTASTE,H).

Es öffnet sich das Dialogfenster EXTRAHIER-ASSISTENT. In diesem springt man mit TAB zunächst auf den WEITER-Schalter und bestätigt mit EINGABE. Im nächsten Fenster gibt es ein Eingabefeld, in welchem der Pfad steht, an den die Dateien extrahiert werden sollen. Voreingestellt sind immer der aktuelle Ordner, in dem der ZIP-komprimierte Ordner liegt, sowie ein Unterordner, der den gleichen Namen trägt wie der ZIP-komprimierte Ordner, der entpackt werden soll. Beispiel: Die Datei "Hausaufgaben.zip" liegt im Ordner "D:\Schule\Mathe\". Soll diese über den EXTRAHIER-ASSISTENTEN extrahiert werden, so heißt der von Windows vorgeschlagene Ordner D:\Schule\Mathe\Hausaufgaben" Möchte man den Pfad ändern, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man springt mit TAB in das Eingabefeld und gibt von Hand einen neuen Pfad an, indem man diesen in das Eingabefeld schreibt, oder man springt mit TAB auf den Schalter DURCHSUCHEN (ALT+D). In letzterem Fall öffnet sich ein kleines Fenster mit dem Ziel AUSWÄHLEN. Dieses enthält eine Strukturansicht der Laufwerke und Ordner des Computers. Man springt mit TAB in die Strukturansicht und navigiert mit AB oder AUF bzw. RECHTS und LINKS zu dem Ordner, in welchem man die Dateien extrahieren möchte (Navigieren in der Strukturansicht siehe Kapitel Windows-Explorer). Über den Schalter NEUEN ORDNER ERSTELLEN (ALT+O) kann man auch an einer beliebigen Stelle einen neuen Ordner anlegen. Hat man einen Ordner ausgewählt, springt man mit TAB auf den OK-Schalter und bestätigt mit EINGABE. Zurück im Dialogfenster EXTRAHIER-ASSISTENT gibt es noch einen Schalter KENNWORT. ZIP-komprimierte Ordner lassen sich mit einem Kennwort versehen, um unbefugten Personen den Zugriff zu verwehren. Ist der ZIP-komprimierte Ordner mit einem solchen Kennwort geschützt, so muss man dieses vor dem Extrahieren eingeben. Dazu springt man mit TAB auf den KENNWORT-Schalter und bestätigt mit EINGABE. Daraufhin wird ein weiteres Eingabefeld freigeschaltet, in welches man durch erneutes Drücken von TAB springen kann. Dort gibt man das Kennwort ein. Im nächsten Schritt springt man mit TAB auf den WEITER-Schalter und Windows beginnt damit, die Dateien in den gewählten Ordner zu extrahieren. Zum Schluss präsentiert Windows noch ein Dialogfenster mit einem Kontrollfeld EXTRAHIERTE DATEIEN ANZEIGEN. Ist dieses aktiviert, navigiert der Windows-Explorer oder der Arbeitsplatz nach dem Beenden des Assistenten in den Ordner mit den extrahierten Dateien. Andernfalls bleibt der Cursor in dem Verzeichnis, aus welchem heraus der ZIP-komprimierte Ordner extrahiert wurde. Mit TAB springt man schließlich auf FERTIG STELLEN und bestätigt mit EINGABE.

Dateien Suchen

Wer häufig am Computer arbeitet, steht früher oder später vor dem Problem, eine Datei finden zu müssen, deren Speicherort er vergessen hat. In diesem Fall hilft der von Windows 7 mitgelieferte Such-Assistent weiter. Er ermöglicht es, die Laufwerke eines Computers nach Dateien zu durchsuchen und stellt dafür zahlreiche Suchkriterien zur Verfügung. Der Suchassistent ist eine Erweiterung des Windows-Explorers bzw. des Computers. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Such-Assistenten zu starten.

Möglichkeit 1, Starten über das Startmenü: Der Suchassistent kann über das Startmenü aufgerufen werden. Dazu öffnet man mit WINDOWS das Startmenü. Der Cursor steht automatisch im Eintrag SUCHEN.

Möglichkeit 2, Starten aus dem Windows-Explorer oder Computers: Ist bereits ein Fenster des Windows-Explorers oder des Computers geöffnet, so kann der Suchassistent durch die Taste F3 ein- und durch erneutes Drücken von F3 auch wieder ausgeblendet werden.

Aufbau und Navigation des Such-Assistenten

Sobald man beginnt, einen Suchbegriff in das Suchfeld einzugeben, wird oberhalb des Suchbegriffs eine Liste mit Vorschlägen erstellt, die zu dem Suchbegriff passen. Durch die Liste navigiert man mit PFEIL AUF/AB und bestätigt die Auswahl mit EINGABE. Der Vorteil vom Suchen über das Startmenü ist, dass die Suchergebnisse in "Programme", "Dokumente" und "Dateien" sowie in "weitere Ergebnisse" unterteilt werden. Bei der Suche über den Computer ensteht hingegen eine ungeordnete Liste.

Windows-Explorer

Der WINDOWS-EXPLORER kann über das Startmenü gestartet werden. Der WINDOWS-EXPLORER ist eine andere Darstellungsform des COMPUTERS, das bedeutet, dass alle Einstellungsmöglichkeiten und Bedienungsfunktionen des COMPUTERS gleichermaßen auch für den WINDOWS-EXPLORER gelten. Aus diesem Grund wird an dieser Stelle auch nicht weiter auf diese eingegangen. Sie können bei Bedarf beim Thema COMPUTER nachgelesen werden. Genauso wie beim COMPUTER ist beim WINDOWS-EXPLORER Strukturansicht vorhanden, welche am linken Rand des Fensters angezeigt wird. Mit TAB wechselt man im WINDOWS-EXPLORER zwischen den einzelnen Fensterelementen und kann so auch die Strukturansicht anspringen. Die Strukturansicht zeigt eine Liste der Laufwerke und Ordner des Computers. Dateien werden in ihr nicht angezeigt. Die Strukturansicht ist hierarchisch geordnet, ihre Elemente (Laufwerke und Ordner) werden in einer Baumstruktur dargestellt. Der Begriff Baumstruktur soll tatsächlich an das Aussehen eines Baumes erinnern. Aus einem Stamm (dem DESKTOP) wachsen verschiedene Äste (die Laufwerke), welche sich wiederum in kleinere Äste (die Order) verzweigen usw.. (Der Begriff Wurzelstruktur wäre in diesem Zusammenhang eigentlich zutreffender, da Bäume von unten nach oben wachsen, während sich die Strukturansicht von oben nach unten "verzweigt".) Je nach dem, auf welchem Ast man sich aufhält, befindet man sich auf einer anderen Ebene. Die unterste Ebene, Ebene 0, also sozusagen der Stamm, bildet der DESKTOP. Auf den Hauptästen in Ebene 1 befinden sich der Ordner EIGENE DATEIEN, der COMPUTER, die NETZWERKUMGEBUNG und der PAPIERKORB. Innerhalb jedes dieser Elemente befinden sich Äste der Ebene 2. Die Äste der Ebene 2 innerhalb des COMPUTERS sind die Laufwerke (z.B. A: für das Diskettenlaufwerk oder C: für die erste Festplatte (genauergesagt die erste Festplattenpartition)). Ebene 3 innerhalb eines Laufwerkes besteht aus Ordnern, diese wiederum können sich auf Ebene 4 in Unterordner untergliedern usw.. Sobald man in die Strukturansicht wechselt, sagt Jaws das Element an, auf dem man sich befindet, seine Ebene und wie viele Elemente es in der nächst tieferen Ebene gibt. Außerdem erhält man noch die Ansage "geschlossen" oder "geöffnet". Zur besseren Übersicht lassen sich Elemente einer tieferen Ebene ausblenden und bei Bedarf wieder einblenden. Die Bedeutung versteht man am Beispiel des Schrankes mit Schubladen besser. Öffnet man die Schranktür, sieht man alle darin enthaltenen Fächer. Diese können wiederrum durch eigene Türen verschlossen sein, die man erst öffnen muss, bevor man hineinblicken kann. In der Strukturansicht navigiert man mit den PFEILTasten AB und AUF. Jeder Ebenenwechsel wird über die Sprachausgabe angesagt. Geschlossene Elemente lassen sich mit RECHTS öffnen, geöffnete Elemente mit LINKS schließen. Sobald man in der Strukturansicht auf ein neues Element wechselt, zum Beispiel auf einen Ordner, so wird dessen Inhalt, also die in ihm vorhandenen Dateien, in der Listenansicht angezeigt. Der blinde Benutzer bekommt sie also erst zu sehen, wenn er mit TAB in die Listenansicht wechselt.

Umbennen, Kopieren, Ausschneiden, oder Löschen von Ordnern in der Strukturansicht

In der Strukturansicht lassen sich, wie in der Listenansicht, Ordner umbennen, kopieren, ausschneiden oder löschen. Die Vorgehensweise dazu entspricht der aus der Listenansicht (siehe: Arbeiten mit Ordnern). Mehrfachselektion von Ordnern ist allerdings nicht möglich.

Probleme beim Öffnen des Disketten- oder CD-/DVD-Laufwerks

Bei der Navigation in der Strukturansicht des Explorers werden sowohl das Disketten-, als auch das CD- bzw. DVD-Laufwerk immer mit einem Laufwerksbuchstaben angezeigt, unabhängig davon, ob sich auch tatsächlich ein Datenträger (Diskette, CD, DVD) im Laufwerk befindet. Beim Navigieren auf ein Laufwerk in der Strukturansicht versucht Windows automatisch, dessen Inhalt in der Listenansicht anzuzeigen. Befindet sich bei einem Wechseldatenträger wie dem Diskettenlaufwerk oder dem CD- bzw. DVD-Laufwerk kein Datenträger im Laufwerk, so schlägt dieser Versuch fehl und Windows fordert mit einem kleinen Dialogfenster dazu auf, erst einen entsprechenden Datenträger in das Laufwerk einzulegen. Dieser Aufforderung kann man entweder nachkommen, oder man kann durch den Schalter ABBRECHEN oder durch das Drücken von ESC zur vorherigen Position in der Strukturansicht zurückkehren. Problematisch für den blinden Benutzer ist, dass er vielleicht gar nicht den Wechseldatenträger öffnen wollte, sondern drei Elemente weiter unten ein Netzlaufwerk auswählen wollte. In diesem Fall spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Bevor Windows auf den Wechseldatenträger zugreift, um ihn in der Listenansicht anzuzeigen, vergeht eine kurze "Schrecksekunde". Innerhalb dieser Zeit kann der Benutzer durch mehrfaches Drücken von AB bzw. AUF quasi über das problematische Laufwerk "springen". Diese Vorgehensweise ist möglich, aber nicht sonderlich effizient, weshalb für blinde Benutzer eher die Navigation mit dem Arbeitsplatz zu empfehlen ist. Die Strukturansicht bringt für den blinden Benutzer nur wenig praktischen Zugewinn.

Tastaturbefehle für Computer und Windows-Explorer

Tastaturkürzel Funktion
TAB durch die verschiedenen Elemente innerhalb eines Fensters springen
UMSCHALT+TAB rückwärts durch die verschiedenen Elemente innerhalb eines Fensters springen
ALT in das Menü eines Programmes (z.B. des Computers) springen
PFEILTASTEN innerhalb eines Elements (Menü, Liste, usw.) navigieren
UMSCHALT+PFEILTASTEN mehrere Dateien und/oder Ordner markieren
EINGABE markiertes Element ausführen oder öffnen (Menüpunkt, Ordner, Datei usw.)
ALT+LINKS zurück gehen
ALT+RECHTS vorwärts gehen
ALT+E in die Adressleiste springen
ALT+E, ALT+AB in der Adressleiste die Listenansicht mit Laufwerken und Ordnern öffnen
ENTF Datei oder Ordner löschen
F2 Datei oder Ordner umbenennen
F3 oder STRG+F Dateisuche öffnen
STRG+X Datei oder Ordner (in die Zwischenablage) ausschneiden
STRG+C Datei oder Ordner (in die Zwischenablage) kopieren
STRG+V Datei oder Ordner (aus der Zwischenablage) einfügen
STRG+Z letzte Aktion rückgängig machen

Tipps zum Verwalten von Dateien

Beim Erstellen oder Umbenennen von Dateien auf aussagekräftige Dateinamen achten. Statt "ham2107.doc" lieber "Hausaufgaben Mathematik vom 02.10.2007.doc" Beim Umbenennen von Dateien darauf achten, die Dateinamenerweiterung nicht aus Versehen zu löschen. Alle Dokumente eines Benutzers sollten sich in einem festen Ordner befinden, z.B. wie in der Voreinstellung unter "Eigene Dateien". Innerhalb des Ordners mit den Benutzerdateien sollten die Dokumente in Unterordnern logisch einsortiert werden. Zum Beispiel ein Ordner "Deutsch" für alle Dateien des Deutschunterrichts. Auch innerhalb dieser Unterordner sollte durch weitere Unterordner Ordnung geschaffen werden. Zum Beispiel durch das Anlegen von Ordnern für "Hausaufgaben", "Aufsätze", "Klassenarbeiten", "Diktate" usw. Im gleichen Ordner dürfen sich niemals zwei Dateien mit gleichem Namen befinden.

Papierkorb

Der Papierkorb von Windows befindet sich auf dem Desktop. Man erreicht ihn mit WINDOWS+D,P (bis Jaws "Papierkorb" ansagt). In den Papierkorb gelangen standardmäßig alle Dateien und Ordner, die manuell von der Festplatte eines PCs gelöscht werden. Achtung! Es werden keine Dateien von USB-Sticks und Speicherkarten, die gelöscht werden, in den Papierkorb geleert!

Widerherstellen von Dateien und Ordnern

Haben Sie eine Datei oder einen Ordner aus Versehen gelöscht, haben Sie die Möglichkeit die Datei/den Ordner wieder aus dem Papierkorb heraus herzustellen. Dafür gehen Sie wie folgt vor:

  • Drücken Sie WINDOWS+D
  • Navigieren Sie mit LINKS, RECHTS, AB und AUF auf den Papierkorb und drücken EINGABE.
  • Eine Liste mit ihren gelöschten Dateien/Ordnern erscheint. Wählen Sie mit AB und AUF die herzustellende Datei/ den herzustellenden Ordner aus und drücken ALT+D,W (DATEI, WIDERHERSTELLEN).
  • Die Datei/der Ordner befindet sich wieder an dem Ort, an der er ursprünglich gelöscht wurde.

Papierkorb leeren

Nach einiger Zeit sammelt sich doch eine beträchtliche Anzahl an Dateien und Ordner im Papierkorb an. Auf Dauer nimmt somit der Papierkorb einiges an Speicherplatz weg. Daher empfiehlt es sich den Papierkorb ab und an zu leeren. Hierfür geht man wie folgt vor:

  • Drücken Sie WINDOWS+D
  • Navigieren Sie mit LINKS, RECHTS, AB und AUF auf PAPIERKORB und drücken EINGABE
  • Sie befinden sich nun im Papierkorb. Sie sehen die Dateien, die Sie in der Vergangenheit von der Festplatte gelöscht haben in einer Liste aufgelistet.
  • Drücken Sie ALT+D,K (DATEI, PAPIERKORB LEEREN) und bestätigen den folgenden Dialog mit JA.
  • Der Papierkorb wird nun gelöscht. - Nach ein paar Sekunden ertönt ein leises Geräusch, das ist der Hinweis, dass der Papierkorb erfolgreich geleert wurde.

Hinweis: Die Dateien und Ordner, die aus dem Papierkorb gelöscht wurden, sind nicht mehr herzustellen

Einstellungen am Papierkorb vornehmen

Grundsätzlich ist der Papierkorb so konfiguriert, dass er maximal 10% der Laufwerkgröße aufnehmen kann.

Zum Beispiel: Ihr Datenlaufwerk auf D ist 20 Gb groß. Somit können 2 Gb von dem Laufwerk D in den Papierkorb gelöscht werden. Löschen Sie jedoch z.B. eine Datei, die größer als 2 Gb ist (ein sehr großer Film), erhalten Sie die Warnung das das zu löschende Objekt zu groß für den Papierkorb ist, und im falle einer Löschung die Datei unwiderruflich entfernt wurde.

Im Einstellungsdialog des Papierkorbs können Sie die 10% ändern (Achtung: Wenn Sie mehr als 10% angeben, kann es vorkommen das irgendwann der Papierkorb sehr viel Platz auf der Festplatte einnimmt). Um den Einstellungsdialog zu öffnen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Drücken Sie WINDOWS+D
  • Navigieren sie mit LINKS, RECHTS, AB und AUF auf PAPIERKORB.
  • Drücken Sie die KONTEXTMENÜ-Taste und gehen mit AUF oder AB auf EIGENSCHAFTEN (ALT+EINGABE).
    • Registerkarte ALLGEMEIN
      • Sie haben die Möglichkeit die Einstellung für verschiedene Laufwerke zu treffen. Hierfür muss der jeweilige Papierkorbpfad ausgewählt werden.
      • Einstellungen für den ausgewählten Pfad können sein:
        • "Dateien sofort löschen (nicht in Papierkorb verschieben)" - Diese Option löscht die Dateien und Ordner ohne sie in den Papierkorb zu leeren. - Somit sind die Dateien und Ordner nur noch mit spezialprogrammen und viel Zeitaufwand herzustellen.
        • "Benutzerdefinierte Größe - Maximale Größe(MB) - Hier geben Sie in MB das Speichervolumen des Papierkorbs an.
      • "Dialog zur Bestätigung des Löschvorgangs anzeigen" - Hier wird nochmals vor der Papierkorbleerung nachgefragt, ob Sie wirklich den Papierkorb leeren möchten.


Editor

Einfache Dokumente mit dem Editor erstellen

Was ist der Editor?

Der Editor ist ein Programm zur Eingabe von reinem Text. Formatierungen wie Fett- und Kursivdruck oder das Einfügen von Tabellen und Bildern beherrscht der Editor nicht. Das Fehlen erweiterter Möglichkeiten zur Textgestaltung macht ihn aber zu einem schlanken und besonders leicht zu bedienenden Programm. Sein Aufgabenbereich ist eher das Erstellen kurzer Notizen, welche gemäß des ANSI-Standards in reinen Textdateien mit der Dateinamenerweiterung .txt gespeichert werden. Der Editor ist seit vielen Jahren weitgehend unverändert geblieben und gehört zum Lieferumfang jeder Windows Version für PCs. Gerade seine Einfachheit macht ihn zum idealen Programm, um die grundlegenden Techniken zum Bearbeiten von Texten am Computer zu erlernen.

Starten des Editors

Um den Editor zu starten, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Möglichkeit 1: Starten über das Startmenü. Der Editor befindet sich bei einer Standardinstallation von Windows unter STARTMENÜ - ALLE PROGRAMME - ZUBEHÖR - EDITOR.
  • Möglichkeit 2: Starten über das Anlegen eines neuen Dokumentes im Computer oder Windows-Explorer. Man startet den Computer oder den Windows-Explorer und navigiert zum Ordner, in dem man einen Text mit dem Editor erstellen möchte. Man öffnet das Menü DATEI und wählt dort NEU (ALT+D,N). Im sich öffnenden Untermenü navigiert man mit AB oder AUF bis zum Eintrag TEXTDOKUMENT. Der Cursor springt zur Listenansicht in ein Eingabefeld. Die Sprachausgabe sagt "Eingabefeld" an und der für ein neues Dokument voreingestellte Name "Neu Textdokument.txt" erscheint markiert auf der Braillezeile. Man kann einen beliebigen neuen Dateinamen direkt über den voreingestellten schreiben. Durch das Drücken einer PFEILTaste kann die Markierung auch aufgehoben und der voreingestellte Dateiname beliebig angepasst werden. Wichtig: Es darf nicht vergessen werden, die Dateinamenerweiterung .txt für Dateien des Editors am Ende des Dateinamens ebenfalls einzugeben, ansonsten weiß der Computer später nicht, mit welchem Programm er die Datei bearbeiten kann. Das Drücken von EINGABE schließt den Vorgang ab; die neue Datei, welche den neuen Text enthalten soll, ist angelegt. Um den Editor zu starten, drückt man auf der soeben neu erstellten Datei EINGABE.
  • Möglichkeit 3: Wenn auf dem Computer bereits Dateien mit der Endung .txt existieren, so kann man diese mit dem Editor bearbeiten, indem man mit dem Computer oder mit dem Windows-Explorer auf sie navigiert und dann EINGABE drückt.
  • Möglichkeit 4: Die schnellste und sicherste Art, den Editor zu starten, ist über das AUSFÜHREN-Eingabefeld im START-Menü (WINDOWS-Taste, Cursor steht automatisch im Suchfeld). Dort gibt man ein: Editor.

Schon startet das Programm. Diese Technik funktioniert mit vielen Programmen und ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man nicht genau weiß, wo das Programm im Startmenü liegt (z.B. auf fremden Computern), dafür aber weiß, wie das Programm in Windows genau heißt. Siehe auch Programme starten und beenden

Aufbau des Editors

Der Aufbau des Editors ist sehr einfach. Er besteht aus einer Menüleiste am oberen Fensterrand mit den Einträgen DATEI, BEARBEITEN, FORMAT und ANSICHT, sowie aus einem Eingabefeld über die größte Fläche des Fensters. Bei Bedarf lässt sich im Menü ANSICHT unter dem einzigen Eintrag STATUSLEISTE (ALT+A,L) noch eine Statusleiste am unteren Bildschirmrand einblenden, welche über die Position des Cursors (Spalte und Zeile) im Text Auskunft gibt.

Zeilenumbruch einschalten

In der Voreinstellung kennt der Editor keinen Zeilenumbruch. Solange der Benutzer nicht manuell einen Zeilenumbruch einfügt (z.B. durch Drücken von EINGABE), schreibt er annähernd unendlich in der gleichen Zeile weiter. Diese Voreinstellung ist für das Schreiben von Texten sehr ungünstig, da sie die Navigation innerhalb eines Textes sehr erschwert und sollte daher verändert werden. Um den Zeilenumbruch einzuschalten, muss man ihn über das Menü FORMAT - ZEILENUMBRUCH (ALT+O,Z) aktivieren.

Texteingabe und -korrektur

Texteingabe

Sofort nach dem Start des Editors kann über die Schwarzschrifttastatur oder über eine Brailleeingabetastatur Text eingegeben werden. Mit jedem getippten Buchstaben wandert der Cursor im Text eine Stelle weiter nach rechts und erscheint auf der Braillezeile. Mit EINGABE wird ein Zeilenumbruch eingefügt. Dies bedeutet, dass der Cursor in die nächste Zeile wechselt und der Text vom linken Rand ab fortgesetzt wird. Wie viele Zeichen Text in eine Zeile passen, hängt von der Einstellung des Editors ab. Ist der automatische Zeilenumbruch nicht aktiv, schreibt man immer in der gleichen Zeile weiter. Sobald nicht mehr alle Zeichen in das Fenster passen, blendet das Fenster eine horizontale Bildlaufleiste ein und die Textdarstellung wird verschoben. Ist der automatische Zeilenumbruch eingeschaltet, hängt es von der Fensterbreite ab, wann der Text in die neue Zeile umbricht. Sobald nicht mehr alle Zeichen in eine Zeile passen, da der rechte Fensterrand erreicht ist, bricht der Text automatisch in die neue Zeile um. Wird das Fenster vergrößert und kann dadurch auch mehr Text in eine Zeile geschrieben werden, passt sich der Umbruch den neuen Platzbedingungen an.

Korrektur

Will man getippte Wörter oder Buchstaben löschen, muss man wissen, wo sich der Cursor gerade befindet. Die Position des Cursors (= Einfügemarke) ist am Punkt 7 und 8 zu erkennen.

Um das Zeichen links vom Cursor zu löschen, wird die KORREKTUR Taste (auch RÜCKwärts Taste genannt) benutzt. Sie befindet sich auf der Tastatur meistens in der rechten, oberen Ecke über der EINGABE Taste. Durch mehrmaliges betätigen von RÜCK lassen sich nach Bedarf die Zeichen links vom Cursor löschen.

Mit der ENTF (Entfernen) Taste lassen sich Zeichen rechts vom Cursor löschen.

Bewegen in Texten

Um den Cursor an die gewünschte Stelle zu setzen, benutzt man entweder die PFEILTasten oder betätigt die Cursorrouting Taste der Braillezeile an der gewünschten Stelle im Text.

Mit Hilfe der Tastenkombination STRG+END kann man gezielt ans Textende springen. Mit Hilfe von STRG+POS1 gelangt man an den Textanfang.

Dokument speichern

Speichern

Zum Speichern des Textes öffnet man mit ALT+D das Menü "Datei" und wählt anschließend mit den PFEILTasten den Menüpunkt Speichern aus. Mit der Taste EINGABE wird dieser aktiviert.

Alternativ kann man auch mit ALT+D,S oder mit STRG+S "speichern".

Wurde das Dokument noch nicht gespeichert, muss ein Name, unter dem das Dokument gespeichert werden soll, vergeben werden. Das Dialogfeld "Speichern unter" öffnet sich in diesem Fall automatisch. Der Cursor steht dann im kombinierten Eingabefeld "Dateiname", so dass man den Dokumentennamen dort gleich eintippen kann. Der Dateiname müsste dann etwa so aussehen: Übungstext. Standardmäßig speichert der Editor seine Dokumente unter "Eigene Dateien".

Speichern unter

Will man in einen anderen Ordner wechseln, muss man im Dialogfeld mit UMSCHALT+TAB in die Listenansicht der Ordner und Dokumente wechseln. Mit den PFEILTasten kann man den gewünschten Ordner auswählen. Durch Betätigen der Taste EINGABE gelangt man in den ausgewählten Ordner. Im neu gewählten Ordner gelangt man durch TAB in das kombinierte Eingabefeld "Dateiname". Dort wird der Dateiname eingetragen und anschließend mit der EINGABE Taste die Speicherung ausgelöst.

Mit der RÜCK Taste gelangt man in den übergeordneten Ordner.

Um das Dokument unter einem anderen Namen abzuspeichern, wählt man im Menü "Datei" den Menüpunkt "Speichern unter". Das Dialogfenster, das sich öffnet, ist dem oben Beschriebenen identisch.

Alternative Möglichkeit für "Speichern unter": ALT+D,U

Dokument drucken

Der Druckdialog lässt sich mit DATEI / DRUCKEN (ALT+D,D) oder mit STRG+P aufrufen. Da der Ausdruck in der Regel auf den Standard-Schwarzschriftdrucker erfolgt, lässt sich die Schaltfläche DRUCKEN direkt durch Betätigen der EINGABE-Taste auslösen. Auf dem Ausdruck wird automatisch am oberen Rand der Dateiname und am unteren Rand die Seitenzahl mitgedruckt. Der obere Rand wird auch als Kopfzeile und der untere Rand als Fußzeile bezeichnet.

Um Druckereinstellungen wie z.B. andere Drucker oder die Anzahl der Exemplare einzustellen, muss der Druckdialog genauer betrachtet werden. Nach dem Aufrufen DATEI / DRUCKEN (ALT+D,D) lässt sich mit den Pfeiltasten RECHTS - LINKS zwischen den installierten Druckern wechseln. Mit der EINGABE-Taste lässt sich der Druckvorgang auf dem neu gewählten Drucker starten.

Wird ein Brailledrucker ausgewählt, muss zuvor die Seite entsprechend der Papiergröße, der Anzahl der Zeichen pro Zeile und Seite eingerichtet werden.

Soll das Dokument zwei- oder mehrfach ausgedruckt werden, gelangt man mit der TAB Taste (5 mal drücken) in das entsprechende Formularfeld. In das Formularfeld "Anzahl der Exemplare" wird die gewünschte Anzahl der Ausdrucke eingetragen. Der Druckvorgang wird durch EINGABE gestartet.

Alternativ gelangt man zum Formularfeld "Anzahl der Exemplare" mit ALT+Z.
Seite für den Brailledruck einrichten

Für Brailledrucker lässt sich der Editor nur bedingt einrichten. Unter DATEI / SEITE EINRICHTEN (ALT+D,R) lässt sich zwar zwischen verschiedenen Papiergrößen auswählen, da aber die meisten Brailledrucker ein anderes Druckkonzept als das von Windows verfolgen, wird das gewünschte Format in der Regel nicht dabei sein.

Erfolgversprechender ist es, im Dialogfeld "Seite einrichten" den linken Rand (3 mal TAB) so zu vergrößern, dass nur noch die Anzahl der druckbaren Zeichen in eine Zeile passen. Um dies einstellen zu können, muss mit Hilfe eines Probedrucks die Zeichenzahl pro Zeile ermittelt werden. Anschließend wird der linke Rand so lange verändert bis im Dokument die Zeichen genau den druckbaren Zeichen entsprechen. Da sich die Seitenlänge nicht einstellen lässt, empfiehlt es sich, die Kopfzeile und Fußzeile zu löschen. Im Dialogfeld "Seite einrichten" werden mit TAB die Formularfelder Fuß- und Kopfzeile ausgewählt, um dort die Einträge zu löschen.

Dokument schließen

Mit ALT+D,B wird der Editor beendet. Alternativ lässt sich der Editor auch mit ALT+F4 schließen. Sollte die letzte Version der Datei noch nicht gespeichert sein, kann diese durch das sich öffnende Dialogfenster nachgeholt werden.

Drucken mit dem Schwarzschriftdrucker

Seit Windows XP wird in den meisten Fällen der angeschlossene Drucker automatisch erkannt und installiert. Es wird daher zunächst davon ausgegangen, dass der Drucker angeschaltet und funktionsbereit ist.

Drucken einer Datei

Eine Datei lässt sich unter Windows auf verschiedene Weisen drucken:

Drucken

Drucken aus dem Textverarbeitungsprogramm bietet sich an, wenn der Text neu erstellt, gelesen oder verändert wurde. Im Programm Word für Windows und den meisten anderen Textverarbeitungsprogrammen befindet sich im Menü DATEI das Untermenü DRUCKEN (ALT,D,U). Mit diesem wird das DIALOGFENSTER DRUCKEN geöffnet. In Word lässt sich das Dialogfenster DRUCKEN auch mit der Tastenkombination STRG+P aufrufen.

Anzahl der Ausdrucke

Standardmäßig befindet sich der Cursor im Eingabefeld EXEMPLRE (ALT+E). In diesem kann die Zahl der gewünschten Ausdrucke festgelegt werden. Jaws gibt über die Sprachausgabe die Möglichkeit an, wie sich die Anzahl ändern lässt. Entweder wird die Anzahl mittels der Pfdiltasten jeweils um eins erhöht bzw. verringert oder die Anzahl wird per Tastatur direkt eingegeben. Auf der Braillezeile wird die eingestellte Anzahl angezeigt.

Name - Auswahl des Druckers

Durch mehrmaliges Drücken der TAB Taste lässt sich die Ausklappliste DRUCKER(ALT+W) zum Auswählen des Druckers finden. Sind mehrere Drucker installiert, kann an dieser Stelle über die Pfeiltasten ein anderer Drucker als Druckziel gewählt werden. Gibt es keine Wahlmöglichkeit oder wird der Drucker nicht explizit ausgewählt, gelangt der Druckauftrag auf den "Standarddrucker". ACHTUNG: Die Auswahl eines anderen Druckers kann Einstellungen der Textverarbeitung verändern. So stellen manche Drucker nur eine Standardschriftart zur Verfügung. Die anderen Schriftarten können nicht mehr ausgewählt werden. Ebenso hat jeder Drucker individuelle Randeinstellungen - d.h. der druckbare Bereich kann sich durch die Auswahl eines anderen Druckers verändern. Dadurch kann es z.B. passieren, dass sich die Seitenzahl eines mehrseitigen Dokuments durch die Auswahl eines anderen Druckers verändert.

Einstellungen

In EINSTELLUNGEN kann man folgende Einstellungen vornehmen:

  • Welche Seiten will ich drucken? (ALT+I)
    • ALLE SEITEN: Druckt alle Seiten des Dokuments aus
    • AKTUELLE SEITE: Druckt die Seite aus, in der der Cursor aktuell platziert ist
    • SEITEN/BENUTZERDEFINIERT: Im Eingabefeld kann man die genauen Seiten über die Seitenzahl angeben, die gedruckt werden sollen. Die Seitenzahlen werden durch Komma getrennt. Möchte man mehrere zusammenhängende Seiten drucken, dann gibt man den Seitenbereich an. (ALT+C)

Beispiele:

  • 8 : Druckt nur die Seite 8 des Dokuments aus
  • 1,4,6,20 : Druckt die Seiten eins, vier, sechs und zwanzig des Dokuments aus
  • 2-10 : Druckt die Seiten 2 bis 10 des Dokuments aus
  • 1,5-10: Druckt die Seiten 1 und 5 bis 10 des Dokuments aus
  • Will ich ein- oder zweiseitig drucken? (ALT+K)
    • einseitig
    • zweiseitig
  • Will ich die Ausdrucke der Reihe nach ausdrucken oder unsortiert? (bei mehreren Exemplaren eines Ausdrucks)(ALT+L)
    • sortiert (1,2,3...;1,2,3...)
    • unsortiert (1,1,1,,,,;2,2,2,,,)
  • Will ich in Hoch- oder Querformat drucken? (ALT+T)
    • Hochformat
    • Querformat
  • In welchem Format will ich drucken? (ALT+G)
    • DinA4
    • DinA5
    • ...
  • Welche Seitenränder will ich einstellen? (ALT+R)
    • Normale Seitenränder (Standard)
    • Benutzerdefiniert
  • ...
  • Will ich mehrere Seiten pro Blatt drucken? (Dies spart Blätter und Druckkosten, geht allerdings zu Lasten der Schriftgröße, denn die wird entsprechend halbiert, geviertelt...) (ALT+O)
    • 1 Seite pro Blatt
    • 2 Seiten pro Blatt
    • 4 Seiten pro Blatt

Aus dem Kontextmenü heraus drucken

Aus dem Windows Explorer heraus lässt sich eine Datei mit Hilfe des Kontextmenüs ausdrucken. Die gewünschte Datei z.B. eine Word Datei (zu erkennen an der Endung *.doc/docx) wird im Windows Explorer markiert. Mit der Kontextmenütaste wird das zur Datei zugehörige "Kontextmenü" geöffnet. Handelt es sich um eine druckbare Datei, lässt sich im Kontextmenü mit den Pfeiltasten AUF oder AB der Punkt DRUCKEN wählen und mit EINGABE aktivieren. Alternativ zur Auswahl mit den PFEILTasten lässt sich der Druckvorgang mit Kontextmenütaste, D starten. Die "Kontextmenütaste" (auch APPLIKATIONSTASTE) entspricht der "rechten Maustaste" für sehende Nutzer.

Druckaufträge löschen oder steuern

Druckaufträge werden normalerweise in der Druckerwarteschlange gespeichert. Dabei handelt es sich um eine temporäre Datei, die die Druckaufträge abarbeitet. Dieser Umweg ist deshalb sinnvoll, da in der Druckerwarteschlange mehrere Druckaufträge an den Drucker zwischengestellt werden, bis der Drucker Kapazitäten zum Drucken frei hat. Würde diese Möglichkeit des Zwischenstellens nicht bestehen, wäre das Programm (z.B. Word), das den Druckauftrag verschickt hat, solange blockiert, bis der Druckauftrag abgearbeitet wäre. Die Druckerwarteschlange erledigt diese Aufgabe im Hintergrund und gibt somit das Programm (z.B. Word) wieder für die Weiterarbeit frei.

Druckerwarteschlange öffnen =

Einblick in die Dokumente, welche gedruckt werden sollen, lässt sich erhalten, indem man die Druckerwarteschlange öffnet. Ob die Druckerwarteschlange gerade aktiv ist, erfährt man im "Infobereich" von Windows. Jaws stellt einen Infobereichmanager zur Verfügung, der mit JAWS Taste + F11 zu öffnen ist. Ist dort ein Eintrag "1 ausstehendes Dokument", lässt sich die aktive Druckerwarteschlange durch Betätigen des Schalters LINKER DOPPELKLICK (ALT,D) öffnen. Mit den PFEILTasten AB oder AUF lässt sich prüfen, welche Druckaufträge noch anstehen. Die zweite Möglichkeit, die Druckerwarteschlange zu öffnen, besteht darin, den Ordner "Drucker und Faxgeräte" über START/ EINSTELLUNGEN / DRUCKER UND FAXGERÄTE zu öffnen. Das Dialogfeld der Druckerwarteschlange lässt sich öffnen, indem der gewünschte Drucker im Listenfeld mit Hilfe der PFEILTasten ausgewählt und mit EINGABE geöffnet wird. Der eben beschriebene Weg, die Druckerwarteschlange zu öffnen, hat den Vorteil, dass JAWS dafür nicht benötigt wird. Der Nutzer muss hier aber wissen, an welchen Drucker die Druckaufträge geschickt wurden. Wählt man dagegen den Weg über den Infobereich, erhält der Nutzer die Information, wie viele Druckaufträge gerade anstehen und auf welche Drucker diese geschickt wurden.

Druckauftrag löschen

Im Menü DRUCKER (ALT,D) der Druckerwarteschlange befindet sich der Menüpunkt "Alle Druckaufträge löschen" oder "Druckaufträge löschen". Somit lassen sich entweder alle oder auch einzelne Aufträge in der Druckerwarteschlange löschen. Alternativ lässt sich der markierte Druckauftrag auch mit der ENTF Taste löschen. Ein Druckauftrag lässt sich auch anhalten oder, wenn mehrere Druckaufträge anstehen, kann auch der Drucker angehalten werden. Bei diesem Vorgang werden die Druckaufträge nicht gelöscht.

  • Zum Anhalten des Druckauftrages wird der Menüpunkt DOKUMENT / ANHALTEN (ALT,K,H) aufgerufen. Der gewünschte Druckauftrag in der Liste muss markiert sein.
  • Zum vorübergehenden Anhalten aller Druckaufträge an den Drucker empfiehlt es sich, mit DRUCKER / DRUCKER ANHALTEN den aktiven Druckvorgang anzuhalten. Dieser lässt sich wieder starten, indem DRUCKER / DRUCKER ANHALTEN nochmals ausgeführt wird.

Der Druckerdialog lässt sich mit ALT+F4 schließen.

Auswahl des Standarddruckers

Hat man mehrere Drucker installiert, z.B. einen Schwarzschriftdrucker und einen Brailledrucker, ist es sinnvoll, den am häufigsten genutzten Drucker als Standarddrucker zu definieren. Um einen Überblick über die installierten Drucker zu bekommen, wird der Ordner DRUCKER UND FAXGERÄTE über START/ GERÄTE UND DRUCKER geöffnet. In der Listenansicht wählt man erst den gewünschten Standarddrucker und dann im KONTEXTMENÜ den Menüpunkt "Als Standard definieren" aus.

Drucker entfernen

Manchmal kommt es vor, dass ein alter Drucker gegen einen neuen ausgetauscht wird oder ein Drucker versehentlich mehrfach im Ordner "Drucker und Faxgeräte" aufgelistet ist. Alte oder nicht mehr erforderliche Drucker lassen sich aus der Druckerliste nach dem Markieren durch Drücken von ENTF Taste entfernen.

Drucker hinzufügen /installieren

Neu angeschlossene Geräte werden normalerweise von Windows 7 automatisch erkannt und installiert. Dies gilt auch für Drucker. Sollte die automatische Erkennung nicht funktionieren, kann ein Drucker auch per Hand installiert werden. Dafür ist folgendes Vorgehen notwendig:

  • Mit START den Ordner GERÄTE UND DRUCKER öffnen.
  • In der Druckerliste den Schalter DRUCKER HINZUFÜGEN wählen. Ein Installations-Assistent wird gestartet, der Schritt für Schritt durch die Dialogfenster der Einstellungsmöglichkeiten führt.

Hinweis: Um einen lokalen Drucker zu installieren, ist es notwendig, Administratorrechte zu besitzen.

Schritte durch den Druckerinstallations-Assistenten

Jedes Dialogfenster im Druckerinstallations-Assistent hat einen WEITER (ALT+W), ZURÜCK (ALT+Z) und ABRECHEN SCHALTER. Die Einstellungsmöglichkeiten in jedem Dialogfenster werden mit TAB abgearbeitet.

  1. Fenster - Willkommensfenster

Da dieses Fenster für die Braillezeile nicht darstellbar ist und keine weiteren wichtigen Informationen enthält, kann man WEITER gehen.

  1. Fenster Auswahl des Druckertyps

Mit den PFEILTasten lässt sich auswählen, ob ein lokaler Drucker oder ein Netzwerkdrucker installiert werden soll. Der Auswahlschalter z.B. für den lokalen Drucker ist dann aktiviert, wenn dieser auf der Braillezeile erscheint. Mit WEITER möchte der Assistent dann einen lokalen Drucker installieren.

  1. Fenster - Druckeranschluss auswählen

Der Auswahlschalter befindet sich auf "Folgenden Anschluss verwenden". Mit den PFEILTasten kann in der Ausklappliste der richtige Druckeranschluss ausgewählt werden.

  • USB001: Wird dann ausgewählt, wenn ein Drucker über einen USB Port angeschlossen ist.
  • LPT1: Wird standardmäßig gewählt, wenn der Drucker an einem Paralleldrucker-Port angeschlossen ist. LPT2 usw. gibt es immer dann, wenn der PC über mehrere Paralleldrucker-Ports verfügt. Mit WEITER wird die Auswahl abgeschlossen.
  1. Fenster - Hersteller und Modell auswählen.

Das Dialogfeld "Hersteller und Modell auswählen" besteht aus zwei Listenfeldern. Im linken Bereich wird der Hersteller des Druckers (z.B. Canon, Brother), im rechten Dialogfeld das Druckermodell ausgewählt. Beim Öffnen des Dialogfensters befindet sich der Cursor im Listenfeld Druckerhersteller. Mit den PFEILTasten lässt sich der Hersteller auswählen. Zum schnelleren Suchen in der Liste empfiehlt es sich, den Anfangsbuchstaben des gewünschten Herstellers einzugeben (z.B. B für Brother). Der Cursor springt dann zum Anfang aller Druckerhersteller mit B. Mit TAB wechselt man zum Listenfeld Druckermodell, in welchem der angeschlossene Druckertyp ausgewählt wird. Befindet sich der gewünschte Drucker nicht in der Liste, betätigt man den Schalter DATENTRÄGER. Ein Dialogfenster zur Auswahl des Speicherortes des Druckertreibers wird geöffnet. Gewöhnlich liefert der Druckerhersteller auf einer Diskette oder auf einer CD-Rom den notwendigen Treiber mit. Im Formularfeld wird der Laufwerksbuchstabe des CD Laufwerkes oder des Diskettenlaufwerkes angegeben und mit OK abgeschlossen. Sollte der Hinweis "Der angegebene Ort enthält keine Informationen über die Hardware" auftreten, kann man mit Hilfe des Schalters DURCHSUCHEN (ALT+U) in den Ordnern der Druckersoftware nach dem Druckertreiber suchen. Den Druckertreiber erkennt man an der Dateinamenerweiterung *.inf (z.B. BHPCL4.INF).

  1. Fenster - Drucker benennen

In diesem Fenster wird dem Drucker ein Name zugewiesen. Im Formularfeld befindet sich gewöhnlich ein Vorschlag des Herstellers. Der Vorschlag kann aber beliebig geändert werden. Wenn die Ilvesheimer Wordvorlage verwendet wird, sollte der Schwarzschriftdrucker hier den Namen "Schwarzschriftdrucker" bekommen. Zur Auswahl, ob es sich bei dem Drucker um den Standarddrucker handeln soll oder nicht, wechselt man mit TAB zu den Auswahlschaltern "Ja oder Nein".

  1. Fenster - Druckerfreigabe

Ist der PC an einem Netzwerk angeschlossen, kann der Drucker auch von anderen Netzwerkbenutzern verwendet werden. Dafür muss der Drucker mit einem Namen freigegeben werden. Mit der Pfeil AB Taste lässt sich in das Formularfeld "Freigabename" wechseln. Dieser kann nach Wunsch vergeben werden. Es empfiehlt sich bei der Namensvergabe immer, eine sinnige Kombination aus Druckertyp und Standort zu wählen (z.B. Schwarzschriftdrucker im Flur). Im nächsten Fenster (7. Fenster) kann der Drucker noch mit weiteren Informationen oder Kommentaren versehen werden.

  1. Fenster - Testseite drucken

Ob die Installation richtig durchgeführt wurde, lässt sich durch einen Testausdruck überprüfen. Der Auswahlschalter JA wird gewählt.

  1. Fenster - Fertigstellen des Assistenten

War der Testausdruck erfolgreich, kann der Assistent durch den Schalter FERTIGSTELLEN geschlossen werden. Ansonsten empfiehlt es sich, mit ZURÜCK die vorherigen Einstellungen nochmals genau zu überprüfen.

Einen Netzwerkdrucker hinzufügen

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Drucken mit einem Brailledrucker

Wer seine Dokumente auf einem Brailledrucker ausdrucken möchte, wird sehr schnell merken, dass dies nicht so einfach ist wie auf einem Schwarzschriftdrucker. Gewöhnlich lässt sich ein Brailledrucker zwar wie oben beschrieben installieren, aber beim Ausdruck stellt man fest, dass das Druckergebnis entweder unvollständig oder das Layout ganz und gar vom geschriebenen Original verschieden ist. Um dies vernünftig in den Griff zu bekommen, sollte man über den Einsatz von RTFC nachdenken. RTFC ist eine Software, mit deren Hilfe sich Dokumente in Blindenschrift umwandeln lassen, sodass sie mit dem Brailledrucker ausgedruckt werden können.

Hinweise zum Brailledruck

Die meisten zum Einsatz kommenden Brailledrucker können nur Texte drucken. Sie verfügen NICHT über die Fähigkeit, Grafiken zu drucken (weiterführende Informationen zur Brailledruckern: IT: Brailledrucker). Auf eine Seite eines Brailleausdrucks passt nur eine bestimmte Anzahl von Zeichen. Beispielsweise können auf eine DIN A4 Seite maximal 28 Zeichen pro Zeile und 23 Zeilen in Computerbraille, (28 Zeichen pro Zeile und 28 Zeilen in 6-Punkt-Braille) gedruckt werden. Auf einer Seite Schwarzschriftausdruck ist die Anzahl der druckbaren Zeichen mindestens doppelt so hoch - abhängig von der Schriftgröße und Schriftart. Dabei wird der Buchstabenabstand bei den meisten Schriftarten (außer z.B. Pica) dynamisch ermittelt. Brailledrucker haben eine feste Schriftgröße und einen festen Zeilenabstand der durch Änderung der Seitengröße unter SEITE EINRICHTEN in Word nicht ohne weiteres eingestellt werden kann. Die Seitenaufteilung bleibt weiterhin dynamisch, was bedeutet, dass mal 27 Zeichen oder 29 Zeichen pro Zeile angezeigt werden. Im Ausdruck fehlt dann das 29. Zeichen. Ohne Umwandlung des geschriebenen Textes lässt sich nur Computerbraille, auch 8-Punkt-Braille genannt, drucken. 6-Punkt-Braille braucht ein Konvertierungsprogramm, das die notwendigen Zeichenänderungen und Kürzungen vornimmt. Hersteller von Brailledruckern z.B. Everest oder Once (Porta Thiel) haben in ihre Druckertreiber entsprechende Umwandlungsroutinen integriert. Sie wandeln auf Wunsch in 6-Punkt-Braille um und brechen die Zeilen auf die gewünschte Papiergröße um. Nachteilig ist, dass bei diesem Verfahren das Druckergebnis einer Blackbox überlassen wird. Um gute Druckergebnisse zu erzielen, empfiehlt es sich, ein Braille-Konvertierungsprogramm einzusetzen. HBS , RTFC und Duxbury aus dem amerikanischen Sprachraum sind hier als bekannte Vertreter zu nennen. Nachfolgend wird RTFC wegen seiner leichten Bedienbarkeit näher beschrieben.

RTFC installieren

Zunächst muss die RTFC-Software unter www.rtfc.de heruntergeladen werden. Es empfiehlt sich, die Personal Edition zu verwenden. Diese unterstützt in aller Regel die benötigten Druckoptionen für den Privatanwender. Wer spezielle Anforderungen an die RTFC hat, wie Teilkurzschrift (verschiedene Kürzungsformen) oder eine noch flexiblere Lay-out-Gestaltung, greift zur Professional Edition. Für den Testbetrieb reicht es, die Demo Version herunterzuladen, die gegen eine geringe Lizenzgebühr in eine Vollversion zu ändern ist. Außerdem wird noch der RTFC Braille-Viewer benötigt.

RTFC Braille-Viewer installieren

Vor der RTFC Installation muss der RTFC Braille-Viewer installiert werden. Dieser zeigt die Punktschrift in einer Simulation auf dem Bildschirm an. Diese kann genutzt werden, um Sehende am Bildschirm mitlesen zu lassen. Es können hier auch Änderungen vorgenommen werden, da der Braille-Viewer als Druckansicht genutzt werden kann. Auch kann die Ansicht des Braille-Viewers genutzt werden, um mit Hilfe von Thermokopierern Schwellkopien anzufertigen. Der Installationsdialog des Braille-Viewers wird durch Markieren und Aktivieren der "brlview.exe" gestartet. Der Schalter SETUP ist automatisch markiert und kann durch Drücken der EINGABE-Taste betätigt werden. Die erfolgreiche Installation ist am öffnenden Ordnerfester "RTFC Hypertext Compiler" zu erkennen. Diese kann nun geschlossen (ALT+F4) werden.

RTFC installieren

Zur Installation von RTFC muss die "RTFC-Lite.exe" ausgeführt werden. Im sich öffnenden Dialogfenster muss der Schalter SETUP aktiviert werden. Die Lizenzbestimmungen werden mit OK bestätigt. Anschließend fordert die Installationsroutine zur Eingabe der Seriennummer auf. Zum Betreiben als Demoversion lässt man das Feld Seriennummer leer und bestätigt mit dem Schalter OK (EINGABE-Taste). Bei der sich öffnenden Infobox handelt es sich um einen Warnhinweis, dass das Programm als Demo betrieben wird. Mit der EINGABE-Taste wird der Hinweis bestätigt. Das sich öffnende Ordnerfenster kann nun geschlossen werden (ALT+F4). Die Installation ist nun abgeschlossen. Unter START / PROGRAMME / RTFC HYPERTEXT COMPILER ist der RTFC HYPERTEXT ASSISTENT zu finden. Dieser muss aufgerufen werden, um die notwendigen Drucker- und Übersetzungs-Einstellungen vorzunehmen. Die folgenden Einstellungen werden für den Eurobrailleausdruck (8-Punktdruck) vorgenommen:

  1. Das erste und zweite Fenster des Hypertext-Assistenten können mit WEITER übersprungen werden.
  2. Im nächsten Fenster wird in der Klappliste "Ausgabeformat" mit Hilfe der PFEILTaste AB "Computerbraille" ausgewählt. Anschließend erfolgt mit WEITER der Wechsel zum nächsten Fenster.
  3. Das Listenfeld "Textprofil zur Seitengestaltung" besteht aus drei Registerkarten:

(O)ptionen, (F)ormat und (K)opf- und Fußzeile Hinweis: Buchstaben in Klammern weisen auf die Tastenkombination hin. Z.B. ALT+O für (O)ptionen. Am schnellsten wechselt man in die Registerkarte "Format" mit ALT+F, bzw. in die Registerkarte "Kopf- und Fußzeile" mit ALT+K. In der Registerkarte "Format" werden die Blatteinstellungen vorgenommen:

  • Im Feld "(Z)eilenlänge" wird die Anzahl der druckbaren Zeichen pro Zeile eingegeben.
  • Im Feld "Seite(n)länge" wird die Anzahl der druckbaren Zeilen pro Seite eingegeben.
  • Im Feld "Linker (R)and" kann die Einrückung des linken Randes in Anzahl Zeichen eingegeben werden.

Um die notwendigen Einstellungen zu ermitteln, sollte zunächst das zu bedruckende Papier mit Hilfe einer Brailleschreibmaschine probebeschrieben werden. Die so ermittelten Werte werden in die Felder eingetragen. Für Standardpapier, z.B. DIN A4, gibt es in der Ausklappliste (P)rofil das Profil "Computerbraille 28x23 Ze (210 x 297 mm)". Dies bedeutet, dass auf ein Papier der Breite 210 mm und der Länge 297 mm 28 Zeichen pro Zeile und 23 Zeilen gedruckt werden können. Ist die Seiteneinstellung vorgenommen, wechselt man mit WEITER auf das nächste Fenster. In diesem muss zunächst der angeschlossene Drucker ausgewählt werden. Dafür aktiviert man den Schalter (E)INRICHTEN. In diesem Dialogfeld wird der angeschlossene Drucker unter (H)INZUFÜGEN ausgewählt. Mit AUF / AB wird der Hersteller aus der Liste gewählt. Mit TAB gelangt man in die Liste Drucker, aus der der Druckertyp ausgewählt werden kann. Nehmen wir an, es soll ein Drucker "INDEX Basic D" installiert werden, so wählt man zunächst mit AB den Hersteller INDEX aus, wechselt dann mit TAB in das Listenfeld "Drucker" und sucht dort mit AB "INDEX Basic D" aus der Liste aus. Die Auswahl wird mit OK (EINGABE-Taste) übernommen. Nun muss sichergestellt werden, ob der richtige Druckeranschluss gewählt wurde. Dies erfolgt unter (A)NSCHLUSS. In der Ausklappliste des Feldes Anschluss ist das gewöhnlich "LPT1: (Lokaler Anschluss)". Hat man seinen Drucker an dem einzigen Parallelport des Computers angeschlossen, ist der Anschluss LPT1 auch der richtige. Ansonsten muss mit AUF /AB der richtige Anschluss aus der Liste gewählt werden. Mit OK (EINAGBE-Taste) wird die Auswahl übernommen und man gelangt in das Dialogfenster "Fertig stellen" zurück. In diesem muss der Schalter FE(R)TIG STELLEN aktiviert werden. Da RTFC nun fertig eingerichtet ist, wird der Assistent in diesem Fenster durch BEENDEN geschlossen. BEENDEN verfügt über keine Tastenkombination, von daher ist der BEENDEN-Schalter durch mehrmaliges Drücken der TAB-Taste zu markieren und anschließend zu aktivieren.

Word-Dokumente mit RTFC drucken

Im Menü von Word befindet sich nach der Installation von RTFC ein neuer Menüpunkt mit dem Namen "Braille" (mit der Kurztaste ALT+R für B(r)aille zu erreichen). Dieser wird benötigt, um das gewünschte Word-Dokument für den Brailleausdruck umzuwandeln. Für den Computerbrailleausdruck wird der Punkt IN (C)OMPUTERBRAILLE UMWANDELN aufgerufen. Hinweis: Sollte das zu druckende Dokument noch nicht abgespeichert sein, wird man nun aufgefordert, dies zu tun. RTFC wandelt nun das Dokument in ein neues Dokument entsprechend der Zeilenlänge und Zeilenanzahl des Druckerpapiers in txt-Format um. Dieses Text-Dokument kann als eine Art Druckvorschau verstanden werden, nur, dass man hier noch kleine Veränderungen vornehmen kann. Bei Veränderungen sollte man darauf achten, dass keine neuen Zeilen eingefügt werden, da sich sonst die Blattlänge verändert. Hinweis: Zum besseren Verständnis lohnt es sich, das Original Word-Dokument (#.doc) mit dem Text-Dokument (#.txt) zu vergleichen. Der Druckdialog wird wie gewöhnlich mit DATEI / DRUCKEN oder STRG+P gestartet. Der gestartete Druckdialog ist nicht völlig identisch mit dem Standarddruckdialog. Neben der Anzahl von (K)opien und dem wählbaren Druckbereich "(V)on Seite" bis "(B)is Seite" können hier drei verschiedene Kontrollfelder aktiviert werden:

  1. "Trennseite nach jeder Seite": Diese Kontrollfeld sollte im Regelfall deaktiviert bleiben.
  2. "Trennseite nach jeder Kopie": Wird Endlospapier im Drucker eingesetzt, sollte dieses Kontrollfeld aktiviert sein.
  3. "Pause vor jeder Seite": Diese Kontrollfeld sollte aktiviert werden, wenn man einzelne Blätter bedrucken will und diese von Hand in den Drucker einlegen muss. Der Drucker druckt dann die erste Seite.

RTFC wartet nun darauf, dass mit der EINGABE-Taste der OK-Schalter im Kontrollfeld bestätigt wird.

Feineinstellungen in RTFC vornehmen

Sollte bei dem ersten Drucken die Zeilenlänge oder die Blattlänge nicht stimmen, können diese unter BRAILLE / STANDARDEINSTELLUNGEN wie bereits unter "RTFC installieren" beschrieben verändert werden.

Übung

  1. Erzeuge ein beliebiges Dokument im Editor, WordPad oder in Word, speichere es auf dem Desktop und schließe es anschließend.
  2. Drucke die soeben erstellte Datei -ohne sie zu öffnen- mit Hilfe des Kontextmenüs auf dem Schwarzschriftdrucker.
  3. Wie kannst du dich darüber informieren, ob gerade ein Druckauftrag in der Druckerwarteschlange vorliegt (aktiv ist)?
  4. Du stellst fest, dass in deiner Druckerwarteschlange das zu druckende Dokument zweimal aufgelistet ist, da du es versehentlich noch einmal losgeschickt hast.
  • Wie löschst du einen Druckauftrag?
  • Stelle diese Situation nach, indem du zweimal ein Dokument losschickst, um dann eines zu löschen.
  1. Wo befindet sich der Druckerinstallations-Assistent - Wie wird er gestartet?
  2. An deinem PC sind zwei Schwarzschriftdrucker installiert. Ein Drucker steht in deinem Klassenzimmer und einer im anderen Schulgebäude. Standardmäßig will dein Computer immer auf den Drucker im anderen Schulgebäude drucken. Was musst du machen, dass der Drucker im Klassenzimmer der Standarddrucker ist?


Windows Hilfe

Mit der Windows Hilfe hat der Benutzer die Möglichkeit, sich über bestimmte Sachverhalte in Windows zu informieren, ohne dass er gleich ein Handbuch kaufen muss. Für blinde Nutzer müssen jedoch grundsätzliche Bedienungskonzepte von Windows vorausgesetzt werden, da sich viele Hilfetexte auf die Bedienung mit der Maus beziehen.


Das Hilfe und Supportcenter

Hilfe aufrufen

Die Windows Hilfe ruft man über STARTMENÜ / HILFE UND SUPPORT (WINDOWS,TAB,H) auf. Die Hilfe ist ähnlich einer Webseite aufgebaut und ist auch so zu bedienen. Näheres siehe Bedienung eine Webseite mit dem Internet-Explorer.

Kontextbezogene Hilfe

Alternativ kann die Hilfe auch mit F1 aufgerufen werden. Je nachdem, in welchem Programm bzw. in welchem Fenster bzw. Dialogfenster man sich befindet, bietet die Windows-Hilfe nun zum aktuellen Fenster Hilfe an.

Navigation in der Hilfe

Die Hilfe-Seite ist in mehrere Rahmen gegliedert. Zwischen den Rahmen wechselt man mit F6 durch. Diese Rahmen sind meist ein Rahmen, der das Suchen Eingabefeld enthält, ein Rahmen, der die Suchergebnisse enthält und ein Rahmen, der den Text zum ausgewählten Suchergebnis anzeigt.

Suchen von Informationen

Suchen Eingabefeld

Beim Aufruf der Seite steht der Cursor im SUCHEN Eingabefeld. Hier kann nach dem gesuchten Hilfetext gesucht werden, indem Schlagworte eingegeben werden (Über den Umgang mit Eingabefeldern im Internet-Explorer siehe Formularmodus). Z.B. führt die Suche nach "Tastenkombinationen" zu einer Reihe an Suchtreffern, die mit TAB angesprungen und mit LEER ausgewählt und aktiviert werden können.

Falls die Suchergebnisse nicht das Gewünschte hervorbringen (Microsoft bietet sozusagen zunächst ausgewählte Suchergebnisse bzw. "Empfohlene Themen" an), können über den Link "Ergebnisse der Volltextsuche" weitere Suchergebnisse angezeigt werden (Volltextsuche bedeutet, dass jede Seite angezeigt wird, in der der Suchtext vorkommt). Wenn auch diese Suche nicht weiter führt, kann über den Link "Microsoft Knowledge Base" auch noch auf der Internet-Seite von Microsoft an weiteren Treffern gesucht werden.

Inhaltsliste

Neben der Suche bietet das Hilfe- und Suportcenter die Möglichkeit, sich die Hilfethemen wie auf einer Webseite anzueignen. Dazu navigiert man mit den Lesetasten bzw. mit TAB durch den Text und aktiviert mit EINGABE interessante Links.

<Screenreader><Jaws>Die Navigation funktioniert nur eingeschränkt, da das Symbol "Plus" vor den Einträgen mit Unterthemen nicht aktiviert werden kann.</Jaws></Screenreader>

Index bzw. Stichwortverzeichnis

Eine weitere Möglichkeit, Informationen zu suchen, bietet der Index (ALT+N). <Screenreader><Jaws>Diese Funktion ist mit Jaws nicht wirklich zu bedienen.</Jaws></Screenreader>

Lesen

Mit F6 wechselt man in den Rahmen, in dem der eigentliche Hilfetext angezeigt wird, und springt mit STRG+POS1 im Zweifelsfall an den Beginn des Textes.

Bewertung

Insgesamt ist die Hilfe nur sehr eingeschränkt für blinde Benutzer zu empfehlen. Neben der Tatsache, dass die Suche nach Informationen nur über das Suchen Eingabefeld funktioniert, beziehen sich viele Texte auch auf den klassischen Maus-Benutzer.

Windows anpassen

Systemsteuerung

Die Systemsteuerung von Windows bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für Windows an. Alle folgenden Informationen beziehen sich auf die klassische Ansicht (diese ist eingestellt, wenn die Windows-Anpassung FÜR OPTIMALE LEISTUNG ANPASSEN berücksichtigt wurden).

Elemente der Systemsteuerung

Jedes Element der Systemsteuerung steht für ein Dialogfenster, das sich nach Aktivierung öffnet. In der Systemsteuerung findet man unter anderem:

  • Anzeige: Einstellungen zum Desktop, zum Desktophintergrund, zum Bildschirmschoner und zur Bildschirmauflösung
  • Drucker und Faxgeräte: Zur Konfiguration von Druckern
  • Hardware: Assistent zur Installation von neuer Hardware
  • Tastatur: Einstellungen zur Tastatur
  • Telefon- und Modemoptionen: Zur Einrichtung eines Modems
  • Netzwerkverbindungen: Verschiedene Netzwerkverbindungen einrichten, wie Lan, Wireless-Lan, etc.
  • Benutzerkonten: Die Benutzerverwaltung von Windows (neue Benutzer anlegen, Kennwort vergeben etc.)
  • Datum und Uhrzeit: Einstellung von Datum und Uhrzeit
  • Regions- und Sprachoptionen: Länderspezifische Einstellungen, wie z.B. die Darstellung von Datum oder Währung
  • Software: Zur Installation von systemeigenen Softwaretools und Deinstallation von Anwendungen
  • Sounds und Audiogeräte: Einstellungen von u.a. der Lautstärke
  • Eingabehilfen: Einstellungen für Menschen mit Körperbehinderung oder Sehbehinderung
  • Energieoptionen: Einstellungen zum Stromsparen, z.B. automatisches Ausschalten nach X Stunden Inaktivität
  • System: Informationen und Einstellungen zum PC-System, u.a. verwendete Hardware, Einstellungen zur Systemwiederherstellung
  • Verwaltung: Dienste zur Computerverwaltung, u.a. Datenträgerverwaltung zum Partitionieren und Überprüfen von Laufwerken

Software installieren

In der Regel installiert man eine Software von CD oder lädt die Installationsdatei aus dem Internet. Meist startet eine CD bei eingeschaltetem PC von selbst, wenn sie eingelegt ist. Dann müssen nur noch die Anweisungen des Installationsprogramms befolgt werden. In der Regel können die angebotenen Einstellungen zur Installation jeweils bestätigt (EINGABE) werden. Bei einer Installationsdatei ist es ähnlich, hier muss nur die Datei geöffnet werden, alles weitere wird vom Installationsprogramm übernommen. Als Beispielinstallation bietet sich das für Privatpersonen kostenlose Antivir an, welches später im Kapitel Windows: Virenschutz benötigt wird. Dazu geht man auf die Homepage des Herstellers: 1 und lädt sich die Datei "Avira AntiVir PersonalEdition Classic" für Windows XP auf die Festplatte. (Nähere Informationen zum Umgang mit dem Internet siehe Internet:.) Die heruntergeladene Datei öffnet man mit EINGABE und befolgt die Anweisungen des Installationsprogramms. Am Ende ist die Software installiert. Dabei wird im STARTMENÜ / PROGRAMME ein neuer Eintrag erzeugt: "Avira Antivir". Dort kann man die Software starten, falls sie nicht, wie in unserem Fall, schon automatisch gestartet wurde. Zur Bedienung von Antivir siehe Kapitel Windows: Virenschutz.

Eine weitere Möglichkeit, neue Software zu installieren, findet man in SYSTEMSTEUERUNG/SOFTWARE, wenn man die Schaltfläche NEUE PROGRAMME HINZUFÜGEN aktiviert. Hier gibt es zwei Schaltflächen, zum einen CD ODER DISKETTE, um ein neues Programm beispielsweise von CD zu installieren, zum anderen die Schaltfläche WINDOWS UPDATE um Systemupdates für Windows einzuspielen (funktioniert nur, wenn man mit dem Internet verbunden ist). Standardmäßig werden die Systemupdates jedoch automatisch eingespielt. Systemupdates sind in jedem Fall zu empfehlen, denn sie spielen sog. Patches ein, die Fehler aus der Software entfernen, die es z.B. Viren erlauben, das System zu manipulieren (nähere Informationen, siehe Windows: Virenschutz.

Software deinstallieren

Eine Software kann auch wieder aus dem System entfernt werden, wenn man sie nicht mehr benötigt. Allerdings sollte man die Software nicht so entfernen, wie eine Datei, also einfach im Windows-Explorer die Dateien bzw. den Ordner löschen, denn bei der Installation einer Software werden in der Regel an verschiedenen Orten auf der Festplatte Dateien geschrieben und Einstellungen getätigt. Dies alles "per Hand" rückgängig zu machen, wäre ein sehr großer Aufwand und nur leistbar, wenn man einen genauen Plan davon hätte, was angelegt wurde. Aber keine Angst, Windows übernimmt das für uns. Dazu aktiviert man in der SYSTEMSTEUERUNG den Eintrag Software. Standardmäßig befindet man sich schon im Bereich PROGRAMME ÄNDERN ODER ENTFERNEN in einer Liste, in der alle installierten Programme alphabetisch sortiert aufgeführt sind. Zur Deinstallation von z.B. "Antivir" markiert man mit AUF bzw. AB den entsprechenden Eintrag (in unserem Fall Avira Antivir Personal Edition) und springt mit TAB zum ENTFERNEN Schalter (in manchen Fällen auch ein kombinierter Schalter ÄNDERN/ENTFERNEN). Durch EINGABE startet man den Deinstallationsprozess und eine Sicherheitsabfrage erscheint in einem Dialogfenster, die nocheinmal fragt, "Wollen Sie die ausgewählte Anwendung und alle ihre Komponenten vollständig entfernen?". Der Schalter JA bestätigt diese Frage und WINDOWS deinstalliert nun wirklich die Anwendung.

Software ändern

Manche Software installiert standardmäßig nur die wichtigsten Funktionen und eben nicht alle Funktionen. Das ist so gewollt, um Platz auf der Festplatte zu sparen. Wenn man allerdings eine Funktion benötigt, die noch nicht installiert ist, wählt man die Software in der "Liste aller installierten Programme" aus und betätigt den Schalter ÄNDERN. Ein Installations-Assistent führt in Form eines Dialogfensters durch den Softwareänderungsprozess. In manchen Fällen gibt es auch einen kombinierten Schalter Ändern/Entfernen. Hier muss erst im Dialogfenster entschieden werden, was man möchte, das Programm ändern oder entfernen. Achtung: In manchen Fällen wird die Software auch ohne Dialogfenster einfach vom System gelöscht.

Uhrzeit und Datum einstellen

Das Dialogfenster EIGENSCHAFTEN VON DATUM UND UHRZEIT (zu öffnen über SYSTEMSTEUERUNG/DATUM UND UHRZEIT) bietet die Möglichkeit auf der Registerkarte DATUM UND UHRZEIT Einstellungen das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit einzustellen. Diese Einstellungen sind maßgeblich für die Systemzeit, die im Infobereich angezeigt wird. Die Systemzeit bestimmt beispielsweise das Datum, unter dem Dateien abgespeichert werden.

Vorgehen:

Auf der Registerkarte DATUM UND UHRZEIT befindet man sich zunächst in der Ausklappliste MONAT, wo man mit den Pfeiltasten AUF bzw. AB den Monat einstellen kann. Mit TAB springt man weiter in das Drehfeld JAHR. Hier kann man direkt die 4-stellige Jahreszahl eingeben oder mit den Pfeiltasten AUF bzw. AB auswählen. Mit TAB springt man weiter zu KALENDER, hier sagt die Sprachausgabe den Tag des Monats an, also z.B. 9. Mit den Pfeiltasten AUF,AB,RECHTS,LINKS kann man in der 7-spaltigen Tabelle (jede Spalte steht für einen Wochentag: Montag-Sonntag) den gewünschten Tag des Monats einstellen. Mit TAB springt man weiter zu Stunde, hier kann man wieder durch AUF bzw. AB die Stunden der aktuellen Uhrzeit festlegen. Entsprechendes gilt für Minuten (ein weiterer TAB) und Sekunden (TAB). Der Schalter ÜBERNEHMEN sorgt dafür, dass die Uhrzeit und das Datum nun eingestellt sein sollten. <Screenreader><Jaws>Mit JAWS-Taste+F11 bzw. JAWS-Taste+F12(2x gedrückt) kann man das Ergebnis kontrollieren.</Jaws></Screenreader>

Systemeigenschaften

Für Informationen über das Computersystem gibt es das Dialogfenster "Systemeigenschaften". Dort gibt es Informationen über die Hardware des Rechners. Die "Systemeigenschaften" lassen sich aufrufen über das Startmenü: START/ EINSTELLUNGEN/ SYSTEMSTEUERUNG/ SYSTEM.

Alternativ lassen sich die Systemeigenschaften auch mit WINDOWS+PAUSE aufrufen. (Die PAUSE Taste ist meist im oberen, rechten Bereich der Tastatur zu finden.).

Das Fenster "Systemeigenschaften" öffnet sich auf der Registerkarte "Allgemein". Dort befinden sich Informationen zur Ausstattung:

  • Welches Betriebssystem sich auf dem Rechner befindet.
  • Für wen das Betriebssystem registriert ist.
  • Welcher Prozessor eingebaut ist und die Größe des Hauptspeichers (RAM).

Möchte ein blinder Benutzer diese Informationen auslesen, so muss er allerdings mit EINF+NUM-MINUS den Jaws-Cursor zum PC-Cursor ziehen, anschließend mit STRG+POS1 den Mauszeiger an den Fensteranfang setzen und dann so lange die Maus durch Drücken auf AB nach unten bewegen, bis Status Text angesagt bzw. auf der Braillezeile angezeigt wird. Bevor der Benutzer dann weiterarbeitet, sollte er durch Drücken von NUM+PLUS den PC-Cursor wieder einschalten.

Mit STRG+TAB kann man zu den REGISTERKARTEN COMPUTERNAME, HARDWARE, ERWEITERT, SYSTEMWIEDERHERSTELLUNG, AUTOMATISCHE UPDATES und REMOTE wechseln.

Tastatursprache ändern und einstellen

Je nach Land, in welchem ein Computer eingesetzt wird, variiert auch die Tastenbelegung der Computertastaturen. Um diese an das jeweilige Land anzupassen, bietet Windows die Möglichkeit, die Tastatursprache (das Tastaturlayout) einzustellen. Dies ist dann notwendig, wenn man mit einer Tastatur aus einem anderen Land, z.B. einer Tastatur aus der USA arbeiten will. Auf einer amerikanischen Tastatur sind im Vergleich zur deutschen Tastatur beispielsweise die Z-Taste und die Y-Taste miteinander vertauscht. Zum Ändern des Tastaturlayouts wird zeitgleich UMSCHALT+ALT betätigt. Jaws gibt über die Sprachausgabe an, welches Layout gewählt wird.

Desktop anpassen

Den Desktop kann man über das Dialogfenster EIGENSCHAFTEN VON ANZEIGE (ANZEIGE findet man in der Systemsteuerung) anpassen.

Hintergrund

Auf der Registerkarte DESKTOP im Dialogfenster EIGENSCHAFTEN VON ANZEIGE kann über den Schalter DURCHSUCHEN (ALT+D) eine Bilddatei ausgewählt werden, die als Desktophintergrund verwendet werden soll. Daneben kann man in der Liste HINTERGRUND auch windowseigene Hintergrundbilder auswählen.

Desktop-Symbole

Über den Schalter DESKTOP ANPASSEN können auf der Registerkarte ALLGEMEIN unter DESKTOPSYMBOLE die standardmäßig vorhandenen Elemente des Desktops (EIGENE DATEIEN, PAPIERKORB, NETZWERKUMGEBUNG UND INTERNET EXPLORER) an- bzw. abgeschaltet werden.

Der Schalter DESKTOP JETZT BEREINIGEN verschiebt alle nicht standardmäßig vorhandenen Desktopelemente in einen Ordner. So sieht der Desktop wieder etwas aufgeräumter aus.

Bildschirmschoner

Ein Bildschirmschoner ist eine sich bewegende Seite, die sich über den Desktop legt, wenn der Benutzer des PCs eine gewisse Zeit inaktiv ist. Der Bildschirmschoner verhindert das "Einbrennen" von Zeichen auf dem Monitor. Das kann passieren, wenn über eine sehr lange Zeit immer das gleiche Element an der gleichen Stelle auf dem Bildschirm angezeigt wird. Mittlerweile sind die modernen Bildschirme jedoch nicht mehr so anfällig dafür, wie frühere Generationen. Aber der Bildschirmschoner hat sich gehalten, es ist so eine Art Mode, einen schicken Bildschirmschoner mit schönen Effekten oder Motiven zu verwenden.

Über die Registerkarte BILDSCHIRMSCHONER im Dialogfenster EIGENSCHAFTEN VON ANZEIGE kann man in der Ausklappliste BILDSCHIRMSCHONER (ALT+I) einen Bildschirmschoner auswählen. Unter WARTEZEIT (ALT+W) trägt man die Anzahl der Minuten ein, die Windows bei Inaktivität des Benutzers warten soll, bis der Bildschirmschoner angeschaltet wird.

Über das Kontrollfeld KENNWORTEINGABE BEI REAKTIVIERUNG kann man einstellen, dass nach Start des Bildschirmschoners erst das Eingeben des Benutzerkennworts wieder ein Arbeiten mit dem PC ermöglicht. Das dient als Schutz vor fremden Blicken, wenn der Benutzer seinen Arbeitsplatz kurz verlässt.

Fensterdarstellung

Auf der Registerkarte DARSTELLUNG können Einstellungen zum Aussehen der Fenster, also z.B. der Farbe, der Umrandungen, der Fenster etc. gemacht werden. Aber die Standardeinstellung kann man getrost so lassen, wie bei den meisten Windows-PCs auch.

Taskleiste

Die Taskleiste bietet eine Reihe an Einstellungsmöglichkeiten (SYSTEMSTEUERUNG/TASKLEISTE UND STARTMENÜ), allerdings sind diese vor allem für Mausbenutzer gedacht, sodass sie für blinde Anwender wenig Sinn machen.

Anpassen des Startmenüs

Hinweis: Das Startmenü sollte auf KLASSISCHES STARTMENÜ umgestellt sein. Dazu muss der Start-Schalter angewählt werden (WINDOWS,ESC) und dann das Kontextmenü des Start-Schalters aufgerufen werden (APPLIKATIONSTASTE). Hier wählt man EIGENSCHAFTEN. Im Dialogfenster "Eigenschaften von Taskleiste und Startmenü" wählt man die Registerkarte Startmenü und wählt hier mit TAB statt dem Optionsfeld STARTMENÜ das Optionsfeld KLASSISCHES STARTMENÜ aus. Näheres siehe Windows-Anpassungen

Der Bereich im Startmenü, der über dem Eintrag Programme liegt, eignet sich dazu, um häufig benutzte Programme schnell starten zu können. Dazu legt man eine Verknüpfung auf das jeweilige Programm im STARTMENÜ an. In den Ordner "Startmenü" gelangt man, indem man entweder im WINDOWS-EXPLORER in den Ordner C:\Dokumente und Einstellungen\"Benutzername"\Startmenü ("Benutzername" muss durch den eigenen Benutzernamen ausgetauscht werden) wechselt oder, indem man mit START,ESC,APLLIKATIONSTASTE ins KONTEXTMENÜ des Startmenüs wechselt und hier ÖFFNEN wählt.

Im Ordner "Startmenü" findet man in der Regel schon den Ordner "Programme". Hier kann man nun weitere Verknüpfungen auf z.B. "Microsoft Word" hineinkopieren und den Namen der Verknüpfung nach Belieben umbenennen - also z.B. einfach "Word" oder "1-Word". Nun sollte man nach Drücken der WINDOWS-Taste im STARTMENÜ den neuen Eintrag finden. Erreichbar ist der Eintrag sehr schnell über den Anfangsbuchstaben. Wenn also z.B. "Word" das einzige Element im Startmenü mit dem Anfangsbuchstaben W ist, dann kann man Word sehr schnell mit WINDOWS, W öffnen.

Das STARTMENÜ kann man alphabetisch sortieren, indem man mit WINDOWS das STARTMENÜ öffnet, mit AUF in den Bereich über PROGRAMME navigiert und hier im KONTEXTMENÜ den Eintrag NACH NAMEN SORTIEREN auswählt.

Im KONTEXTMENÜ des STARTMENÜS findet man ebenfalls den Befehl LÖSCHEN, um bestimmte Verknüpfungen wieder aus dem STARTMENÜ zu entfernen. Wichtig ist zu wissen, dass man damit keinesfalls das Programm auf dem PC gelöscht hat. Näheres siehe Verknüpfung. Schließlich kann über den Befehl UMBENENNEN im KONTEXTMENÜ des STARTMENÜs der Name einer Verknüpfung umbenannt werden.

Schreibtisch/Desktop-Symbol bzw. eine Verknüpfung im Ordner Startmenü erstellen

Zum schnellen Zugriff auf Programme, Ordner oder Dateien kann es sinnvoll sein, Verknüpfungen auf dem Desktop oder im Startmenü anzulegen. Dazu startet man den Windows-Explorer WINDOWS+E und wechselt in den Ordner Desktop bzw. Startmenü. Diese Ordner befinden sich unter: C:\Dokumente und Einstellungen\"Benutzername"\. In der Standard-Installation von Windows ist der Ordner Dokumente und Einstellungen versteckt. Wie man versteckte Ordner sichtbar macht, ist unter Windows-Anpassungen beschrieben.

An diese Stelle kopiert man die Verknüpfungen der Dateien bzw. Ordner. Eine Verknüpfung auf eine Datei erstellt man, indem man die Datei im Windows-Explorer annavigiert, über die APPLIKATIONSTASTE das Kontextmenü öffnet und dort den Eintrag "Verknüpfung erstellen" auswählt. Die Verknüpfung liegt dann zunächst im gleichen Ordner mit dem Namen "Verknüpfung mit ...". Anschließend kopiert bzw. verschiebt man die erstellte Verknüpfung in den Ordner Startmenü bzw. Desktop. Von dort kann nun die Datei starten, indem man die Verknüpfung auswählt. Der Name der Verknüpfung kann beliebig umbenannt werden. So macht es beispielsweise Sinn, im Startmenü die Verknüpfung zur Anwendung "Microsoft Word" in "Word" umzubenennen. Dadurch kann Word sehr schnell durch die Befehle WINDOWS,W gestartet werden.

Automatisches Starten von Anwendungen beim Windows-Start

Manche Anwendungen werden gleich beim Start von Windows geladen. So ist es z.B. sinnvoll, dass der Virenscanner immer an ist, um eventuelle Übergriffe von Viren aus dem Internet abzuwehren. Und damit man es nicht vergisst, den Virenscanner anzuschalten, übernimmt das Windows automatisch. Windows hat viele Möglichkeiten, das automatische Starten von Software beim Systemstart zu aktivieren. Eine Möglichkeit gibt es im Startmenü. Dort findet man unter PROGRAMME den Eintrag AUTOSTART. Alle Verknüpfungen oder Programme, die hier eingestellt werden, starten beim Systemstart automatisch. Dazu öffnet man den Ordner Startmenü mit WINDOWS-Taste,ESC,APPLIKATIONSTASTE,ÖFFNEN und öffnet den Unterordner Startmenü im Ordner Programme. Hier kopiert man die Verknüpfung auf die zu startende Anwendung hinein.

Wenn man also z.B. möchte, dass sich Word immer schon beim Systemstart von Windows mit öffnet, legt man eine Verknüpfung zu Word an und kopiert sie in den Autostart-Ordner.

Um festzustellen, welche Anwendungen sonst noch (über die Einstellungen im Autostart hinaus) automatisch von Windows gestartet werden, startet man die Anwendung msconfig. Dazu öffnet man im STARTMENÜ den Menüpunkt AUSFÜHREN, schreibt MSCONFIG in das Eingabefeld und aktiviert das ganze mit EINGABE. Im sich öffnenden Dialogfenster findet man unter der Registerkarte Systemstart viele Anwendungen, die automatisch gestartet werden. Man sollte hier jedoch sehr vorsichtig beim Deaktivieren von Anwendungen sein und genau wissen, was man tut.


Virenschutz

Bei einem Computervirus handelt es sich um ein sich selbst vermehrendes Computerprogramm, das von Menschen geschrieben wurde. Ein Virus hat neben der Eigenschaft, sich selbst zu vermehren, meist noch eine Zusatzfunktion. Die Zusatzfunktion kann mit unterschiedlichen Absichten in das Virus eingebaut worden sein: Einfach nur, um zu ärgern, um auf Sicherheitslücken hinzuweisen, oder auch mit kriminellem Hintergrund. Man unterscheidet zwischen klassischen Viren, die vom Benutzer aktiviert werden müssen (z.B. indem der Computernutzer den Dateianhang einer E-mail öffnet) und Würmern, einer neuen Generation von Computerviren, die sich durch Sicherheitslücken in den Computer schleichen - insbesondere über das Internet - und nicht vom Nutzer aktiviert werden müssen, sondern von Haus aus aktiv sind. Es gibt verschiedene Arten von Viren: Bootsektorviren (der Virus verbreitet sich über den Bootsektor eines Datenträgers, wie z.B. Festplatte oder Diskette), Dateiviren (der Virus nistet sich in ausführbare Dateien ein und verändert sie, sodass die Zusatzfunktion beim Start der Datei mitgestartet wird), Makroviren (Makros sind in Dokumenten, wie z.B. Word- oder Exceldokumenten enthalten und bieten Zusatzfunktionen an) und Würmer (verbreiten sich über Netzwerke, wie z.B. Internet oder auch über Bluetooth bei Handys).

Auswirkungen

Wenn ein Virus einmal gestartet ist, kann er sehr unterschiedliche Dinge anrichten, z.B. harmlose Texte auf den Bildschirm schreiben oder auch die gesamte Festplatte mit allen Dateien löschen. Er kann Passwörter ausspionieren, z.B. für Onlinebanking und diese per E-mail an den Autor des Virenprogramms verschicken.

Verbreitung

Viren verbreiten sich über Datenträger, wie Disketten bzw. USB-Sticks, über E-Mail-Anhänge oder über das Internet. Dabei reicht es schon, den Datenträger einzulegen und darauf zuzugreifen, um dem Virus die Möglichkeit zu geben, sich auf der eigenen Festplatte einzunisten und sich von hier aus weiter zu verbreiten. Die Verbreitung muss man sich wie bei einem Grippevirus vorstellen: Bei Kontakt erfolgt die Infektion.

Schutz vor Viren

Der beste Schutz vor Viren ist, jeglichen, direkten und indirekten (über Datenträger oder Internet) Kontakt zu anderen Computersystemen zu vermeiden. Da dies in den allermeisten Fällen nicht möglich ist, sind bestimmte Vorkehrungen ratsam:

  • Sicherheitsupdates: Microsoft erneuert kostenlos automatisch regelmäßig seine Software über Updates. Der Hauptgrund dafür ist nicht unbedingt, dass Windows mit zusätzlichen Funktionen erweitert wird, sondern, dass die Software Fehler enthält, die ausgebessert werden. Über Fehler in der Software können sich Viren bzw. Würmer unbemerkt in das System einschleichen und Schaden anrichten. Damit dies nicht geschieht, wird, sobald eine sogenannte Sicherheitslücke in der Software bekannt ist, ein Sicherheitsupdate oder auch Patch (Fehlerbeseitigung) durchgeführt. Problematisch wird es nur für diejenigen, die dieses Update nicht durchführen. Denn die Sicherheitslücke wird durch das Update von Microsoft bekannt - somit auch den Virenautoren, die schnell Viren programmieren können, die die Sicherheitslücke ausnutzen. "Laut einer Untersuchung eines Anti-Viren Software-Herstellers (Stand: Juli 2005) bestehe eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen neuen PC mit Windows XP, ohne Updates im Internet innerhalb von 12 Minuten mit schädlicher Software infiziert zu werden." Wikipedia:Computerwurm
  • Firewall: Eine Firewall filtert den Netzwerkverkehr zwischen Internet und PC und schützt so den PC vor Eindringlingen aus dem Internet.
  • Virenscanner: Ein Virenscanner oder Antivirenprogramm ist ein Computerprogramm, welches Viren auf dem PC aufspüren, deaktivieren und beseitigen kann. Das Aufspüren funktioniert über die sogenannte Signatur - eine Art Fingerabdruck eines Virus - nach der vom Antivirenprogramm gesucht wird. Damit dies erfolgreich gelingt, muss ein Antivirenprogramm regelmäßig (täglich) über ein Update die neuesten Informationen zu den sich im Umlauf befindlichen Viren bekommen (Signatur des Virus und wie man den Virus entfernen bzw. deaktivieren kann). Sobald der Virus erkannt ist, wird der Virus, wenn möglich, entfernt oder zumindest unschädlich gemacht (Desinfektion).

Virenscanner (sogenannte Echtzeitscanner) arbeiten ständig im Hintergrund und überwachen die Aktivitäten auf dem PC. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, einen Virusscan manuell zu starten.

Da die Hersteller von Virenscannern immer nur auf neue Viren reagieren können und ihre Software über Updates an neue Viren erst nach deren Bekanntwerden anpassen können, bietet ein Antivirenprogramm nie vollständigen Schutz. Es entbindet den Benutzer nicht davon, umsichtig zu sein, insbesondere im Umgang mit Dateianhängen von E-mails von unbekannter Herkunft oder allgemein beim Umgang mit unbekannter Software.

Umgang mit Viren

Um an einem Beispiel zeigen zu können, wie ein Antivirenprogramm funktioniert, verwenden wir das für den privaten Gebrauch kostenlose Programm Antivir (http://www.free-av.de). Zur Installation siehe das Kapitel zum Installieren von Software. Nach erfolgreicher Installation läuft die Software im Hintergrund immer mit. Sie wird in der Standardeinstellung bei jedem Systemstart automatisch gestartet. Updates werden ebenso automatisch eingespielt. Sobald der Nutzer versucht, eine Datei zu öffnen, scannt Antivir die Datei nach eventuell enthaltenen Viren und meldet einen vorhandenen Virus.

Virus-Suche

Zur Suche nach einem Virus eignet sich die Oberfläche von Antivir bei der derzeitigen zugänglichkeit des Programms nicht. Stattdessen sollte man im Windows-Explorer oder Arbeitsplatz das zu überprüfende Laufwerk oder den zu überprüfenden Ordner annavigieren, mit der APPLIKATIONSTASTE in das KONTEXTMENÜ wechseln und hier den Menübefehl "Ausgewählte Dateien mit Antivir überprüfen" aktivieren. Nun startet Antivir den Scanvorgang. Dies kann, je nach Größe des Laufwerks bzw. des Ordners, einige Minuten bis sogar Stunden dauern. Zum Testen verwendet man am besten einen Ordner mit wenigen Dateien. Am Ende des Scanvorgangs gibt es die Möglichkeit, über den Schalter REPORT ein Protokoll des Scanverlaufs erstellen zu lassen. Im sich automatisch öffnenden Editor kann dieses Protokoll gelesen werden. Diese Technik empfiehlt sich z.B., wenn man einen fremden USB-Stick an seinen Rechner anschließt, den man vor dem Öffnen bzw. Kopieren von Dateien zunächst mit dem Virenscanner überprüfen will.

Als Beispiel hier eine Protokoll-Datei, die am besten heruntergeladen und mit dem Editor geöffnet werden sollte: Antivir-Protokoll. Unter dem Suchwort "gefunden" findet man die Zeile:

0 Viren bzw. unerwünschte Programme wurden gefunden

Damit ist klar, dass das Programm keine Viren finden konnte.

Viren-Desinfektion

Wenn ein Virus gefunden wurde, öffnet Antivir ein Dialogfenster: "Achtung Fund", welches die Sprachausgabe ansagt. Mit TAB kann man durch das Dialogfenster wandern. Man erhält die Information, um welchen Virus es sich handelt und mehrere Auswahlmöglichkeiten, was mit dem Virus zu tun ist: u.a. "in Quarantäne verschieben" und "löschen". Mit OK bestätigt man die Auswahl und Antivir deaktiviert (Quarantäne) oder löscht den Virus. Anschließend wird der Scan fortgesetzt. Am Ende kann man sich wieder eine Protokolldatei anschauen: Antivir-Protokoll mit gefundenem Virus. Hier findet man nun die Zeile:

1 Viren bzw. unerwünschte Programme wurden gefunden

und

1 Dateien wurden in die Quarantäne verschoben


Damit ist klar, dass der gefundene Virus auch desinfiziert wurde.

Die Option "löschen" sollte nur sehr vorsichtig verwendet werden, da eventuell betroffene Dateien dann nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren könnten. Deswegen sollte man sich vorher im Internet darüber informieren, welche Wirkungen der gefundene Virus hat und wie man ihn am besten entfernen kann.

weiterführende Informationen

Ausführlichere Informationen zu Viren findet man unter Wikipedia:Computerviren. Dort gibt es auch Hinweise z.B. zum Testvirus EICAR, den man sich herunterladen oder per E-mail zusenden lassen kann, um die Funktionsweise und Wirksamkeit seines eigenen Virenscanners zu testen.