Tagung in Friedberg 2013 - Materialien

Aus Augenbit
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„From low to high Wischen zwischen GE und G8 …
- neue Medien im gemeinsamen Unterricht mit sehbehinderten und blinden Schülerinnen und Schülern“


A-Sa: Mein iPad im Einsatz für mich im schulischen Alltag während meiner Ausbildung (Jan Philipp Krych)

Mit Hilfe des iPads können viele Aufgaben und Anforderungen im schulischen Alltag problemlos gelöst werden – angefangen von digitalen Schulbüchern über digitale Schulhefte bis hin zu Klausuren und Prüfungen.

Im WS werden die notwendigen Apps sowie die Arbeit mit ihnen thematisiert und praktisch demonstriert.


A-So: Mein iPhone im Einsatz für mich als blindem Studenten im universitären Alltag (Sebastian Müller)

VoiceOver ermöglicht die komplette Bedienung eines Smartphones über einen Touchscreen. Durch stetige Weiterentwicklung sind die Einsatzmöglichkeiten noch vielfältiger geworden. Mit zusätzlichen Apps lassen sich die iOS-Geräte auch im universitären Alltag einsetzen, z. B. mit einer soliden Textverarbeitung, Terminorganisation, Dateiverwaltung in der Cloud, der Möglichkeit einer Fußgängernavigation und zum Lesen von E-Books. Der WS wird unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von iPhone/iPad im Studium thematisieren.


B-Sa: Die iPad-Klasse – Einsatz im Unterricht mit blinden und sehbehinderten Schülerinnen und Schülern (Patrick Temmesfeld, Nürnberg) „Neugierigen“ soll ein intensiverer Blick ermöglicht werden, weshalb dieser „Hype“ auch „blind-sehbehindert“ erreicht hat: Warum ist das iPad so interessant, was bietet es und wie kann es mit Braille-Zeile, eBooks, Vergrößerung, separater Tastatur betrieben werden? Neben konkretem Alltagseinblick und Rückmeldungen von Schüler/innen aus zwei bereits erfolgreich so arbeitenden Klassen am bbs nürnberg wird praktisches Experimentieren mit den Geräten im Vordergrund stehen. - Vorsicht: Suchtgefahr!


B-So: Das iPad im Einsatz an einer Schule für Sehbehinderte (Charly Friedrichs, Frankfurt) Themen sind u. a.: Der Einsatz des iPads in der Grundstufe und in der Sekundarstufe, mit jeweils verschiedenen Apps, die vorgestellt werden; das iPad als allgemeines Hilfsmittel für Sehbehinderte; seine Wartung und Pflege; welche Probleme treten bei der Softwareaktualisierung der Geräte auf?

C-Sa: Latex/(Formeleditor) bei Windows 7 mit Office 2010 (Simone Handrich & Barbara Henn) Seit einigen Jahren hat sich im Mathematik-Unterricht mit blinden Schülerinnen und Schülern LaTeX als Standard-Schrift durchgesetzt. In diesem WS stellen wir das Arbeiten mit LaTeX sowie den Umgang mit dem Formeleditor in Word 2010 als Alternative für sehbehinderte Schülerinnen und Schüler vor.


C-So: CAS-Systeme (Maple) als Taschenrechnerersatz (Dirk Hattenhauer & Barbara Henn) Grafische Taschenrechner sind als Hilfsmittel für das Abitur in Mathematik zugelassen und werden von Schülern im Unterricht der Sekundarstufe II eingesetzt. Alternativ können blinde Schüler die CAS-Software "Maple" als Hilfsmittel nutzen. Was ist eine CAS-Software? Wie wird sie bedient? Wo sind Möglichkeiten und Tücken für den gemeinsamen Unterricht? Das und mehr werden im Workshop vorgestellt, ausprobiert und diskutiert.


D-Sa: SAREPTA als Software für mehrfachgeschädigte Nutzerinnen und Nutzer (Florian Hilgers) Mit SAREPTA können am PC unterschiedliche Inhalte (z. B. Textverarbeitung, Bilderbuch oder Memoryspiel) erstellt, mit eigenen Menüs und Hilfsansagen versehen und via Bildschirm, Tonausgabe und Braillezeile genutzt werden. Mit SAREPTA kann man nahezu alle Inhalte mit nur 5 Tasten bedienen – selbst mit 2 Tasten lassen sich die meisten Inhalte sinnvoll ansteuern. So können im Bereich schwerer Mehrfachbehinderungen bisher unmögliche pädagogische Angebote für die Eigenarbeit unterbreitet werden.


D-So: iPad im Einsatz bei mehrfacher Behinderung (Simone Handrich) Das iPad wird in der Unterstützten Kommunikation immer präsenter. In diesem WS werden erste Erfahrungen mit dem iPad im Bereich der Mehrfachbehindertenpädagogik unter dem Aspekt Sehschädigung berichtet. Dabei sollen auch Grenzen aufgezeigt werden. Außerdem können Sie im Anschluss das Erstellen von Kommunikationstafeln u. ä. Ausprobieren.


E: Elektronische Zugänglichkeit von Schulbüchern für Menschen mit Sehbehinderung (Mike Beckers) In diesem praxisorientierten Workshop erhalten Sie die Gelegenheit, sich mit digitalen Büchern zu beschäftigen und sich über deren Zugänglichkeit für Menschen mit Sehbehinderung auszutauschen. Merkmale (z. B. Ansicht, Navigation, Textbearbeitung) von Bücherdateien verschiedener Formate (z. B. .doc, .pdf, .epub) unter Verwendung diverser Anzeigeprogramme (z. B. MS Word, Adobe-Reader, Azardi etc.) werden untersucht.


F: Arbeiten mit mathematischen Dokumenten am PC (Brigitte Betz) Mathematik am PC - eine oft unübersichtliche Sache mit vielen Fehlerquellen, gerade an der Braille-Zeile oder beim Arbeiten mit Bildschirm-Vergrößerung. Ergebnisse werden nicht wiedergefunden, Abschreibfehler schleichen sich ein. Und wie korrigiert man am besten? Der PC ist mehr als eine Schreibmaschine, und wie man das gewinnbringend nutzen kann, soll hier erarbeitet und zusammengefasst werden.


G: Zugänge zu Literatur (Erich Rüger & Katrin Vitt) Ich will lesen. Welche Quellen stehen mir als blindem oder sehbehindertem Nutzer zur Verfügung? Welche Geräte, Anwendungen, Anbieter etc. gibt es? Wir stellen eine Auswahl aus unserer Sicht geeigneter Möglichkeiten vor, die über klassische Zugangsquellen


H: Legoroboter (Uli Kalina) Im Informatikunterricht werden häufig Programmiersysteme verwendet, die auf dem Bildschirm kleine, animierte Roboter durch eine eigene Welt bewegen. Solche Umgebungen sind beliebt, da sie einfach, sehr anSCHAUlich und kostenlos erhältlich sind. Für blinde und hochgradig sehbehinderte Schülerinnen und Schüler sind sie nicht zugänglich. „Echte“ Lego-Roboter können echte Alternativen hierzu sein.


I-Sa: iPad & iPhone als Hilfsmittel für den Alltag Sehgeschädigter und als Unterstützung bei der Beratungstätigkeit (Julian Iriogbe)

Im Workshop werden unterschiedliche und bereits erprobte Apps vorgestellt, die das iPad/iPhone zum Schweizer Taschenmesser für blinde und sehbehinderte Nutzer machen. Dazugehören z. B. Lupe, Geldleser oder Farberkennung. In einem zweiten Teil werden außerdem Apps gezeigt, die die Arbeit einer Beratungslehrkraft unterstützen können. Hierzu gehören z. B. diverse Sehtests oder die Simulation von unterschiedlichen Sehbehinderungen.